Rückblick zu den Wurzeln – Was verbindet diese Profis mit dem Ruhrgebiet

Das Ruhrgebiet ohne Fußball? Kaum vorstellbar, denn bereits seit Jahrzehnten spielt der Fußball im Pott eine große Rolle. Gerade in früheren Zeiten nutzten die Bergwerk-Arbeiter die Volkssportart Nummer eins zum Ausgleich, um sich nach Feierabend sportlich zu betätigen, bevor es am nächsten Morgen wieder zur Maloche ging. Am Wochenende ging es oft in die Stadien, ja auch heute noch pilgern die Massen in die Fußballstadien im Pott. Am Montagmorgen gibt es auf der Arbeit nur ein Thema: Wie hat der MSV gespielt? Was haben die Essener wieder gemacht?

Fragen, Diskussionen und Erlebnisse. Das geben die beiden Clubs MSV und RWE immer, insbesondere viele Nerven müssen die Zuschauer sowie Anhänger mitbringen, denn seit einiger Zeit geht es Berg ab bei den echten Ruhrpottclubs. Trotzdem halten die Anhänger den Clubs die Treue und glauben an die Rückkehr der alten Zeiten in Liga eins und zwei. Zeiten, wo keiner weiß, ob es diese nochmals geben wird in den beiden Revierstädten. Es bleibt die Hoffnung und eben ein Blick zurück. Wir haben Ex-Spieler der beiden Clubs unter die Lupe genommen, so stellen wir einige Nachwuchskicker vor, die den Sprung über Duisburg oder Essen in die weite Welt gepackt haben, oder Spieler die im sportlichen Lebenslauf sehr erfolgreich waren und dem Pott noch heute die Treue halten bzw. Duisburg und Essen als Heimat sehen.

XN hat mal einige Persönlichkeiten herausgesucht und mit ihnen gesprochen über die Zeit im Pott, ohne die Bindung nach Duisburg oder Essen zu vernachlässigen.

Diese Profis sind ein paar davon, die über den MSV Duisburg oder Rot Weiss Essen den Sprung in die große Fußballwelt schafften:

Andre Hoffmann (Profi bei Hannover 96): Geboren am 28.02.1993 in Essen und wechselte bereits als kleiner Steppke im Alter von 9 Jahren zum MSV Duisburg. Ganze 11 Jahre verbrachte der Andre Hoffmann Foto THOMAS Rtalentierte Fußballer an der Westender Straße in Duisburg-Meiderich. Über Jahre hat sich „Hoffi“, wie er oft von seinem Umfeld genannt wird beim MSV Duisburg entwickelt, um eben irgendwann den Sprung in die erste Liga zu packen. Da der MSV Duisburg 2013 Opfer der Misswirtschaft einiger Verantwortliche wurde, zog Hoffmann Konsequenzen und nutzte ein Angebot von Hannover 96 zur persönlichen Weiterentwicklung. Mit Erfolg, denn bei Hannover 96 festigte sich „Hoffi“ zunächst als Stammkraft im Kader des Erstligisten bis ihn sein Verletzungspech ein wenig aus der Bahn warf. Aktuell befindet sich der 22 Jährige Blondschopf im Aufbautraining, um wieder in der ersten Liga anzugreifen. Hoffmann ist einer der letzten Spieler aus dem Nachwuchsleistungszentrum des MSV Duisburg, die öffentlich so sehr die Jugendarbeit des MSV in den Fokus gezogen hatte.

Hoffmann gilt als Familienmensch und ist mit dem Ruhrpott sehr verwurzelt, noch heute besucht er regelmäßig seine Familie in Essen, um den Bezug zur Heimat nicht zu verlieren. „Wer einmal im Ruhrpott aufgewachsen ist, der wird sich woanders nur schwer an die Menschen gewöhnen können.“ So Hoffmann.

Die Zeit beim MSV Duisburg „unvergesslich“

„Ich bin über elf Jahre fast jeden Tag von Essen nach Duisburg ins Training gefahren, oft haben mich die Eltern gebracht, mal mit der Bahn oder mit Mitspielern. Die Zeit beim MSV ist nicht zu vergessen. Der Club wird immer in meinem Herzen eine große Rolle spielen, dazu die Menschen.“

Kontakt in die Heimat

„Ich besuche regelmäßig meine Familie in Essen, es ist für mich klar, dass die Bindung zum Pott nie abreißen wird, da ich hier Familie, Freunde etc. habe.“

