RWE und Viktoria Köln wehren sich gegen unsaubere Profilierungsversuche im Fußball

Fairness ist ein hohes Gut im Fußball. Auch wenn es auf dem Platz manchmal hoch her geht, sollte die Beziehung von Klubs, Spielern und anderweitig involvierten Personen abseits des grünen Rasens doch von gegenseitigem Respekt geprägt sein. Ein Positiv- sowie ein Negativ-Beispiel bot den Rot-Weissen die Partie der vergangenen Woche gegen Viktoria Köln.

Logo of Rot-Weiss Essen, German football teamMarwin Studtrucker, Spieler der Rot-Weissen, glaubte sich im Vertrauen, als er seinem Berater Pierre Esser von der vergangenen Trainingswoche, seiner Nicht-Berücksichtigung in der Startelf, der voraussichtlichen Aufstellung sowie taktischer Vorgaben seiner Mannschaft berichtete. Sich des Werts dieser Information bewusst, wendete sich Esser unmittelbar an den nächsten Gegner der Rot-Weissen und spielte der Viktoria aus Köln die Neuigkeiten zu.

Dumm nun für diesen, dass ausgerechnet der Adressat dieser Information die von ihm missachtete sportliche Fairness bewies und die Rot-Weissen über die Kommunikationsfreudigkeit des Spielerberaters in Kenntnis setzte, anstatt diese zu seinen Gunsten auszunutzen. „Wir stehen zwar in direkter Konkurrenz mit RWE, solche Hilfsmittel sind jedoch weder im Interesse von Viktoria Köln, noch des Sports im Allgemeinen.

Dementsprechend müssen wir als Vereine derartigen Aktionen einen Riegel vorschieben“, so Franz Wunderlich, Vorstand Sport der Viktoria. „Das sind inakzeptable Versuche, sich in diesem Geschäft auf Kosten anderer zu profilieren. Da ist es auch irrelevant, ob diese Informationen Einfluss auf das Spiel haben, oder nicht. Es geht um gewisse Grundsätze des Sports, die hier mit Füßen getreten werden. Umso schöner ist es zu sehen, dass diese von den Verantwortlichen von Viktoria Köln geachtet wurden und man sich gemeinsam gegen derartige Aktionen zur Wehr setzt“, so Prof. Dr. Michael Welling, Vorstandsvorsitzender von Rot-Weiss Essen über die Aktion.

Auch für den Spieler selbst eine unangenehme Situation: „Für den Jungen ist es ein Schuss vor den Bug, der zeigt, wie schnell Vertrauen missbraucht werden kann. Er wird hoffentlich daraus lernen und in Zukunft vorsichtiger mit derartigen Informationen umgehen“, erklärte RWE-Trainer Marc Fascher.

 

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