SV Sandhausen – Arminia Bielefeld – Sandhausen auf Kurs Klassenerhalt – Schauerte verlässt den SVS

Am Sonntagnachmittag empfing der SV Sandhausen den Abstiegsbedrohten DSC Arminia Bielefeld am Hardtwaldstadion Sandhausen. Die Gäste aus Bielefeld mit „Neu-Trainer“ Norbert Meier, scheinen sich unter der Regie des Ex-Duisburger wieder gefangen zu haben. Im letzten Punktspiel, dem ersten Heimspiel von Norbert Meier gab es daheim auf der Alm einen „Dreier“ zu feiern.

Foto: Dustin Paczulla

Foto: Dustin Paczulla

Mit diesem Erfolgserlebnis reiste das Team von Meier auch Sandhausen. Allerdings spielt der SV Sandhausen in der aktuellen Spielzeit seine erfolgreichste Saison im Profifußball.

Die Gastgeber gelten gerade im heimischen Hardtwaldstadion als dominant und Konsequent in der Chancenauswertung.

Bei milden Temperaturen pfiff Schiedsrichter Christian Dietz die Partie pünktlich um 13:30 Uhr an.

In der Anfangsphase stellte sich bereits heraus, dass die Zweitligapartie eine rasche sein würde, denn beide Teams versuchten schnell Offensivaktionen zu fahren, um den Gegner in Bedrängnis zu setzen.

26. Spielminute: Eine große Chance für Arminia Bielefeld zum 0:1, doch SVS-Schlussmann Manuel Riemann konnte mit einer Glanzparade klären.

Adler bringt den Hardtwald zum jubeln

Im weiterem Verlauf der ersten Hälfte sahen die anwesenden Zuschauer eine eher mäßige Partie.

Der SV Sandhausen konnte sich in der 32. Spielminute eine Torchance erarbeiten, die Defensive der Meier-Elf in diesem Moment

äußerst unaufmerksam. Eine Unaufmerksamkeit, welche Ex-Duisburger Nicky Adler konsequent nutzte und das 1:0 für die Gastgeber markierte.

Mit dieser 1:0 Führung versuchten die Gastgeber nun da Ergebnis sicher in die Halbzeit zu bringen. Bielefeld dagegen wachte nun auf und übte ordentlich Druck aus.

Nichts desto trotz ertönte um 14:18 Uhr der Halbzeitpfiff von Schiedsrichter Dietz. Sandhausen konnte mit breiter Brust in die Kabine laufen, während sich Bielefeld und Coach Meier überlegen mussten, was zur zweiten Halbzeit umgestellt werden könne, um in Sandhausen doch noch etwas zählbares zu ergattern.

Hälfte zwei begann recht robust, die Mannschaften von Trainer Schwartz und Meier wollte mit aller Macht Punkte holen. So gingen beide

Teams ziemlich skrupellos in die Zweikämpfe. Auch die spielerische Qualität in Hälfte zwei deutlich besser als es in den ersten 45. Minuten der Fall war.

Die Mannschaft von Bielefeld-Coach Meier zeigte Engagement, Biss sowie Leidenschaft. Allerdings reichten diese Tugenden nicht aus, um die heimstarken Sandhäuser zu „knacken“. Im Gegenteil. Sandhausen drehte mächtig auf. In der 56. Spielminute hatte Kapitän Julian Schauerte das 2:0 quasi auf dem Fuß, doch er traf nur das Aluminium und im Anschluss konnte Keeper Ortega klären.

Ischdonat lebt den SV Sandhausen

Foto: SV Sandhausen

Foto: SV Sandhausen

Wer auf die Trainerbänke an der Gegentribüne schaute, dachte sich doch: „Da zappelt einer“, richtig, er zappelte nicht nur, sondern stand die gesamten 45. Minuten in Hälfte zwei und fieberte sichtlich mit seinem Team. Daniel Ischdonat (Torwarttrainer), welcher in der vergangenen Spielzeit noch selbst den Kasten der Sandhäuser sauber hielt war mit allen Emotionen an der Seitenlinie dabei. Ischdonat gilt heute noch als „Publikumsliebling“. Ebenfalls mit dabei Ex-Coach Gerd Dais, der seinen alten Club von die Tribüne aus die „Daumen“ drückte. Beachtlich: Keeper Riemann kommunizierte ständig mit Ischdonat und nahm seine Tipps/Anweisungen dankend an.

