Duisburger GRÜNE und LINKE: „Gehaltserhöhung wäre unangemessen“

Gemeinsame Presseerklärung LINKE und GRÜNE Duisburg zur Vertragsverlängerung des Vorstandsvorsitzenden Wittig (DVV)

Wie aus der Presse zu entnehmen war, soll der Vertrag des Vorstandsvorsitzenden der DVV-Holding, Marcus Wittig, vorzeitig um fünf Jahre verlängert werden. Diese Vertragsverlängerung soll von der nächsten Aufsichtsratssitzung Mitte Dezember beschlossen werden. Eine entsprechende Information oder Beschlussvorlage lag dem Rat der Stadt Duisburg allerdings am 24.11.14 nicht vor.
Bereits während der Haushaltsdebatte im Rat haben die Fraktionen von Bündnis 90/Die Grünen und der LINKEn eine grundsätzliche Reform des Konzerns Stadt Duisburg gefordert. Aus diesem aktuellen Anlass haben sich die Parteivorstände von LINKEn und GRÜNEN über eine gemeinsame Position verständigt.
„Wir fordern eine Reorganisation und Neustrukturierung des Konzerns Stadt Duisburg“,führte Matthias Schneider, Kreisvorstandssprecher der GRÜNEN Duisburg aus. „Ziel ist die Verbesserung der finanziellen Situation unserer Stadt und ihrer Unternehmen. Einzelne Personalentscheidungen müssen auf diesem Hintergrund betrachtet werden, so auch die geplante vorgezogene Vertragsverlängerung von Herrn Wittig.“
Unklar blieb bisher, ob die Bezüge des Vorstandsvorsitzenden Wittig mit der Vertragsverlängerung erneut angehoben werden sollen. Zuletzt stiegen diese in 2013 um 15 %.
Dazu erklärt Lukas Hirtz, Kreissprecher der LINKEn Duisburg: „Vor dem Hintergrund der finanziellen Situation der Stadt Duisburg und der DVV-Holding muss das Gehalt des Vorstandsvorsitzenden an die reellen Bedingungen angepasst werden. Duisburg und viele andere Kommunen sehen sich enormen Belastungen ausgesetzt, die die Bürgerinnen und Bürger in immer steigendem Ausmaße zu spüren bekommen. Während die Konzernergebnisse sinken, steigen die Energiepreise für Kunden und Risiken für Konzern und Stadt. Vor diesem Hintergrund sind Vorstandsbezüge städtischer Tochterunternehmen in Höhe von 381.500 Euro (Bezüge Marcus Wittig 2013) weder angemessen, noch den Menschen in Duisburg zu vermitteln.“
„Die Managergehälter der städtischen Unternehmen dürfen nicht nur in Relation zur Höhe der Verantwortung und der Zahl der Mitarbeiter gesehen werden! Vielmehr müssen diese der finanziellen Situation der Stadt und ihrer Unternehmen entsprechen. Wir erwarten von den Führungskräften des Konzerns Stadt Duisburg einen deutlichen Konsolidierungsbeitrag“, so der GRÜNE Matthias Schneider.
Hirtz ergänzt: „Im Einklang mit dem Antrag der Linksfraktion im Rat der Stadt sollten nach und nach Managergehälter bei Neuverträgen gesenkt werden und eine Höhe von 300.000 Euro unter gar keinen Umständen überschreiten. Desweiteren muss dafür gesorgt werden, dass Vertragsentscheidungen nicht am Rat der Stadt Duisburg vorbei getroffen werden, sondern hier ein transparentes Verfahren entwickelt wird.“

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