Kein Kahlschlag der Allee an der Mercatorstraße – Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) lädt zur Informations- und Diskussionsveranstaltung ein

Der BUND Duisburg reagiert enttäuscht und schockiert über die Beratungsergebnisse  der Ausschüsse und der Bezirksvertretung Mitte zum Umbau der Mercatorstraße. Die Gremien hatten am Donnerstag mit Mehrheit von SPD und CDU dem Rat die Kahlschlagplanung vorgeschlagen. „Es sollen kleine Bäumchen dort neu gepflanzt werden, das ist für viele Jahrzehnte kein Ersatz“, sagt Kerstin Ciesla, Vorsitzende der Duisburger Kreisgruppe des Bundes für Umwelt und Naturschutz. „Und wurde vor der Kommunalwahl signalisiert, dass man einen Kompromiss finden könne und es ist unfair, jetzt nach der Wahl doch den Kahlschlag durchzuziehen. So geht man mit dem ehrenamtlichen und außerparlamentarischen Bürgerengagement nicht um“, so Ciesla.

Planungsdezernent Carsten Tum hatte in der Presse behauptet, dass die neuen Bäumchen „schnell wieder eine Allee würden“. Dazu sagt Kerstin Ciesla: „Schnell ist relativ. Herr Tum würde wohl wenig davon selbst erleben. Das würde viele Jahrzehnte dauern. Bis dahin wäre  das Mikroklima zerstört und es wäre im Sommer einfach nur noch ein weiterer heißer Platz in Duisburg.

Der BUND kritisiert die vorgesehene Abholzung für ein Projekt, das gar nicht wirklich existiere und auch nicht so realisiert werden müsse, wie vor langer Zeit mal geplant. „Gute Beispiele sind der Erker an der Seite des geplanten Baus und die Einfahrt zur Tiefgarage. Solche Einzelheiten behindern eine gute Planung für die Mercatorstraße unter Erhaltung der Allee. Es gibt viele Möglichkeiten und die sind noch gar nicht offen diskutiert worden.

Der BUND ist einer der Einlader für die Veranstaltung am Mittwoch, dem 25.02. im Café Museum. Dort wollen sich die aktiven BaumretterInnen treffen und das weitere Vorgehen diskutieren und entscheiden. Alle interessierten Menschen sind herzlichen eingeladen. Dort soll auch besprochen werden, ob die Initiative sich auf eine Unterstützung der Variante B der Verwaltung verständigen könnte, die von SPD und CDU gar nicht in Erwägung gezogen wurde.

Mittwoch, 27. August , 19 Uhr
Café Museum am Kantpark,
Friedrich-Wilhelm-Str. 64 in 47051 Duisburg

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