Sommer am U: Immer donnerstags und samstags umsonst und draußen

TheSilverettes_Presse_v6Ab dem 06. Juni gibt es einen neuen Aufenthaltsort am Dortmunder U. Die Leonie-Reygers-Terrasse wird von Juni bis September zum entspannten Austragungsort von kleinen Konzerten, Poetry Slams, Lesungen, Talks, DJ-Abenden, Designmärkten und vielem mehr. Um ein vielfältiges Programm aufzustellen hat das Dortmunder U zusammen mit Heimatdesign passende Partner (REKORDER, DIGITALE KÜNSTE e.V., DEW21, EKAMINA) gewonnen, um diese Idee mit zu entwickeln. Zusammen mit den beiden Gestalterinnen von PRINZTRÄGER aus Bochum wurde eine temporäre Aufenthaltsoase mit Bühne und Bar und Schrebergartenathmospäre geschaffen. Somit sind die Weichen gestellt für einen entspannten Ort jenseits des städtischen Trubels und im schattenspendenden Bereich des Dortmunder U. 

Einige Highlights aus dem Programm:

12.06.2014 AB 19:00 UHR
THE SILVERETTES

Diven, Sex & Rockabilly 

„Rockabella Baby“ heißt ein Song auf der Debütplatte „The Real Rock’n’Roll Chicks” von The Silverettes. Dieser beschreibt das Lebensgefühl der drei Diven -Jules, Sassy und Ira-, und ihren Stil, der so viel Glamour versprüht wie Dita von Teese oder Pin Up-Ikone Bettie Page in ihren besten Zeiten. The Silverettes hauchen einer Musik aus glorreichen Zeiten neues Leben ein, sie sind trashig, sexy und rocken.

21.06.2014 AB 16:00 UHR

MYTHS OF THE NEAR FUTUREDJ-Sets im Rahmen des SCHAU – Fotofestival in Dortmund, eine Portfolioschau im Dortmunder U mit 40 Positionen zur Fotografie.

Die 1. Portfolioschau für Fotografie im Dortmunder U findet vom 20. bis 22. Juni im Rahmen der Hauptveranstaltung des Festivals SCHAU statt. Sie soll den aktuellen Stand im Umgang mit dem Medium Fotografie in breiter Weise reflektieren. 15 der 40 Teilnehmer werden daher von externen Experten ausgewählt, 15 von Hochschulen und zehn über einen öffentlichen Aufruf. SCHAU zielt auf persönlichen Austausch. Alle Fotografen werden daher persönlich anwesend sein.

www.schau-festival.de

04.07.2014 AB 18:00 UHR

TOBI KATZE IM RAHMEN DES DEW21 POETRY

Geboren 1981 irgendwo im wunderschönen Ruhrgebiet, seit 2001 wohnhaft in Dortmund. Schreibt Kurzgeschichten, Essays, Gedichte und Drehbücher über das Leben und viele andere tolle Dinge. Wenn er damit nicht gerade auf einer Bühne steht treibt er sich als Filmemacher und Workshopleiter herum. Er ist festes Mitglied der Leseshow Guten Tacheles, stolzer Träger des LesArt Preises für junge Literatur, berüchtigt für seine Frisur und mitreißende Bühnenshows. Eine Brille trägt er, wenn überhaupt, nur zum Angeben …

17.07.2014 AB 18:00 UHR

VINYLSTAMMTISCH MIT PILLE UND BOBBYOffene Bar und offene Teller – auflegen oder zuhören! In Kooperation mit dem REKORDER.

