Piratenpartei Duisburg: Freigabe zum Fällen der Platanenallee erteilt

Wie vom BUND Duisburg zu erfahren war, hat die Bezirksregierung in Düsseldorf am Donnerstag ihre Anordnung gegen das Fällen der Platanenallee an der Mercatorstraße zurückgezogen. Aus rechtlicher Sicht kann die Stadt Duisburg nun jederzeit mit der Abholzung der rund 80 Jahre alten Bäume beginnen.

Britta Söntgerath - Foto: Thomas Rodenbücher

Britta Söntgerath – Foto: Thomas Rodenbücher

Ratsfrau Britta Söntgerath appelliert jedoch an die Stadtspitze, insbesondere an den Baudezernenten Karsten Tum, das vom BUND am 13. März eingereichte Bürgerbegehren zum Erhalt der Bäume abzuwarten.

„Die Ratsfraktionen von SPD und CDU, welche der Fällaktion zugestimmt haben, erhalten nun die besondere Möglichkeit, ein deutliches Bekenntnis für Bürgernähe abzugeben. Statt im Eilverfahren einfach Fakten zu schaffen, können sie sich noch einmal bei der Duisburger Bevölkerung rückversichern. Sollte das Bürgerbegehren des BUND kein klares Votum zum Erhalt der Platanenallee erbringen, hat die Stadtverwaltung jede Rechtfertigung auf ihrer Seite. Das Fällen der Allee dauert nur wenige Tage. Wozu die Eile, wenn der Beginn der Baumaßnahmen auf der Mercatorstraße frühestens 2016 ansteht? Die geplante Abholzung der Platanen trifft auf erbitterten Widerstand in der Bevölkerung. Da gebietet es der Anstand, lieber noch einmal nachzufragen, als einen jahrzehntealten Baumbestand in der Innenstadt unwiederbringlich zu vernichten.“

Die Einwohnerzahl der Stadt Duisburg sinkt seit Jahren kontinuierlich, während die angrenzenden Kommunen zulegen. Umstrittene Baumaßnahmen gegen den Willen der Bevölkerung sind keine Einladung zum Bleiben.

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