Lukas Raeder – Champions-League Sieg mit dem FC Bayern München

Lukas Raeder beim PokalspielLukas Reader kickte in der Jugend für den bekannten Club an der Hafenstraße (2007-2010) und für den MSV Duisburg im Nachwuchsbereich (2006-2007), über seine letzte Station in NRW, nämlich dem FC Schalke 04 (2010-2012) packte Raeder den Sprung zum deutschen Rekordmeister, dem FC Bayern München und ging auf Titeljagt als Ersatztorwart hinter Manuel Neuer. Der 194 cm. große „Schnapper“, so wie er von seinem alten Trainer und Förderer Norbert Elgert (U19-Trainer des FC Schalke 04) genannt wird wurde im Ruhrpott ausgebildet, um eine große sowie abenteuerliche Karriere zu starten. Seinen ersten Einsatz in der Bundesliga feierte Raeder gegen Borussia Dortmund am 12.04.2014 der Allianz Arena München, als er in der Halbzeit gebracht wurde. Es folgten weitere Partien gegen Eintracht Braunschweig und im DFB-Pokal hütete der sympathische Schlussmann das Tor gegen den 1. FC Kaiserslautern.

Mit bereits 20 Jahren gewann er Meisterschaft, DFB Pokal und Champions-League in einem Jahr. Im Jugendbereich erreichte er die deutsche U19-Meisterschaft mit dem FC Schalke 04. Heute hütet er das Tor in der portugiesischen Liga.

 

Lukas Raeder im Gespräch – „Im Pott sind die Menschen Fußballverrückt“

Raeder über seine Wurzeln und dem Bezug zur Heimat und dem Ruhrgebiet, wo seine Familie heute noch wohnt:

Lukas RaederDie Tatsache, dass die Menschen sehr ehrlich, locker sind sowie über einen speziellen Humor verfügen ist für mich ein Grund mehr sich mit dem Ruhrpott zu identifizieren. Die Leute im Ruhrgebiet sind sehr viel mit Fußball beschäftigt. Mich fasziniert es, dass die Massen den Weg ins Fußballstadion finden, nicht nur in der ersten Liga, sondern gerade in den unteren Ligen. Besonders habe ich ein Augenmerkt auf meinen Ex-Club RWE gelegt, die Essener brechen ja einen Zuschauerrekord nach dem anderen, sowas ist hier in Portugal undenkbar. Kontakt zu Personen im Ruhrpott pflege ich natürlich weiter, so habe ich zu meinem alten Co-Trainer aus der MSV-Zeit noch viel Kontakt. Aus der Zeit beim FC Schalke 04 pflege ich weiterhin eine intensive Beziehungen zu alten Spielern sowie den Physiotherapeuten. In der Sommerpause trainiere ich mit meinem alten Trainer, den ich in meiner Zeit beim ESC Rellinghausen kennengelernt habe. Abgesehen davon läuft man sich hier und da mal über den Weg und führt Gespräche. Meine Sommerpausen verbringe ich übrigens heute noch sehr oft im Ruhrpott.

 

Im Blickpunkt Ex-Profi Sercan Güvenisik

Viel erlebt im Fußball hat Sercan Güvenisik. Anfang März feierte der 35-Jährige seinen Geburtstag und kam mit den vielen Glückwünschen nicht mehr hinterher. Ein Grund ist sicherlich die Popularität, die Güvenisik sich in 13 Jahren als Fußballprofi aufgebaut hat. 1999 wechselte der damals 19-Jährige vom FC Augsburg (in der Jugend u.a. beim FC Bayern München) zum MSV Duisburg. Mit dem Wechsel zum MSV Duisburg begann für den 175 cm großen Güvenisik eine große Karriere. Die Meidericher waren die erste Profistation für den sympathischen Sportler, wo er u.a. mit dem Weltmeister von 1990 Pierre Littbarski zusammenarbeitete, der damals die „Zebras“ als Coach betreute. Noch heute lebt die Familie von Güvenisik in Duisburg, wo er in seiner Freizeit gerne Familie und Freunde besucht. Zuletzt transferierte er einen Spieler in das 3. Liga-Team der „Zebras“, die Bindung zum MSV ist also auch heute noch gegeben. Insgesamt lief er 316-mal im Profifußball auf. Eine beachtliche Zahl.

Torschützenkönig in Liga 3

In der Spielzeit 2008/2009 schnürte Güvenisik die Fußballschuhe für den SC Paderborn, wo er sich über die komplette Spielzeit den Spitznamen: „Bomber der dritten Liga“ erarbeitete. Mit Recht, denn mit Abschluss der Spielzeit stiegen die Westfalen in die 2. Bundesliga auf und der ehemalige MSV-Profi konnte als erster die Ziellinie in Puncto: Torschützenkönig überqueren und sicherte sich die Trophäe.

