Eine Katze als Haustier: Tipps zur Anschaffung und Pflege

In der Vorweihnachtszeit spielen viele Menschen mit dem Gedanken, ein Katzenbaby zu verschenken. Doch auch wenn es den Anschein hat, dass die Versorgung von Kitten ein geringeres Arbeitspotenzial aufweist als Welpen, fehlt es beim Verschenken oft an Empathie und den Beschenkten selbst an Vorbereitungszeit und Erfahrung. Jene Faktoren, die letztlich den Halter betreffen, sollten vor der Anschaffung einer Katze jedoch intensiv berücksichtigt werden.

© istock.com/1001slide

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Laut der Stiftung „Vier Pfoten“ werden jedes Jahr etwa 500.000 Haustiere in den Tierheimen und Zoofachgeschäften wieder abgeben. Insbesondere nach den Festtagen ist die Anfrage überforderter Besitzer groß, weshalb einige Institutionen wie das Tierheim Dortmund einen Vermittlungsstopp zwischen dem 15. Dezember und Neujahr eingerichtet haben. Und auch das Tierschutzzentrum Duisburg sucht stetig Besitzer für abgegebene Katzen, weshalb der Anschaffung eines Haustieres ein intensiver Entscheidungs- und Vorbereitungsprozess vorausgehen sollte.

Der Entscheidungsprozess ist eine Familienangelegenheit

Wer sich für Kitten interessiert und keine Erfahrung im Umgang mit den Vierbeinern hat, sollte sich im Vorfeld ausgiebig in einem Ratgeber zum Thema gesunde Katzenernährung, Rassen und Pflegemaßnahmen informieren, der einen ersten Überblick über die anstehende Aufgabe verschafft. Darüber hinaus ist es sinnvoll, mit bekannten oder befreundeten Katzenbesitzern zu sprechen und sich den Umgang mit den Tieren live anzuschauen. Als letzte, wichtige Instanz sollte die Entscheidung mit der Familie abgesprochen und die anstehenden Veränderungen im Haushalt und Zusammenleben angedeutet werden – denn die Lebensdauer einer Katze beträgt bis zu 16 Jahre.

Den Haushalt artgerecht umfunktionieren

Auch wenn keine Spaziergänge erforderlich und Katzen unabhängiger sind als Hunde, benötigen sie ebenso viel Zuwendung und artgerechte Haltungsmaßnahmen. Für Tiere mit wenig oder keinem Auslauf zählen dazu vor allem ausreichend Klettermöglichkeiten mit speziellen Bäumen und Parcours, um den natürlichen Spieltrieb zu erhalten und gleichzeitig Möbelschäden vorzubeugen. Zugleich sollten Besitzer in spe für artgerechte Rückzugsmöglichkeiten sorgen: Katzen bevorzugen aufgrund ihres ausgeprägten Jagd- und Schutzinstinktes hoch gelegene Schlafplätze und enge Nischen. Im Gegensatz zu Welpen, deren Krallen vor allen in den ersten Lebensmonaten aufgrund des fehlenden Auslaufes vom Arzt gestutzt werden müssen, wetzen Katzen ihre Klauen von Beginn an selbst. Soll der Vierbeiner an das Leben im Haus gewöhnt werden, benötigt man daher Kratzbäume und -bretter, die man an mehr als einem Ort aufstellt. Vorzugweise sind

© istock.com/Rouzes

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die Bretter mit Materialien verschiedener Strukturen zu bestücken, um für eine gleichmäßige Abnutzung der Krallen zu sorgen.

Pflegetipps

Um das Wohlbefinden der neu erworbenen Katze zu garantieren, sollte das Leben innerhalb des Eigenheims so komfortabel wie möglich gestaltet werden. Dafür ist es auch nötig, spezielle Sicherheitsvorkehrungen zu treffen: Gekippte Fernster beispielsweise sind eine Gefahrenquelle, da die Kitten schnell hängen bleiben können. Auch giftige Substanzen und Kleinteile, die sich in potenzieller Reichweite befinden, sollten weggestellt werden. Neben der Sicherheit ist die richtige Pflege das A und O: Generell benötigt eine Katze keine so ausgiebige Behandlung wie ein Hund, da sie von Natur aus sehr reinlich ist. Dennoch sollte man regelmäßig Zecken entfernen und nach Auffälligkeiten am Fell oder an den Zähnen schauen.

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