Duisburg: Bund gibt mehr Geld für Migrationsberatung

Zu den Ergebnissen der Bereinigungssitzung des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestages erklären die Duisburger SPD-Bundestagsabgeordneten Bärbel Bas und Mahmut Özdemir:

Bärbel Bas - Foto Thomas Rodenbücher

Bärbel Bas – Foto Thomas Rodenbücher

„Im Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat die SPD-Bundestagsfraktion durchgesetzt, dass 2015 die Mittel für die Migrationsberatung für Erwachsene (MBE) um ein Drittel erhöht werden. Statt 26 Mio. Euro, wie vom Bundesinnenminister vorgesehen, sollen in den Bundeshaushalt 2015 rund 34 Mio. Euro eingestellt werden. Auch die Mittel für die Jugendmigrationsdienste werden um 1 Mio. Euro erhöht. Der Bundeshaushalt 2015 wird Ende November vom Bundestag verabschiedet.

Für Duisburg ist das eine gute Nachricht. Die Migrationsberatung leistet einen wichtigen Beitrag zur Integration von Zuwanderern in Gesellschaft und Arbeitsmarkt. In Duisburg ist etwa die Arbeiterwohlfahrt mit „pro Hochfeld“ Träger der Migrationsberatung.

Bärbel Bas war selbst im September bei „ProHochfeld“ und hat sich die Arbeit der Beraterinnen und Berater angesehen. Sie leisten Enormes: Neben der Beratung von Familiennachzüglern hat in den vergangenen Jahren die Beratung von Zuwanderern aus Südost-Europa massiv zugenommen. 2005 kamen auf eine Beraterin oder einen Berater rund 60 Beratungsfälle, geht es heute auf 300 Fälle pro Beraterin und Berater zu. Allein im ersten Halbjahr 2014 hat die AWO in Duisburg 2800 Menschen beraten. Mit dem zusätzlichen Geld sollen die Beratungsteams entlastet und die Qualität der Beratung erhalten werden

Über die Vorschläge von Bundesminister Thomas de Maizière (CDU) hinaus hat der Haushaltsausschuss zudem beschlossen, 300 weitere Stellen beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge zu schaffen. Mahmut Özdemir erwartet dadurch eine zügigere Bearbeitung von Asylanträgen. Das unterstützt auch die Abwicklung der Anträge durch die Stadtverwaltung in Duisburg.“

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