Karriereende in den USA

Einen Bezug zu den Vereinigten Staaten hatte der Ex-Profi bereits früh aufgebaut. Mit Freunden ging es des Öfteren zum Urlaub in die Staaten mit dem Willen als selbstständiger Mann dort mal leben zu wollen. Gegen Ende seiner Karriere erfüllte sich der beliebte Stürmer den Wunsch. Als das Angebot des Clubs San Jose Earthquakes kam musste Güvenisik nicht lange überlegen. Nach einer schwerwiegenderen Verletzung war 2012 dann Schluss. Der Deutschtürke musste seine Fußballschuhe an den Nagel hängen. Daraufhin erfolgte ein Gedankenprozess innerhalb von zwei Jahren entschied sich Güvenisik gegen eine Trainerlaufbahn, aber für die Karriere als Spielerberater. Heute ist er Inhaber einer eigenen Agentur mit Sitz in Miami und betreut junge Nachwuchsspieler, um sie bei den ersten Schritten auf großen Fußballwelt beizustehen.

Stationen von Sercan Güvenisik:

 

SJ Earthquakes

Preußen Münster

RW Essen

SC Paderborn

Carl Zeiss Jena

Manisaspor

1.SC Feucht

Denizlispor

MSV Duisburg

FC Augsburg (Jugend)

FC Bayern (Jugend)

 

Sercan Güvenisik im Interview mit der XN-Redaktion – „Duisburg ist sozusagen meine Heimat“

XN: Hallo Sercan, zunächst bedanken wir uns, dass Du dir Zeit für uns nimmst, um ein Interview zu führen!

Sercan Güvenisik: „Kein Problem, gerne!“

XN: Wo befindest Du Dich aktuell?

Sercan Güvenisik traf seinen alten Trainer und Weltmeister LittbarskiSercan Güvenisik: „In Duisburg, ich besuche meine Familie und Freunde.“

XN: Du hast in Deiner aktiven Zeit als Spieler u.a. für die Revier-Clubs Rot Weiss Essen und dem MSV Duisburg das Trikot getragen, verfolgst Du die beiden Clubs noch?

Sercan Güvenisik: „Natürlich schaut man in regelmäßigen Abständen auf die Ex-Vereine, um sich ein Bild von deren Entwicklung zu machen. In meiner beruflichen Funktion habe ich sogar bereits mit dem MSV Duisburg in der aktuellen Saison zusammengearbeitet, denn ich habe einen meiner Spieler, die ich im Rahmen der Agentur betreue zum MSV transferiert.“

XN: Was machst Du aktuell beruflich?

Sercan Güvenisik: „Ich bin Inhaber einer eigenen Agentur. Die Agentur hat sich dem Schwerpunkt gewidmet Leistungssportler zu betreuen und entsprechend an die Vereine zu vermitteln.“

XN: Die Beiden Ex-Clubs von Dir MSV Duisburg und Rot Weiss Essen haben in der Vergangenheit eher weniger sportliche Erfolge feiern können, wie sehr schmerzt Dich das bzw. befasst man sich überhaupt mit der Situation?

Sercan Güvenisik: „Sehr schwer, denn für beide Vereine habe ich ein Herz. Gerade beim MSV Duisburg muss ich betonen, dass die Infrastruktur und das Stadion sicherlich erstklassig sind. Ich drücke beiden Clubs ganz fest die Daumen, dass die Zuschauer und das Umfeld in Kürze wieder mehr jubeln können. Ich hoffe, das Essen eventuell irgendwie noch den Aufstieg in die 3. Liga realisieren kann, während die „Zebras“ um den Aufstieg in die 2. Liga kämpfen werden, hier erhoffe ich mir einen Aufstieg zurück in die 2. Bundesliga, da wo der MSV mit diesen Anhängern und Voraussetzungen mindestens hingehört.“

XN: Mit welchen MSV-Mitspielern aus der damaligen Zeit hat man heute noch so Kontakt?

Sercan Güvenisik: „Dietmar Hirsch, Ralf Keidel, Alexander Bugera oder Carsten „Erle“ Wolters. Das sind alles Persönlichkeiten mit denen ich mich noch regelmäßig austausche, aber auch Pierre Littbarski habe ich vor kurzem auf einer Dienstreise in Wolfsburg getroffen. Mein ehemaliger Trainer und Weltmeister von 1990 hat sich Zeit für einen Austausch mit mir genommen und hat mir Stadion sowie Trainingszentrum gezeigt, dazu gab es ein Kaffee. “

XN: Hast Du während Deiner aktiven Zeit speziell auf die Ernährung geachtet?

Sercan Güvenisik: „Zunächst nicht. Zu meiner aktiven Zeit war auch mal ein Burger oder Pommes drin, ohne großen Verlust der Leistung festzustellen.“

XN: Findest Du, dass sich der Fußball mit Laufe der Zeit sehr viel verändert hat?

Sercan Güvenisik: „Nein, ich denke nur minimal! – Fußball ist eine Sportart auf einem sehr, sehr hohen Niveau, aber ich denke, da werden jetzt nicht mehr viele Vereine ein neues Spielsystem einführen oder ähnliches, sondern man arbeitet mit den vorhandenen Basics und verändert nur Kleinigkeiten.“

XN: Welche Erinnerungen hast Du an die Fans des MSV Duisburg und dem Lokalkonkurrenten Rot Weiss Essen?

