Duisburg: Warnstreik im Sozial- und Erziehungsdienst am Montag

ver.di, die Gewerkschaft der Sozial- und Erziehungsberufe, ruft am Montag, 23. März 2015 in Duisburg und Kleve zu einem ganztägigen Warnstreik auf.
Informationen zum Ablauf

streik-verdiDie Streikenden sammeln sich zur Eintragung in die Streiklisten
im Wasserturm, Paul-Esch-Str. 54, 47053 Duisburg
(Hochfeld)

ab 09:00 Uhr.

 

Die ver.di-Kundgebung beginnt dann
im Wasserturm Duisburg

ab ca. 10:00 Uhr.

 

Betroffene Einrichtungen und Berufsgruppen

 

„ver.di ruft alle Berufsgruppen im Sozial- und Erziehungsdienst zu diesem Warnstreik auf, das sind u.a. Kinderpflegerinnen, Erzieherinnen, Leitungskräfte, Kindheitspädagoginnen, Sozialpädagogen, Sozialarbeiter, Heilpädagogen, Heilerziehungspfleger und einige weitere mehr“, erklärt Thomas Keuer, Geschäftsführer des ver.di Bezirks Duisburg-Niederrhein.

 

Zum Streik aufgerufen sind die kommunalen Einrichtungen mit denen ver.di die Tarifverhandlungen zur Aufwertung der Berufe im Sozial- und Erziehungsdienst führt. Insbesondere sind dies alle sozialen Einrichtungen und alle Kinderbetreuungseinrichtungen der Städte Duisburg und Kleve.

Nicht zum Streik aufgerufen werden Beschäftigte der Wohlfahrtsverbände wie der Arbeiterwohlfahrt (AWO), kirchlicher Träger wie der Caritas oder der Diakonie sowie sämtlicher freier Träger. Für diese Beschäftigten ist der Tarifvertrag im Öffentlichen Dienst zwar die Leitwährung, für sie werden aber im Moment noch keine Aufwertungsverhandlungen geführt.

 

Hinweis für die Eltern

Mit dieser Medieninformation informiert ver.di die Eltern frühzeitig, damit sie sich auf den Streik einstellen können. „Ich empfehle den Eltern direkt in der Einrichtung nachzufragen, ob sie am Freitag offen oder geschlossen ist. Das ist die sicherste und zuverlässigste Informationsquelle“, erklärt Thomas Keuer.

 

Gründe für den Warnstreik

Die fachlichen Anforderungen an die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienstsind in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Die Kinderbetreuungseinrichtungen sind längst keine „Aufbewahrstationen“ mehr. Sie haben einen umfangreichen Auftrag in der frühkindlichen Bildung. Das muss sich endlich auch in der Bezahlung niederschlagen.

Berufe im Sozial- und Erziehungsdienst werden überwiegend noch von Frauen ausgeübt. „Wenn die gleichwertige Bezahlung von Frauen und Männern kein Sonntagsgeschwätz in Talk-Runden bleiben soll, dann muss die Politik jetzt mit der Bezahlung der Arbeiten im Sozial- und Erziehungsdienst anfangen“, so Thomas Keuer.“

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