Diakonie: Die Flüchtlingsaufnahme verbessern – gemeinsam handeln

Mit Blick auf den anstehenden zweiten Flüchtlingsgipfel am morgigen Mittwoch fordert der Vorstandssprecher der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe, Dr. Uwe Becker, dass die Qualität der Aufnahme und die Unterbringung von Flüchtlingen noch deutlich verbessert werden muss. „Angesichts der steigenden Flüchtlingszahlen brauchen wir dringend ein Konzept der Bundesregierung zur Aufnahme und Versorgung der Flüchtlinge, das mit Ländern und Kommunen abgestimmt ist“, so Becker.

Die Diakonie RWL unterstützt die Neuausrichtung der nordrhein-westfälischen Flüchtlingspolitik nach den erschütternden Misshandlungen von Geflüchteten in Burbach. „Wir nehmen einen Politikwechsel wahr. Die neuen Maßnahmen der verschiedenen Landesministerien und die ersten engagierten Verbesserungen bei der Aufnahme und Unterbringung der Flüchtlinge weisen in die richtige Richtung“, erklärte Nikolaus Immer, Geschäftsbereichsleiter der Diakonie RWL.

Kritisch sieht die Diakonie allerdings, dass die Flüchtlinge derzeit in der Regel nur 14 Tage in zudem völlig überfüllten Landeseinrichtungen bleiben und sehr schnell auf die Kommunen verteilt werden, ohne richtig registriert und medizinisch untersucht worden zu sein, so Dietrich Eckeberg, Referent für Migration und Flucht.

„Wir brauchen eine Verdoppelung der Unterbringungsplätze auf Landesebene und einen massiven Personalausbau zur Bearbeitung der Asylanträge“, erklärt Karin Asboe, Fachbegleiterin der Verfahrensberatungsstellen.

Der erste Flüchtlingsgipfel hatte erfreulicherweise die Integration in den Arbeitsmarkt, Sprachkurse, Bildung und gesundheitliche Versorgung in den Blick genommen. Vom zweiten Flüchtlingsgipfel erwartet die Diakonie RWL nun weitere konkrete Schritte der Umsetzung.

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