SV Sandhausen – FC Erzgebirge Aue – Remis im „Kellerduell“

In Sandhausen tut man bereits jetzt alles für den Klassenerhalt. Die Zuschauer haben den Ernst der Lage erkannt.

In Sandhausen tut man bereits jetzt alles für den Klassenerhalt. Die Zuschauer haben den Ernst der Lage erkannt.

Der SV Sandhausen empfing am Sonntagnachmittag bei herrlichen Rahmenbedingungen den Tabellennachbarn FC Erzgebirge Aue zum „Kellerduell“ der 2. Bundesliga. Für beide Teams geht es um die Existenz in Liga 2. Beide Vereine kämpfen seit Jahren mit sehr bescheidenen Mitteln im Profifußball um ein vorankommen.

Aus dem Grund ist die Konstellation der heutigen Partie eine interessante. Beim SV Sandhausen lief es in den letzten Wochen nicht wirklich planmäßig. Chef-Trainer Alois Schwartz kommunizierte vor dem Duell gegenüber den Medien: „Wir wollen den Bock umstoßen und zurück in die Erfolgsspur, es muss was zählbares her.“ Bei den Gästen aus Aue dagegen hat sich die Stimmung nach dem Trainerwechsel stabilisiert. Das Team signalisierte in den letzten Wochen, dass die Qualität für Liga zwei ausreicht.

Die Partie begann recht verhalten. Beide Teams tasteten sich zunächst vorsichtig. Unter den Gästen im Hardtwaldstadion war auch der ehemalige Aue-Kicker Ronny König. Der wuchtige Kicker ließ es sich nicht nehmen seine alten Kollegen zu besuchen. Höflich begrüßte er die Mitarbeiter aus der Presseabteilung und dem Betreuerstab. Für König geht es am Montag im „Spitzenspiel“ gegen den FC Nürnberg um Punkte. Aktuell kickt er bei den „Lilien“ in Darmstadt.

Die erste nennenswerte Torchance der Partie gab es erst nach rund 20 gespielten Minuten, als Schiedsrichter Daniel Siebert nach einem Foulspiel der Gäste auf Freistoß zu Gunsten der Gastgeber entschied. Andrew Wooten war es der es aus rund 25 Metern versuchte. Aue-Keeper Martin Männel konnte diesen aber ohne große Probleme abwehren. Männel ist übrigens der kleinste Keeper im Profifußball und seit Jahren konstant bei seinen Leistungen.
Männel verhinderte auch in der 50. Spielminute den Führungstreffer der Gastgeber. Kurze Zeit später wurde die Nachlässigkeit des SVS bestraft. Romario Kortzorg war es der in der 59. Spielminute für die Gäste zum 0:1 traf.

Der SVS signalisierte keine große „Trauer“, sondern eine „Jetzt erst Recht“ Mentalität.

Hübner mit dem Ausgleich

Belohnt wurde das Engagement der Gastgeber in der 64. Spielminute als Florian Hübner (Sohn von Eintracht-Sportchef Bruno Hübner) den 1:1 Ausgleichstreffer markieren konnte.

Beide Teams mussten sich nach Abpfiff mit der Punkteteilung zufrieden geben.

Stimmen:

Florian Hübner: „Nach drei Niederlagen in Folge kann man mit dem Punkt heute gegen Aue leben, aber es wäre mehr drin gewesen. Wir müssen in Karlsruhe nachlegen.“

Chef-Trainer Schwartz: „Ich bin mit dem Auftritt meiner Jungs zufrieden. Wir haben das Spiel weitgehend dominiert und es wären heute sogar drei Punkte drin gewesen. Wir werden weiter arbeiten.“

Zuschauer: 4066

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