Positive Bilanz der 8. Weinmesse im Landschaftspark Duisburg-Nord

Gute Laune bei Weinkennern und Winzern bescherten die beiden Messetage der Baden-Württemberg Classics im Landschaftspark Duisburg-Nord. Während der Weinmesse herrschte reger Andrang in der Kraftzentrale, in der 66 Winzer und Weingärtner Erlesenes aus dem südlichen Bundesland präsentierten.

 Weinköniginnen in Duisburg: Badens Hoheit Josefine Schlumberger (links) und ihre Kollegin aus Württemberg Stefanie Schwarz (rechts) als Repräsentantinnen bei den Baden-Württemberg Classics im Landschaftspark Duisburg-Nord. Foto: BW Classic

Weinköniginnen in Duisburg: Badens Hoheit Josefine Schlumberger (links) und ihre Kollegin aus Württemberg Stefanie Schwarz (rechts) als Repräsentantinnen bei den Baden-Württemberg Classics im Landschaftspark Duisburg-Nord. Foto: BW Classic

„Duisburg hat sich erneut als erfolgreichster Standort unserer Messe gezeigt. Das gilt mit Blick auf das Publikumsinteresse und in die Orderbücher unserer Aussteller“, sagte Sonja Höferlin, Geschäftsführerin der Badischen Wein GmbH, die gemeinsam mit dem Württembergischen Weinbauverband die Messe ausrichtet. Weitere Standorte sind Dresden, München und Berlin.

Knapp 2.000 Besucher am ersten Messetag

Allein am Samstag besuchten knapp 2.000 Genießer die achte Auflage der BW Classics. So viel wie nie. Am Sonntag kamen etwa 1.700 Weinliebhaber nach Meiderich. Eine Steigerung um zehn Prozent gab es auch bei den Ausstellern, die mehr als 900 Weine, Sekte und Obstbrände zur Verkostung anboten. Ulrich-M. Breutner, Geschäftsführer Weininstitut Württemberg GmbH, erläuterte den Zuwachs bei den Ausstellerzahlen: „Bei unseren Winzern und Weingärtner spricht sich natürlich herum, dass es sich lohnt, nach Duisburg zu kommen. Deshalb nutzen die Anbieter gern die Möglichkeit, sich hier zu präsentieren.“ Die BW Classics sind mehr als ein Weinfest in Stahlgrau. Viele Besucher suchen gezielt nach ihrem Lieblingswein und bestellen dann gleich den Vorrat fürs Jahr.

Die württembergische Weinkönigin Stefanie Schwarz zog für sich ebenfalls eine positive Bilanz: „Duisburg ist auch für mich außergewöhnlich, allein durch den Kontrast zwischen Industriekultur und Lebensart. Das ist auch für mich spannend und faszinierend.“ Gemeinsam mit Josefine Schlumberger, der Weinhoheit aus Baden, verlieh sie der Messe königlichen Glanz. Beide zeigten sich nicht allein würdevoll, sondern auch weinwissend. Die Königinnen leiteten unter anderem Weinseminare, die beliebter Teil des Messeprogramms sind.

Jungwinzer von Pünktlichkeit der Duisburger beeindruckt

Ralf Rohpol, einer der Jungwinzer, die sich als Generation Pinot auf der Messe vorstellten, zeigte sich vor allem von der Kennerschaft der Besucher beeindruckt: „Man kommt hier wirklich ins Gespräch über den Wein. Die Besucher sind neugierig, welche neuen Weine wir hier vorstellen.“ Darüber hinaus sagte er: „Die Menschen kommen sehr pünktlich. Um 11 Uhr zum Start des Messetages war bereits echter Andrang.“ Die Jungwinzer aus Württemberg luden unter dem Markenname „Wein.Im.Puls“ zur Verkostung ihres neuen Stils ein.

Gut vorbereitet zeigten sich ebenfalls die „Stammkunden“ unter den Messegästen. Nicht wenige hatten Käse und Brot mitgebracht, um ihre Geschmacksnerven vor jeder neuen Weinprobe zu neutralisieren. Der Erfolg der Messe erkläre sich zum einen durch Mund-zu-Mund-Propaganda, erläuterte Sonja Höferlin: „Wir erleben immer wieder, dass Weinkenner nach ihrer persönlichen Premiere bei den BW Classics im nächsten Jahr wiederkommen und sich bereits im Vorfeld nach den Terminen fürs nächste Jahr erkundigen.“ Die BW Classics ziehen inzwischen Weinkenner aus der gesamten Region an.

BW Classics in Duisburg als Pflichttermin

Das Regenwetter am Wochenende tat dem Andrang im Übrigen keinen Abbruch. „Ganz im Gegenteil“, sagte Ulrich-M. Breutner. Und weiter: „Statt im Garten zu sitzen, gehen die Menschen lieber zur Messe und genießen in der Kraftzentrale einige schöne Stunden.“ Das freute auch die Touristiker aus Baden-Württemberg, die sich am Wochenende präsentierten. Der graue Himmel über der Emscher weckte die Lust auf Ferien in dem von der Sonne verwöhnten Bundesland.

Nach dem Erfolg in diesem Jahr steht einer Neuauflage in 2016 nichts im Wege. Bereits vor der Messe hatte Hermann Hohl, Präsident des württembergischen Weinbauverbandes, klargestellt: „Die Classics in Duisburg sind für uns inzwischen ein wichtiger Pflichttermin im Kalender.“

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