Duisburger Verein für Experimentelles Wohnen: Gegendarstellung und Aufruf zur Kundgebung

„hiermit bemühen wir uns, der Verein Experimentelles Wohnen e.V. (Wagenburg neben dem Tempoli Abenteuerspielplatz), Missverständnisse auszuräumen. Der Jugendhilfeausschuss, der Betriebsausschuss für das Immobilien Management

Duisburg und die Bezirksvertretung Homberg/Ruhrort/Baerl kündigten den Bauwagenbewohnern aufgrund einer Beschlussvorlage. Sieben von acht der Kündigungsgründe in dieser Beschlussvorlage stammten von Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter des Abenteuerspielplatzes Tempoli. Auf diese Argumentationsstruktur möchten wir nun näher eingehen. Der Bauwagenplatz in Homberg besteht nun seit 19 Jahren. Zur Zeit wohnen hier zehn Menschen, überwiegend Auszubildende und Studenten, sowie Handwerker und Künstler.

Wir zeigen uns erstaunt wegen der angeblichen Konflikte mit Kindern des Abenteuerspielplatzes. Zum einen lässt die Grundstücksaufteilung keinen Kontakt zu.Zum anderen befindet sich der Zugang zu Tempoli an der Ehrenstraße, während der
Eingang zu unserem Platz an der Südstraße liegt. Somit gibt es keine Begegnungsmöglichkeit. Des weiteren waren wir überrascht über angeblich bestehende Konflikte mit Mitarbeitern und Mitarbeiterrinnen von Tempoli. Der bisherige Umgangston empfanden wir als kollegial und höflich. Wir möchten außerdem erwähnen, das die 2008 auf dem Wagenplatz gegründete Marchingband regelmäßig bei Tempolifesten, zum Beispiel „Rund ums Feuer“ unentgeltlich auftritt.

Auch weisen wir darauf hin, dass bei der Begehung des Geländes im Jahre 2012 durch Mitarbeiter der Stadt nichts zu beanstanden war. Natürlich schließt das eine vorhandene Toilette ein. Die hygienischen Standards werden eingehalten. So trennen wir den Müll und es sind Mülltonnen in ausreichender Anzahl vorhanden.
Sondermüll gibt es auf dem Gelände nicht. Das betrifft natürlich auch entsorgungspflichtige Geräte. Es ist uns wichtig klarzustellen, dass wir keinerlei Gegenstände über den Zaun des Abenteuerspielplatzes werfen, auch keine leere Flaschen. Diese und ähnliche Anschuldigungen sind haltlos. Wir behandeln die natürlichen Ressourcen schonend und pfleglich. Machen Sie sich selbst ein Bild und kommen Sie uns besuchen. Sie sind herzlich eingeladen.

Am Montag 3.11.2014 starten wir eine Kundgebung am Duisburger Rathaus. Um 18 Uhr ziehen wir durch die Königsstraße zum Hauptbahnhof, wo eine Abschlusskundgebung stattfindet.Am Donnerstag 6.11.2014 gibt es um 15 Uhr eine weiter Kundgebung am Rathaus. Um 18 Uhr laufen wir nach Hochfeld zum Syntopia, um uns mit der anderen Freiraumbewegung aus Duisburg zu solidarisieren.“

 

 

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