MSV Duisburg: Zebras verschenken Sieg an Preussen Münster

Die 1:0-Pleite gegen Preussen Münster im letzten Heimspiel in dieser Saison hinterlässt einen bitteren Nachgeschmack. Das Eigentor in der 24. Spielminute von Markus Bollmann brachte die Zebras gehörig ins Straucheln.

Es war ein schwarzer Tag für das Team unter Karsten Baumann. Schon vor dem Anpfiff zeigten sich die Gäste nicht von ihrer charmantesten Seite. Münsters Anhang sorgte an Stelle des Vereins erneut für eine Geldstrafe durch den DFB. Schon mit Spielbeginn wurde im Gasteblock Pyrotechnik gezündet. Das wird Folgen haben. Schon in der Vergangenheit sorgten Münsters Fans für Vorfälle in der 3. Liga. Bisher zahlte Münster schon über 17.500 Euro an den nationalen Verband. Über 20.000 Euro werden die Fans dem Verein in dieser Saison durch ihre illegalen Aktionen kosten dürfen.

Das Spiel war gar nicht so spannend wie erwartet, schließlich ging es für beide Teams nicht mehr um ganz so viel. Die Zebras wollten sich mit einem Heimerfolg aus der Saison verabschieden, doch Münster wollte dies mit Macht verhindern. Preußens Schlussmann Daniel Masuch zeigte sich gleich aufmerksam, als er in der 3. Spielminute einen Kopfball von Markus Bollmann entschärfte.

Soufian Benyamina war auf dem Weg um die Führung für sein Team zu erzielen, nach einem Traumpass von Rogier Krohne, doch MSV-Keeper Michael Ratajczak verhinderte das 0:1. Es kam immer mehr Temperament in das Spiel auf, nachdem Münsters Trainer Ralf Loose mit einem Kurzpass ins Spielgeschehen eingriff. Er wollte einen Einwurf direkt vor seiner Coaching Zone haben, doch Referee Arno Blos meinte es aber gut mit den Gastgebern und Loose kickte den Ball weiter und verhinderte somit eine weitere Ausführung. Aber gut gemeint ist nicht immer gut gemacht. Das gab Ärger mit den Schiedsrichter.

msv-münster-0006Und so ging es es hin und her weiter. Münster zeigte sich immer dominanter im Spielablauf. Die Zebras setzten sich viel zu sehr unter Druck. Das konnte auf Dauer nicht gut gehen. Durch die Hereingabe von Preußens Benyamina nach 24 Minuten rutschte Bollmann unglücklich weg und ließ somit Michael Ratajczak ziemlich dumm da stehen. Durch das Eigentor brachte er Münster in Führung. Vier Minuten später verhinderte Julian Riedel mit einer Glanzaktion vor der Torlinie den Ausgleich des MSV Duisbug. Einige Minuten später wehrte Masuch einen wuchtigen Schuss von Matthias Kühne ab.

Duisburg kam mit mit neuem Elan aus der Pause. Die Gäste wirkten hingegen ein wenig wackelig.
Masuch war später wieder derjenige, der nach einer Stunde den Zebras keine Chance bot, nachdem sich der „King“ Kingsley Onuegbu am Tor der Gäste versuchte. Trainer Karsten Baumann hatte sich eigentlich vorgenommen in seiner letzten Partie als MSV-Coach nicht mit einer Niederlage sich zu verabschieden.

In der 66. Spielminute versuchte Preußens Dominik Schmidt (66.) nach einem Freistoß durch Dennis Grote mit einem Kopfball aufzustocken, aber Ratajczak reagierte blitzschnell. Beide Teams zeigten sich engagiert, doch weitere Torchancen bis zum Schlusspfiff war Mangelware. Die Rote Karte wurde zu Recht gegeben. Doch selbst in der Überzahl, zeigten die Zebras viel zu wenig.

Der MSV Duisburg beendet die Saison auf dem siebten Tabellenplatz. Es hätte durchaus mehr drin sein können in dieser Saison. Das dachten auch viele Fans. Dennoch kann das Team unter Karsten Baumann in der kommenden Woche noch einiges wieder Gut machen, denn es steht noch das Niederrheinfinale als Pflichtprogramm an. Hierbei winkt noch eine attraktive „Siegprämie“, die der Vereinskasse noch ganz gut stehen würde.

 

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