Bärbel Bas: „Es werden zu viele Lebensmittel weggeworfen“

SPD-Diskussionsveranstaltung zur Lebensmittelverschwendung

 

image5„Es werden zu viele Lebensmittel weggeworfen – Verschwendung von Essen können und dürfen wir uns nicht leisten“, so lautet für Bärbel Bas (SPD) das Fazit der gut besuchten Diskussionsveranstaltung am Mittwochabend (21. Januar 2015) im Kleinen Prinzen. Eingeladen hatte die SPD-Bundestagsfraktion zum Thema „Lebensmittelverschwendung – Nein Danke“. Als Experten waren Bernhard Burdick von der Verbraucherzentrale NRW und die verbraucherpolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Elvira Drobinski-Weiß, zu Gast.

 

Vor und mit über 60 Zuhörern wurde über die Ursachen und Folgen der Verschwendung von Lebensmitteln gesprochen. Bärbel Bas warb dafür, das Thema ernsthaft anzugehen. Hierfür, so Bas, „benötigen wir belastbare Zahlen – und zwar vom Produzenten bis hin zum Verbraucher. „Auf dieser Grundlage“, so Bas, „kann man seriös über konkrete Ziele sprechen. Außerdem müssen wir uns überlegen, wie das Mindesthaltbarkeitsdatum künftig aussehen soll.“

 

Ähnlich forderte auch Elvira Drobinski-Weiß, dass „wir klare Ziele für alle Akteure brauchen, um die Verschwendung von Lebensmitteln zu verringern.“ Sie forderte von allen Akteuren entlang der Wertschöpfungskette, dass „die Maßnahmen konkreter werden müssen.“ Hier seien Gesellschaft, Politik und die Wirtschaft gefragt: „Wir brauchen keine freiwilligen Selbstverpflichtungen sondern konkrete Vereinbarungen mit der Wirtschaft. Auch der Verbraucher steht in der Pflicht, sich zu überlegen, was er oder sie beitragen kann“. Drobinski-Weiß stellte zudem die Strategie der SPD-Bundestagsfraktion vor, wie Nahrungsmittel besser und effizienter produziert und zum Verbraucher kommen können.

 

image6Unterstützung erhielten die Forderungen der SPD-Bundestagsfraktion von Bernhard Burdick: „Ich kann die Inhalte ihres Antrags komplett unterschreiben.“ Die Verbraucherzentralen kritisieren, dass bisher in den Kampagnen die Verbraucher zu sehr im Mittelpunkt standen. Hier sind aber alle Akteure gefragt, auch Erzeuger und Handel oder etwa die Gastronomie.“ Burdick schloss mit der Forderung: „Wir brauchen für jeden Akteur ein konkretes Minderungsziel“.

 

Einen praktischen Rat gab Drobinski-Weiß den Gästen noch mit nach Hause: „Kaufen Sie mehr regionale Produkte und nicht immer gleich XXL-Packungen. Von deren Inhalt wandert meist ein guter Teil in den Müll.“

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