BUND fordert die Stadt auf, Fällmaßnahmen zurückzustellen, um einen Bürgerentscheid zu ermöglichen

Am Freitag den 13.03. wurde gegen 10:00 Uhr offiziell das Bürgerbegehren „Für den Erhalt der Bäume an der Mercatorstraße und Friedrich-Wilhelm-Straße“ gemäß § 26 der Gemeindeordnung beim Rechtsamt der Stadt Duisburg eingereicht.

Kerstin Ciesla, Vorsitzende des BUND Duisburg führt aus: „Wir hatten bereits bei der öffentlichen Veranstaltung des BUND mit mehr als 50 TeilnehmerInnen am 27.02. ein Bürgerbegehren als eine Möglichkeit angekündigt. Es wurde klar zum Ausdruck gebracht, dass sich auch aus anderen Bezirken Menschen aktiv bei dem Bürgerbegehren einbringen müssen, weil es nun ein stadtweites Bürgerbegehren sein muss. Unterstützung wurde daraufhin aus weiten Teilen von Duisburg zugesagt und aufgrund der Tatsache, dass die Stadt bereits für Montag den 16.03. Fällmaßnahmen beschlossen hatte, sahen wir uns gezwungen das Begehren frühzeitig einzubringen“.

Die Fragestellung des Bürgerentscheids lautet:

Stimmen Sie dafür, dass die 19 Allee-Bäume auf der Mercatorstraße (zwischen Königstraße und Friedrich-Wilhelm-Straße) und 5 Bäume an der Friedrich-Wilhelm-Straße (zwischen Mercatorstraße und Hohe Straße) erhalten werden sollen und damit der Beschluss des Rates der Stadt für die Fällung aufgehoben werden soll und dem Votum des Beirates der Unteren Landschaftsbehörde gefolgt wird?“

Die Initiatoren des Bürgerbegehrens sind: Kerstin Ciesla, Vorsitzende des BUND Duisburg, Dr. Johannes Meßer, Vorsitzender des Beirats der Unteren Landschaftsbehörde, der sich innerhalb des BUND seit mehr als 30 Jahren aktiv für Natur-, Artenschutz- und Landschaftsschutzbelange in Duisburg einsetzt, sowie Jens Schmidt, der Gründer der facebook Gruppe Occupy Mercator, der sich seit Mitte 2013 für den Erhalt der Allee stark macht.

„Wir fordern die Stadt Duisburg unmissverständlich auf, von Ihren vorgezogenen Fällmaßnahmen Abstand zu nehmen und hier keine Fakten durch einen Kahlschlag zu schaffen und damit das Begehren zu umgehen. Stattdessen soll die Stadt den Bürgerinnen und Bürgern dieser Stadt die Möglichkeit einräumen, ein Votum abgeben zu können und direkte Demokratie zu ermöglichen“, teilte Kerstin Ciesla im Namen der anderen Initiatoren des Bürgerbegehrens mit.

Der BUND weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Stadt nachweislich durch mehrere Fragen und Anfragen sowie Äußerungen in der Presse davon wusste, dass ein Bürgerbegehren vorbereitet wird.

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