Akzente Literatur – oder der Mangel an Aufmerksamkeit

der_fremdeUnter dem Titel „Geld hin, Geld her! Das ist das wenigste“, einem Zitat von Gotthold Ephraim Lessing, lädt der Verein für Literatur und Kunst Duisburg in Zusammenarbeit mit der Stadtbibliothek Duisburg wieder zu einem spannenden Akzente-Literaturprogramm ein, das von einer Plakat-Ausstellung in der Zentralbibliothek begleitet wird. Der Vorverkauf zum Akzente-Literaturprogramm hat begonnen.

Gemessen an „Geld oder Leben“, dem Hauptmotto der diesjährigen Akzente, wirkt jenes literarische Zitat aus „Nathan der Weise“ zunächst etwas bieder, bezieht es sich doch auf einen Vorschuss. Um was es in dem Gespräch tatsächlich geht, erfährt man erst, wenn man weiterliest:

… „Allein dich gar / Nicht anzuhören! über einen Punkt / Von solcher Wichtigkeit dich nicht einmal / Zu hören! deinen Adlerblick nicht zu / Bewundern! das, das schreit um Rache; nicht??“

Nicht Geld und gesellschaftliches Finanzgebaren, sondern Aufmerksamkeit wird zum Thema. Das Bild des Artikels verweist auf die Veranstaltung ALBERT CAMUS: DER FREMDE. Eine multimediale Lesung / Konzept, Textfassung und Erzählerin: Katja Stockhausen / Cartoons und Bühnenbild: sputnic (Malte Jehmlich) / Musik: Sojus 9, die am 16.03.14 im Djazz (Innenstadt, Börsenstraße) stattfinden wird.

In der Zeit vom 7. bis 21. März sind wieder namhafte Autorinnen und Autoren zu Gast. Den Auftakt macht in diesem Jahr Klaus Staeck, der zur Eröffnung seiner Ausstellung „Am Anfang war das Geld“ am Freitag, 7. März, um 17:00 Uhr in der Zentralbibliothek aus seiner Autobiographie lesen wird. Der Gründer der Hilfsorganisation Komitee Cap Anamur, Rupert Neudeck folgt am 10. März und präsentiert um 20:00 Uhr sein „Syrisches Tagebuch“, mit dem er Einblicke in die Arbeit des internationalen Friedenskorps „Die Grünhelme“ gibt. Wolf Wondratscheck widmet sich in seiner Lesung am 12. März, um 20:00 Uhr mit seinem Buch „Mittwoch“ dem Tageslauf eines 100-Euro-Scheins und am Freitag, 14. März, 20:00 Uhr stellen der Moderator Dr. h.c. Hanjo Kesting und der Sprecher Frank Arnold „Das Kommunistische Manifest vor.

Die Lesung „Die Schatzinsel“ mit Andreas Nohl am Samstag, 15 März findet im maritimen Flair des Binnenschifffahrtsmuseums statt und beginnt dort um 20:00 Uhr. Zu einer Lesung mit Musik lädt Jens Rosteck ein, der am 17. März, um 20:00 Uhr mit seinem Buch „Mein Ibiza“ die Zuhörer an einem Leben außerhalb von Konventionen und Sterotypen teilhaben lässt. Rosteck begleitet sich auf dem Piano mit eigenen Kompositionen und Musikminiaturen von Federico Mompou. Zum Abschluss der Literaturreihe gastiert Christian Brückner am Freitag, 21. März, um 20:00 Uhr mit seinem Programm „Verlorene Illusionen“ von Honore de Balzac in der Zentralbibliothek. Die mit Alice Schwarzer für den 19. März geplante Lesung wurde abgesagt.

Eintrittskarten zu allen Veranstaltungen sind ab sofort an der Erstinformation der Zentralbibliothek erhältlich. Die Akzente-Ausstellung „Am Anfang war das Geld“ kann täglich während der Öffnungszeiten kostenfrei in der Treppenhaus-Galerie der Zentralbibliothek besichtigt werden.

Alle Informationen zurm Literaturprogramm unter www.duisburg.de/stadtbib/medien/bindata/Stadtbibliothek-Akzenteprogramm-2014.pdf
Das Gesamtprogramm der 35. Duisburger Akzente „Geld oder Leben“ finden Sie unter www.duisburger-akzente.de

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