Eintracht Frankfurt – VfL Wolfsburg – De Bruyne sichert Wölfen Punkt

eintrachtwobFlutlicht-Time in der Commerzbank-Arena Frankfurt hieß es am Dienstagabend, als die Eintracht den Tabellenzweiten und einzigen Bayern-Verfolger aus der Bundesliga empfing. Unterschiedlicher konnten die mentalen Voraussetzungen beider Teams vor der Partie nicht sein, denn die „Wölfe“ besiegten am vergangenen Freitag in der heimischen VW-Arena den deutschen Rekordmeister mit 4:1, während sich die Schaaf-Elf in Freiburg mit 1:4 quasi abschlachten ließ.

Spannend dürfte es also werden, wie sich beide Teams am Dienstag präsentieren würden. Die Frankfurter haben sich jedenfalls etwas Zählbares für das Heimspiel gegen die „Wölfe“ eingeplant.

Positive Nachrichten gab es bereits vor der Partie, denn am Vormittag wurde auf einer spontan einberufenen Pressekonferenz die Vertragsverlängerung von Eintracht-Schlussmann Kevin Trapp bekanntgegeben. Manager Bruno Hübner zeigte sich über die Verlängerung positiv gestimmt. „Wir haben mit Kevin einen wichtigen Baustein für die Zukunft hier am Main halten können, uns ist es wichtig, dass wir wichtige Spieler frühzeitig an unsere Eintracht binden.“ So der ehemalige MSV-Duisburg Manager Hübner zur Vertragsverlängerung von Kevin Trapp.

Mit Sprechchören empfingen die Anhänger in der Kurve ihren Torwart.

Die Partie begann recht verhalten, beide Teams orientierten sich zunächst taktisch, so dass die anwesenden Zuschauer kaum Offensivaktionen sahen.

Die Ränge am Dienstagabend nicht wirklich komplett gefüllt, Grund ist sicherlich auch die Anstoßzeit unter der Woche, so dass ca. nur 350 Wölfe-Anhänger den Weg an den Main in die Bankenmetropole aufnahmen.

Die erste große Chance hatten die Gastgeber mit Alexander Meier in der 28. Spielminute, doch VfL-Keeper Diego Benalgio verhinderte den Führungstreffer der Eintracht mit einer Glanztat.

Zur Halbzeit mussten sich beide Teams mit einem Stand von 0:0 zufrieden geben. Auf der Tribüne war übrigens unter den Gästen der ehemalige Co-Trainer der „Wölfe“ Seppo Eichkorn, der über 10 Jahre als „Co“ von Felix Magath wirkte u.a. auch beim FC Bayern.

In Hälfte zwei ein ähnlich taktisch geprägtes Match, wie in Hälfte eins. Die Eintracht jedoch dominanter. Das Team vom Main nutzte seine Torchancen effektiv, so auch in der 58. Spielminute, als Aigner das 1:0 für die Hessen erzielen konnte.

Das die „Wölfe“ jedoch Qualität im Kader haben ist kein Geheimnis. Gerade in der Schlussphase der Partie schalteten die Wolfsburger nochmals auf den „Turbo-Gang“. Mit der Konsequenz, dass der überragende Kevin de Bruyne in der 88. Spielminute die Vorlage von Marcel Schäfer nutzte und zum 1:1 Ausgleichstreffer einnetzen konnte.

Fakt ist, dass diese kleine Unkonzentriertheit der Eintracht in der Schlussphase nicht hätte sein müssen. Die Wölfe konnten somit gefühlt als Sieger vom Platz gehen, trotzdem waren am Ende des Dienstagsspiels in der englischen Woche die Trainer beider Teams zumindest öffentlich mit dem Punkt zufrieden.

Wölfe-Coach Dieter Hecking lederte nach der Partie allerdings lautstark über Schiedsrichter Günter Perl, mit der Länge oder eben der Kürze der Nachspielzeit war er nicht zufrieden.

pk frankfurt wolfsburgDie Stimmen zum Spiel:

Thomas Schaaf: „Wir müssen mit dem Punkt leben, letztlich wäre aber ein Dreier drin gewesen.“

Dieter Hecking: „Wir haben in der ersten Hälfte verpasst auf die Siegerstraße zu kommen. Ich bin nur wenig enttäuscht über die Situation mit dem Abseitstor das Team war engagiert, aber nicht effektiv genug. Auf die Zusammenarbeit mit Andre freuen wir uns natürlich alle sehr, er ist ein Gewinn für die gesamte Bundesliga, mit seinen Qualitäten kann er viel bewegen.“

Comments are closed.