Stadtsportbund Duisburg gegen Sparmaßnahmen im Sport

Mit großer Sorge hat der Stadtsportbund Duisburg die neuerlichen Sparvorschläge der Verwaltung zur Kenntnis genommen und hofft dabei im Schulterschluss mit den politischen Parteien, die unisono die große Bedeutung des Sports in dieser Stadt noch vor der Kommunalwahl bekräftigt haben, großen Schaden vom Sport in Duisburg abwenden zu können.
Aber nicht allein das führt der Stadtsportbund Duisburg an, um sich klar gegen die Sparvorschläge zu positionieren. „Wir haben im vergangenen Jahr zusammen mit dem Oberbürgermeister, dem Stadtdirektor und den großen politischen Parteien den Pakt für den Sport in Duisburg abgeschlossen“ so der Vorsitzende Franz Hering. „Darin wird klar und deutlich zum Ausdruck gebracht, dass die Finanzen bis 2021 mindestens auf dem Niveau von 2013 verbleiben sollen.“ So setzt Franz Hering genau auf diesen Pakt für den Sport, um sich klar gegen die Sparmaßnahmen auszusprechen.
Die neuerliche Sparliste im Sport sieht in erster Linie wieder Einsparungen im Bereich der Bäder vor. Die Schließungen des Freibades in Homberg, der Hallenbäder Großenbaum, Wanheim und Neuenkamp sieht dabei der Geschäftsführer Uwe Busch als konterkariert zu den Initiativen, dass möglichst alle Kinder nach Beendigung der Grundschulzeit schwimmen können. „Wo sollen die Kinder noch Schwimmen gehen und es erlernen, wenn keine adäquaten Bäder mehr zur Verfügung stehen?“
Auch den neuerlichen Ideen der Verwaltung, Kürzungen bei den Veranstaltungs-zuschüssen vorzunehmen und die Hallennutzungsgebühren jährlich um 2% zu erhöhen teilt der Stadtsportbund Duisburg eine klare Absage. „Die Stadt Duisburg als sog. Sportstadt muss sich weiter klar als Veranstaltungsstandort national und international herausragender Veranstaltungen, wie den Rhein-Ruhr-Marathon und den Internationalen Kanu- oder Ruderregatten, bekennen. „Bei den Hallennutzungsgebühren haben wir erst in 2012 einvernehmlich einer Erhöhung zugestimmt. Dass jetzt erneut die Gebühren erhöht werden sollen, werten wir als Affront gegenüber den Sparbemühungen der Vereine und die vielen ehrenamtlichen Helfern.“, so Franz Hering.
Überhaupt hat der Sport in der Vergangenheit immer konstruktiv an Sparmaßnahmen in der Stadt mitgearbeitet und sein Soll erfüllt. Es wurde sogar erreicht, dass der Eigenbetrieb DuisburgSport einen ausgeglichenen Wirtschaftsplan vorgelegt hat. Der Stadtsportbund Duisburg wird dies auch in den anstehenden Gesprächen mit Politik und Verwaltung betonen. Dabei wird auch der Vorschlag der Verwaltung zur Sprache kommen, den Investitionshaushalt um 50% auf 300.000 € zu senken. Auch dies lehnt der Stadtsportbund Duisburg komplett ab, da dadurch die ohnehin schon marode Sportinfrastruktur weiter zerstört wird. „Mit 300.000 € im Jahr bekommt man gerade mal noch einen Tennenplatz saniert.“ so Uwe Busch.

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