Seit Juli letzten Jahres gibt es in Dortmund ein neues Veranstaltungsformat. Im Norden der Stadt frönt ein kleiner Club Namens Rekorder einem Anachronismus, der so gar nicht in unser digitales Zeitalter passt: Der Schallplatte. Jeden zweiten Mittwoch werden die Plattenteller rausgeholt und der Allgemeinheit beim sogenannten Vinylstammtisch zur Verfügung gestellt. Jeder, der mit seiner Sammlung schwarzen Goldes vorbei kommt, kann nach Herzenslaune die Teller rotieren lassen. Egal ob Rock oder Rap, Punk oder Pop. Beim Vinylstammtisch verschwimmen die Genregrenzen im schelllackschwarzen Plattenmeer.
Nun kann die bunte Vinylrunde endlich mal die vier Rekorder-Wände verlassen und mit seinen gemischten Klängen die warme Sommerluft vor dem Dortmunder U berauschen.
Gerahmt wir das ganze von einigen Klangbeispielen ausgewählter Dortmunder Vinylexperten.

31.07.2014 AB 19:00 UHR

WOLKE

In Kooperation mit EKAMINA Mit Wolke meldet sich eine Band zurück, die zu den Unikaten der deutschsprachigen Popmusik gehört. Gesang, Piano, Bass und Drumcomputer – viel mehr benötigte das Duo nicht, um mit drei Alben und einer EP innerhalb von vier Jahren ein einzigartiges Werk zu schaffen. Vier weitere Jahre sind nun vergangen seit „Teil 3“, dem bislang letzten Kapitel der Wolke-Story. Die längere Pause nutzten Oliver Minck und Benedikt Filleböck, um andere musikalische Projekte zu verwirklichen (u.a. die seit mehr als 150 Folgen laufende POPdolmetscher-Reihe für Deutschlands größten Jugendradiosender 1Live), aber auch, um sich Lebensaspekten jenseits der Musik zu widmen. Darauf folgte eine Phase der Neuorientierung als Wolke.

Verheißungsvolle neue Songs waren schnell da, die klangliche Umsetzung jedoch entwickelte sich zur Herausforderung: Wie opulent darf eine Band klingen, die sich dem Minimalismus und der musikalischen Stringenz verpflichtet hat? Die Antwort liegt nun in Form des vierten Albums „Für Immer“ vor: Wolke sind im Kern dieselben geblieben; noch immer dominieren die unverwechselbar klare Stimme von Oliver Minck, die deutsche Texte und große Melodien wie selbstverständlich miteinander vereint, sowie die Trademark-Instrumente Klavier und Bass. Und doch haben Wolke sich und ihr Konzept geöffnet und ihren auf wenigen erlesenen Zutaten beruhenden Sound zugänglicher gemacht.

Der Pop, den die beiden Kölner servieren, benötigt keinerlei Rechtfertigungen mehr, keinen Präfix. Indie-? Elektro-? Kammer-? War gestern. Stattdessen hören wir melancholische Feel-Good-Hymnen mit glitzernden Abba-Klavierläufen („Frei“), morbide Miniatur-Operetten („Ich Tu Nur So“), Gospels ohne Religionszugehörigkeit („Die Hoffnung“), mitreißende Stadion-Chansons („Denkst Du Manchmal Noch An Mich“) und Crooner-Balladen mit Chorgesang aus der Carpenters-Schule („Süchtig“).

Die der Wolke-Musik seit jeher immanente Weichheit wird durch Texte aufgeladen, in denen auch abgründigere Gefühlslagen auf den Punkt gebracht werden. Oft dreht es sich um die dunkle Seite der Liebe, um Ernüchterung, Schwäche – aber auch um das Bedürfnis nach Emanzipation und den Wunsch, der persönlichen Enge zu entfliehen. Ausschweifende Emotionalität trifft bei Wolke auf eine nüchterne Durchführung, weshalb der Kitsch immer nur gestreift wird, das Artifizielle und das Authentische sich die Waage halten. Dennoch bringen Wolke-Songs Gefühle zum Schwingen, von denen man bislang vielleicht noch gar nichts geahnt hatte. Da muss man Lust drauf haben. Leidenschaftliche Musik verlangt eben leidenschaftliche Hörer.

www.wolke-koeln.de

 

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