Sercan Güvenisik: „Ich kann von beiden Fanlagern bis Dato nur positives berichten. Beide Fankulturen sind mit ihren Clubs sehr identifiziert und man spürt die Unterstützung auch auf dem Rasen. Als aktiver Sportler hat man da auch mal Gänsehaut. Die Fans dieser beiden Clubs sind wichtige Orange des Vereins. Es ist typisch im Ruhrgebiet, dass die Menschen den Fußball auf eine besondere Art lieben.

XN: Welche Bindung hast Du heute noch mit dem Ruhrgebiet und speziell der Stadt Duisburg?

Sercan Güvenisik: „Da ist eine sehr große Bindung vorhanden, denn ein Teil meiner Familie ist hier wohnhaft. Dazu kommen die zahlreichen Freunde. Ich habe vieles aus meinem Privatleben nach Duisburg gelagert, da ich mich hier sehr wohlfühle und die Nähe zu meinem Umfeld beibehalten kann. Die Menschen und die Mentalität im Ruhrgebiet sind etwas Besonderes, sie sind u.a. sehr direkt.“

XN: Viele Jugendspieler, die bereits im Nachwuchs einiges geleistet und erlebt haben, werden früher oder später den Sprung in den bezahlten Fußball doch nicht packen, wie rätst Du einem Nachwuchsspieler seine Weichen aufzustellen?

Sercan Güvenisik: „Zunächst möchte ich betonen, dass die Jugendspieler den Fokus auf die Schule richten sollten, da hier die Grundabsicherung stattfindet und gute Qualifikationen, die erwerbt wurden als Schlüssel für eine erfolgreiche Zukunft gelten.“

XN: Wie sieht Deine Schulbildung aus?

Sercan Güvenisik: „Ich habe die mittlere Reife erworben. Grund war, dass ich mich frühzeitig für den Sport entschieden habe, sonst hätte ich mit der Fachhochschulreife meine schulische Laufbahn abgeschlossen.

XN: Du hast Dich bewusst für eine Tätigkeit als Spielerberater entschieden und nicht als Trainer z.B., gibt es hierfür bestimmte Gründe?

Sercan Güvenisik: „Ja, die gibt es, denn ich wollte nicht zeitlich gebunden sein an einen bestimmten Ort, sondern Flexibilität in meiner Arbeitszeit sowie dem Arbeitsort waren mir wichtig. Außerdem hatte ich in meiner Karriere falsche Leute um meine Person, ich möchte junge Spieler schützen, sie gut beraten und ihnen einen guten Weg zeigen. Mir ist es wichtig meine Erfahrungen weiterzugeben.“

XN: Du hast für die U-Nationalmannschaft der Türkei gespielt, wie war dieses Erlebnis für Dich?

Sercan Güvenisik: „Es ist sicher etwas besondere in einem solchen Spiel aufgelaufen zu sein. Die Spiele mit der Nationalmannschaft vergesse ich nicht so schnell. Es sind herrliche Erfahrungen, die mir keiner nehmen kann und mich in meiner Persönlichkeitsentwicklung gestärkt haben.“

XN: Du hast Deine Karriere jetzt in den USA beendet. Gibt es hierfür bestimmte Grunde, wenn ja, warum ausgerechnet die USA?

Sercan Güvenisik: „Ja, es hat sich so ergeben. Fakt ist, dass ich bereits als kleiner Junge in die USA wollte, um die Welt kennenzulernen. Mit einigen Freunden habe ich in der Zwischenzeit ein USA-Trip durchgeführt und als großer Junge wollte ich den Sprung dorthin mal wagen.“

XN: Würdest Du am Ende des Tages sagen, dass Du mit Deinen 13 Jahren Erfahrung im Profibereich zufrieden sein kannst und mit dem Verlauf Deiner Karriere?

Sercan Güvenisik: „Nein, definitiv nicht, denn ich würde einige Dinge heute anders machen, um mehr aus mir heraus zu holen, denn ich weiß, das auf lange Sicht auch mehr in Liga 1 machbar gewesen wäre, aber ich hatte teilweise falsche Leute um meine Person. Ich bin sehr selbstkritisch, aber es gibt Punkte, die würde ich heute anders machen.“

XN: Du wurdest 2009 Torschützenkönig der zweiten Liga (SC Paderborn), was bedeutet Dir dieser Titel?

Sercan Güvenisik: „Das war natürlich ein unbeschreibliches Gefühl. Wichtig war aber die Leistung der Mannschaft, ohne sie hätte ich erstens nie den Titel, zweitens war der Aufstieg in Liga 2 wichtig.“

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