Eintracht Frankfurt – Borussia Dortmund – Der BVB am Tiefpunkt

Eintracht - DortmundNa, wer hätte das denn gedacht? Borussia Dortmund stand vor der Partie auf dem letzten Platz der Fußball-Bundesliga. Das Team von Chef-Trainer Jürgen Klopp reiste heute nach Frankfurt, wo man auf einen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf traf. Fakt ist, dass sich die Gäste aus Dortmund die laufende Spielzeit sicherlich anders vorgestellt haben. Elf Punkte aus 12 Spieltagen ist nicht die Punktausbeute, die sich die Verantwortlichen und Fans der Borussen als Ziel gesetzt hatten. In Frankfurt sollte alles besser werden. Das Team von Jürgen Klopp nahm sich einen „Dreier“ vor.

Gegen das Vorhaben der Borussen hatte das Team von Eintracht-Coach Thomas Schaaf allerdings „Widerspruch“ eingelegt, denn auch die Eintracht hat sich in der heimischen Arena vor einer tollen Kulisse einen „Dreier“ zum Ziel gesetzt. Die Frankfurter wollten jedoch von Beginn an ordentlichen Druck ausüben.

Das Vorhaben gelang den Gastgebern auch, denn der Eintracht-Express fing früh an zu rollen. Bereits in der fünften Spielminute konnte Eintracht-Stürmer Alex Meier nach einem Solo-Lauf über die rechte Außenbahn zum 1:0 Führungstreffer einnetzen. Ein Treffer, der auf den Rängen alle „Dämme“ brechen ließ. Der Jubel bei den Eintracht-Fans war groß. Kein Wunder! Denn mit einem Sieg gegen die Borussen könnte die Eintracht sich ein wenig aus dem Abstiegskampf distanzieren.

Nach dem frühen Führungstreffer übten die Frankfurter weiterhin ordentlich Druck aus. Während die Gäste aus dem Ruhrpott eher auf Defensiv schalteten und auf Konter-Möglichkeiten lauerten.

Mitte der ersten Hälfte zogen die Gäste aus Dortmund jedoch mächtig auf Offensiv-Gang. Des Öfteren musste Eintracht-Schlussmann Felix Wiedwald u.a. ausgebildet von MSV-Torwarttrainer Sven Beuckert und Ex-Nationalkeeper Oliver Reck, die Gastgeber vor einem Ausgleichstreffer der Borussen bewahren.

Die anwesenden Zuschauer in der Commerzbankarena sahen eine richtig attraktive Bundesligapartie beider Teams.

Starker Wiedwald hält die „Null“

Schiedsrichter Peter Gagelmann und sein Gespann hatten die Partie fest im Griff. Um Punkt 18:16 Uhr Pfiff Schiedsrichter Gagelmann zur Halbzeit. Die Eintracht ging verdient mit einer 1:0 Führung in den Kabinentrakt. Der BVB hatte viele Chancen zum 1:1, aber Wiedwald, Schlussmann der Gastgeber hatte seine Top-Form abgerufen.

In Hälfte zwei sahen die Zuschauen ebenfalls eine sehr attraktive Bundesligapartie. Beide Teams mit dem schnellen Ball, vielen Chancen und einer hohen Passqualität.

Gegen Ende der Partie drehten die Frankfurter nochmals richtig auf. Belohnt wurde das Engagement in der 78. Spielminute als Haris Seferovic den 2:0 Führungstreffer und gleichzeitig die Entscheidung markieren konnte. Kurz darauf gab es nochmals eine „Dicke“ Chance für den BVB zum Ausgleichstreffer. Der eingewechselte Ilkay Gündogan mit einem Freistoß aus rund 22 Metern, doch erneut konnte der starke Felix Wiedwald klären.

Ein Kompliment muss man beiden Fanlagern aussprechen, denn die Zuschauer in der Commerzbank-Arena sorgten für eine sehr herrliche Kulisse. Positiv, trotz der Niederlage und der ernsten Situation halten in Dortmund Fans und Mannschaft zusammen.

Mit der Niederlage in Frankfurt muss der BVB nun auf Platz 18 der Tabelle bis zum nächsten Spieltag übernachten und in Dortmund fehlt momentan einfach der Quäntchen Glück vor Gegners Kasten. Die Borussia präsentiert sich aber alles andere als ein Abstiegskandidat. Es wird dennoch ernst in Dortmund, denn 11 Punkte aus 13 Spielen sind einfach zu wenig und der BVB kann im weiteren Verlauf der Saison mächtig unter Druck geraten. Fakt ist, dass das Ziel der Borussen nun der Klassenerhalt sein wird. Aussprechen will das jedoch noch keiner der Aktiven so wirklich.

plFür die Eintracht hat der „Dreier“ vor heimischen Publikum eine enorme Bedeutung, denn mit 18 Punkten hat man so gut wie die halbe Miete in Puncto Klassenerhalt erreichen können. Die Eintracht schnappt sich also ein wenig Luft, bevor am kommenden Sonntag 07.03.2014 erneut ein direkter Konkurrent zu Gast am Main ist. Werder Bremen reist nach Frankfurt. Anstoß ist ebenfalls um 17:30 Uhr. Für Thomas Schaaf wird es eine sehr emotionale Partie, denn 16 Jahre lang war er der „Chef“ an der Weser. Die Gästefans werden ihren alten Coach sicherlich mit viel Applaus empfangen.

Für Dortmund dagegen geht es weiter mit einem Heimspiel am kommenden Freitag 20:30 Uhr. Zu Gast im Signal-Iduna Park wird die TSG Hoffenheim sein.

Die Stimmen zum Spiel:

Jürgen Klopp: „Wir haben uns viel vorgenommen, sind sehr motiviert in die Partie. Wir haben früh einen Nackenschlag erhalten und haben es einfach nicht geschafft unsere Torchancen zu nutzen. Nun sind wir in einer ernsten Situation. Ich stelle mich der Verantwortung mit dem Trainerteam. Ich kann den Unmut der Fans auch nachvollziehen.“

Thomas Schaaf: „Wir haben heute vieles von dem umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Einen wichtigen Dreier eingefahren und können von einem gelungenen Sonntag sprechen.“

 

 

 

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