MSV Duisburg: Mit 5:2 gegen TV Jahn Hiesfeld Titelsieger

Der MSV Duisburg holte sich am gestrigen Abend nach 27 Jahren den ersten Titel. Im Niederrheinpokal gegen den TV Jahn Hiesfeld sicherten sich die Zebras nach einer schwachen ersten Halbzeit den „Pott“.

Der Weg zum Ziel schien anfangs sehr holprig. Doch die harte Arbeit sollte entlohnt werden. Das Ergebnis von 5:2 kann sich sehen lassen, obwohl die 1. Halbzeit noch sehr mager aussah. 24.002 Zuschauer hatten sich zunächst einen hervorragenden Fußball-Abend erhofft. Die Stimmung vor dem Anpfiff war sensationell. Die Fans des MSV Duisburg sangen die ganze Zeit über ihren Favoriten: „Champions League kann jeder, scheiß auf 1. Liga, Niederrheinpokal-Sieger MSV Duisburg.“ Die Choreografie folgte sogleich mit einem gigantischen Zebra-TRansparent, welches sich über die ganze Fankurve erstreckte mit Schriftbanner „Vizemeister ’64“, „Amateurmeister ’87“ und „Come on Zebras, let’s do the twist again“. Vor dem Anpfiff wurden noch 12 Spieler herzlich verabschiedet. Der Anpfiff verschob sich aufgrund des hohen Andrangs um 15 Minuten.

msv-niederrheinpokal-2312Und nun zum Spiel. Die Zebras waren stark aufgestellt. Man wollte von Beginn an kein Risiko eingehen. Doch Hiesfeld konnte von Anbeginn gegen die Offensive de Zebras Stand halten. Die ersten 10 Minuten des Spiels ließ zu Wünschen übrig. In der 14. Spielminute versuchte sich Pierre De Wit trat im Freistoß 16 Meter vor dem Tor, doch ohne Erfolg. Wenige Minuten später dann blieb einem fast das Herz stehen. Nach einem Mißverständnis in der 17. Spielminute zwischen Torhüter Michael Ratajczak und Teamkollege Branimir Bajic nutze Fabian Gombarek die Chance aus 17 Metern, Ratajczak schien machtlos, aber Bajic rettete die Situation mit dem Kopf. In der 23. Spielminute Oliver Rademacher nach einer Ecke über das Tor. Eine Minute später versuchte es de Wit erneut, scheiterte aber. In der 29. Spielminute die Antwort von Hiesfeld. DAniel ankl versuchte sich mit einem Kopfball die Führung zu erzielen, doch Ratajczak konnte den Ball übers Netz lupfen. Bis zur Pause gab es keine nennenswerten Szenen. Die Fans schienen enttäuscht von ihrem Team und verabschiedeten das Team mit hämischen Pfiffen und taten so ihren Unmut kund.
Mit einem „Wenn Träume fliegen lernen“-Transparent wurden die Zebras zu 2. Halbzeit empfangen. Die „Wir wollen euch kämpfen sehen“-Rufe sollten anpeitschen. Doch in der 48. Spielminute konnten die Dinslakener das 0:1 für sich erzielen. Phil Ofosu-Ayeh rutschte aus und Dennis Hecht ließ Ratajczak mit einem gekonnten Schuss keine Chance.

Die Fans pfiffen und skandierten: „Wir wollen euch kämpfen sehen“. Es zeigte durchaus seine Wirkung. Denn schon in der 50. Spielminute konnte MAkus Bollmann nach einem Freisoß von De Wit mit einem Kopfball den Ausgleich erzielen. Keine vier Minuten später wurde Kühne im Strafraum gefoult, Kapitän Bajic platzierte den gerechtfertigten Elfmeter zum 2:1 ein.

Nun hatten die Zebras ins von allen erhoffte Spiel gefunden. Schon in der 59. Spielminute stockte Michael Gardawski zum 3:1 für die Zebras auf. Und keine vier Minuten später bereitete Kevin Wolze mit einem Traumpass das 4:1 über den gerade erst eingewechselten Gökan Lekesiz vor. In der 65. Spielminute ließ es sich Wolze aber nicht nehmen und netzte zum 5:1 für sein Team ein. Der Freudentaumel unter den Fans unüberhörbar. Der Unmut nachher nicht mehr so laut, nachdem Bajic nach einem Laufduell wegen einer Notbremse mit der Roten Karte vom Platz verwiesen wurde.
In der 78. Spielminute konnte Danny Rankl nach einer Unachtsamkeit durch den MSV zum 5:2 verkürzen.

Doch schlussendlich blieben die Zebras die Sieger des Abends und konnten sich von den Fans auf dem Spielfeld feien lassen. Der Sieg bedeutet die Qualifikation für den DFB-Pokal in der neuen Saison und eine dringend benötigte Finanzaufstockung von mindestens 100.000 Euro.

Die Fotostrecke zum Spiel finden Sie unter http://xtranews.de/imagedesk/index.php/MSv-Duisburg/msv-niederrheinpokal

 

 

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