Arbeitsagentur Duisburg: „Fachkräfte sichern“

Neue Impulse für den Arbeitsmarkt: Heute (15.12.) unterzeichnen die Hochschulen, Kammern, JobCenter und Arbeitsagenturen von Essen, Oberhausen, Mülheim/Ruhr und Duisburg eine Kooperationsvereinbarung. Ziel ist, die Studierenden, die sich neu orientieren wollen, für eine betriebliche Berufsausbildung zu gewinnen. Auf diese Weise soll den Unternehmen qualifiziertes Potential für den Fachkräfte-Nachwuchs erschlossen werden.
Kooperationspartner sind die Universität Duisburg-Essen (UDE), die Hochschule Ruhr West sowie die für Essen, Mülheim/Ruhr, Oberhausen und Duisburg zuständigen Industrie- und Handelskammern (IHK), Kreishandwerkerschaften, JobCenter sowie Arbeitsagenturen.
„Mit der Kooperationsvereinbarung bündeln wir die Kräfte wichtiger Akteure am Arbeitsmarkt“, so Ulrich Käser, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Duisburg. „Wir zeigen zudem, dass auch die betriebliche Berufsausbildung einen hohen Stellenwert besitzt und Studienaussteigern neue Perspektiven ermöglicht.“
UDE-Rektor Prof. Dr. Radtke: „Wenn das Studium in der Lebensplanung nicht mehr im Mittelpunkt steht, ist es sinnvoll, auf der Basis der bereits erworbenen Kenntnisse und Kompetenzen beruflich umzusatteln. Das neue Netzwerk kann dazu einen guten Beitrag leisten, von dem alle profitieren.“
Dr. Stefan Dietzfelbinger, Hauptgeschäftsführer der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer Duisburg-WeselKleve: „Die hohe Studienabbrecherquote zeigt: Viele Studierende erkennen, dass das Studium nicht ihren Erwartungen entspricht, sei es durch falsche Fächerwahl, fehlendes Geld oder den Wunsch nach mehr Praxis. Ein Wechsel in eine Berufsausbildung eröffnet den Studienzweiflern hervorragende Perspektiven. Die IHKs helfen, einen passenden Beruf auszuwählen und einen Ausbildungsplatz zu finden.“
Dr. Frank Bruxmeier, Kreishandwerkerschaft Duisburg: „Die Karrieremöglichkeiten sind im Handwerk exzellent. Wer also eine berufliche Herausforderung und gleichzeitig eine sichere Perspektive sucht, ist bei unseren Innungsfachbetrieben sehr gut ausgehoben.“
Alle beteiligten Akteure werden im Rahmen dieser Kooperation Personal und Fachkompetenzen in die gemeinsame Aufgabe einbringen und die Aktivitäten eng miteinander verzahnen. Kooperationsfelder sind dabei vorrangig die Information, die präventive berufliche Orientierung, die Ausbildungsplatzakquise und die Ausbildungsvermittlung.
 
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