DGB Duisburg zur Arbeitsmarktsituation: „Besser ist noch nicht genug“

„Die Tendenz bei der Entwicklung der Arbeitslosigkeit in Duisburg ist leicht positiv,“ so die DGB-Vorsitzende Angelika Wagner. „Und das trotz der vielen Unkenrufe, der gesetzliche Mindestlohn werde unzählige Arbeitsplätze kosten.

DGB.jpgWir möchten die zarten Erfolge nicht schlechtreden. Jetzt heißt es jedoch: Nicht nachlassen in den Anstrengungen! Die Verbesserung der Arbeitslosenquote um 0,2% auf 13,2% ist nämlich kein Grund zum Jubeln. Diese Quote ist weiterhin die höchste in Nordrhein-Westfalen. Auch wenn wir die Verbesserung in der Statistik positiv wahrnehmen, fällt doch die schwächere Entwicklung auf: Die übliche Frühjahrsbelebung hat auf dem Arbeitsmarkt im Ruhrgebiet für einen Rückgang der Arbeitslosigkeit um 4% gegenüber dem Vorjahr gesorgt, in Duisburg sind es 3,6% im Vorjahresvergleich.

Darüber hinaus entwickelt sich der Arbeitsmarkt bei bestimmten Personengruppen unterschiedlich.

Die vielfältigen Anstrengungen beim Abbau der Jugendarbeitslosigkeit tragen deutliche Früchte: in der Altersgruppe der unter 25-Jährigen gibt es in Duisburg einen Rückgang der Arbeitslosigkeit um 15% im Vergleich zum Vorjahr. Doch immer noch sind somit 2.711 junge Menschen in unserer Stadt arbeitslos – das sind 2.711 zuviel!

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist gestiegen und liegt mit 44,8% über dem Landesdurchschnitt. Ein großer Teil der Arbeitslosen sind Un- und Angelernte. Da die positive Arbeitsmarktentwicklung größtenteils auf einer stärkeren Nachfrage nach Arbeitskräften beruht, ist es nun nötiger denn je, die passenden Aus- und Weiterbildungsmassnahmen anzubieten. Die arbeitslosen Menschen sind das Fachkräftepotential der Zukunft.“

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