Duisburg: Lärmschutz für Sportvereine soll verbessert werden

Der Landtag Nordrhein-Westfalen beschließt in der heutigen Plenarsitzung auf Initiative der Fraktionen von SPD und Bündnis 90/Die Grünen einen Antrag, der die aktuellen Regelungen zu den Grenzwerten von Geräuscheinwirkungen auf Sportanlagen kritisch hinterfragt. Dazu äußern sich die Duisburger SPD-Landtagsabgeordneten Sarah Philipp, Rainer Bischoff, Frank Börner und

Ralf Jäger:

NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) Foto: Thomas Rodenbücher

NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD)
Foto: Thomas Rodenbücher

„Viele Vereine in unserer Stadt, vor allem jene in reinen Wohngebieten, werden mit der Problematik der Überschreitung von Lärmgrenzwerten konfrontiert. Selbst bei normalem Sportbetrieb häufen sich die Streitfälle mit der unmittelbaren Nachbarschaft. Wir sagen ganz klar: Kinderlärm muss auf Sportplätzen genauso bewertet werden, wie auf dem Kinderspielplatz. Das Ziel, immer mehr Kinder und Jugendliche zum Sporttreiben zu animieren muss im Vordergrund stehen. Wir setzen uns dafür ein, die Problematiken rund um die Immissionswerte im Sinne aller Sportlerinnen und Sportler neu zu verhandeln“, so die heimischen Abgeordneten.
Der im Plenum verabschiedete Antrag sieht weiterhin vor, sich gegenüber Bundesrat und Bundesregierung für eine Reformierung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes einzusetzen. Besonders im Fokus stehen hierbei auch die Rücknahme der Ruhezeiten an Sonn- und Feiertagen sowie die Festlegung der Regelungen zum Altanlagenbonus, welche aktuell auf kommunaler Ebene für Probleme sorgen.

„Am Ende soll durch die Zusammenarbeit verschiedener Akteure wie dem Landessportbund, den kommunalen Spitzenverbänden und den zuständigen Landes-Ministerien ein Maßnahmenkatalog erarbeitet werden, mit dem in Berlin das Bundes-Immissionsschutzgesetz an den von uns angesprochenen Punkten reformiert werden kann. So kann eine gute und langfristige Lösung sowohl für die Anwohner, als auch für die zahlreichen Sporttreibenden in den Städten herauskommen“, so die Duisburger Landtagsabgeordneten abschließend.

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