Im weiterem Spielverlauf nahm das Tempo nun ein wenig ab. Die Gastgeber versuchten mit aller Macht das 1:0 zu halten. Bielefeld kam nun über Konter.

Die 4100 Zuschauer sahen insgesamt aber eine attraktive Zweitligapartie. Die Gäste von der Alm waren bemüht, um in Sandhausen

etwas zu erreichen, jedoch fehlte die letzte Konsequenz, um dem heimstarken SVS in Bedrängnis zu setzen.

Um Punkt 15:18 Pfiff Schiedsrichter Dietz die Partie ab. Der Jubel war beim SV Sandhausen zu hören, denn das Team von Schwartz/Kleppinger holte erneut einen wichtigen „Dreier“ und kann nun langsam, aber wirklich auch für die kommende Spielzeit 2014/2015 zweitklassig planen, während das Zittern in Bielefeld größer wird, denn der Club aus Ostwestfalen muss weiterhin um den Klassenerhalt bangen. Auf Norbert Meier und seinem Trainerteam warten harte Wochen.

Spielführer Julian Schauerte wird den SV Sandhausen verlassen. Diese Nachricht übermittelte Chef-Trainer Schwartz auf der Pressekonferenz. „Julian wird seinen auslaufenden Vertrag nicht verlängern, sondern er wird nach seinen sechs Jahren beim SVS eine

neue Herausforderung suchen. Wir nehmen diese Entscheidung zur Kenntnis bedauern es sehr, aber haben vollsten Respekt vor der Entscheidung von Julian und sind uns sicher, dass er bis zum 34. Spieltag seine volle Konzentration dem SV Sandhausen widmen wird.“ so der Trainer der Sandhäuser auf der Pressekonferenz nach dem 1:0 Sieg gegen Bielefeld.

Die Stimmen zum Match:

Julian Schauerte (Spielführer SV Sandhausen): „Wir sind schwer in die Partie gekommen, wussten, dass die Partie nur mit voller Leidenschaft über die Bühne gebracht werden kann. Wir haben ein paar gute Aktionen gehabt. Das Tor hat uns natürlich in die

Karten gespielt und dann lief es dann. Wichtig war natürlich, dass wir heute drei Punkte gegen einen Konkurrenten geholt haben. Wir hatten natürlich auch Glück. Großes Kompliment an Manuel Riemann. Ich bin Stolz Kapitän dieser Mannschaft sein zu dürfen. Toll ist zu sehen, dass jeder für den anderen kämpft.“

Nicky Adler (Torschütze 1:0): „Der Sonntag ist sicherlich schön. Es ist toll, dass wir uns heute in diesem wichtigen Heimspiel drei Punkte gegen einen direkten Mitkonkurrenten sichern konnten, sprich erarbeiten. Ich bin heil froh, dass wir die Partie gewonnen haben. Wir haben die Zweikämpfe gut angenommen. Wir sind allerdings noch lange nicht durch, sondern müssen Gas geben. Es ist noch vieles möglich. Aber das Ziel Klassenerhalt ist noch lange nicht erreicht.“

Manuel Riemann (Torwart SV Sandhausen): „Ich bin sehr Stolz, dass wir diese drei Punkte haben. Es war nicht das tollste Spiel. Wir haben z.B. gegen 1860 oder Lautern besser gespielt, aber keine Punkte geholt, heute haben wir uns diese wichtigen Zähler erarbeitet, was zeigt, dass wir auch mal eklig und dreckig spielen müssen, um letztlich Punkte auf dem Konto zu haben. Ich bin kein Freund von Glück und Pech, sondern ein Freund von Glück erarbeitet. Ich glaube, dass wir hart arbeiten.“

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