Immer mehr Single-Haushalte in Deutschland

© Jupiterimages, Brand X Pictures/Thinkstock

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Die deutsche Gesellschaft befindet sich im Wandel. Steigende Mietpreise können mittlerweile auch auf die steigende Anzahl von Single-Haushalten zurückgeführt werden. Doch was sind die Gründe für diese Veränderungen und die Tendenz zu immer mehr Einsamkeit?

Mikrozensus offenbart die Veränderung der Wohnverhältnisse

Der letzte bundesweite Mikrozensus vom Statistischen Bundesamt stammt zwar aus dem Jahr 2011, trotzdem zeichnen sich hier immer noch fortschreitende signifikante Veränderungen in der deutschen Gesellschaft ab. Denn die Zahl der Single-Haushalte hat deutlich zugenommen. Das Internet und die sozialen Netzwerke könnten ein Grund für das Ausbleiben der realen Kommunikation und das Alleinleben sein. Doch die Neuen Medien haben auch zu positiven Veränderungen in der Partnersuche geführt. Schließlich ist Online-Dating längst kein Tabuthema mehr in unserer Gesellschaft.

Das neue Modell: Living Apart Together

Der Mikrozensus sagt nichts darüber aus, ob die Alleinlebenden auch wirklich Singles sind. Denn trotz Partnerschaft leben viele Deutsche auch weiterhin in getrennten Haushalten. Das Living Apart Together schwappt mittlerweile aus den Vereinigten Staaten auch in die Bundesrepublik über. Dabei wäre ein Vorurteil, dass ausschließlich Männer dieses Lebensmodell befürworten. