Rainer Bischoff: Inklusion auch für den Duisburger Sport gewaltige Aufgabe

Das Land NRW wird die Vereine in Duisburg verstärkt bei der Umsetzung des Anspruchs behinderter DuisburgerInnen unterstützen, gemeinsam Sport mit Menschen ohne Behinderung treiben zu können. Dies erklärt der heimische SPD-Landtagsabgeordnete Rainer Bischoff nach der Verabschiedung eines entsprechenden Antrags im Düsseldorfer Landtag.

 

„Unsere Duisburger Vereine“ so Rainer Bischoff „stehen vor einer großen Herausforderung. Das Thema Inklusion ist nicht nur in der Schule, sondern auch im Sport höchst brisant und bedeutend. Nach neuer Rechtslage hat jede/ jeder das Recht, sich in Angebote und Wettkämpfe des Sports einzuklagen und seine Teilnahme zu erzwingen. Dies betrifft Spitzen- wie Breitensport. Hierauf müssen sich unsere Vereine –meist ehrenamtlich geführt und ohne spezielle Kenntnisse über die Fähigkeiten und Belastungsmöglichkeiten behinderter Menschen- nun recht schnell einstellen. Dies ist eine gewaltige Aufgabe und Herausforderung“.

 

Der nun im Düsseldorfer Parlament verabschiedete Antrag verpflichtet die Landesregierung, den Vereinen verstärkt Hilfestellung zu leisten. So werden nun Kriterien für eine inklusive Sportstätteninfrastruktur entwickelt, vom Land beim Bau von Sportstätten nur solche mit optimaler Barrierefreiheit gefördert, Informationen über die bestehenden und sich entwickelnden inklusiven Sport- und Bewegungsangebote an die Sportverbände geleitet, die Angebote für verschiedene Behinderungsarten mit Signets versehen, der Aufbau kommunaler Netzwerke angeregt und – vor allem – die Aus- und Weiterbildung von Trainer- und BetreuerInnen im Bereich Inklusion deutlich verbessert.

 

„Diese Schritte“, so Rainer Bischoff, „werden nun Punkt für Punkt bei unseren Duisburger Vereinen ankommen. Die Veränderungen werden langwierig und manchmal sicher mühsam. Daher mein Appell an unsere Vereine vor Ort: Unterstützen Sie/Unterstützt den wichtigen und notwendigen Prozess für eine bessere Beteiligung benachteiligter Menschen. Verbessern wir auch vor Ort die Zusammenarbeit und den Austausch der Vereine mit dem Behindertensport.“

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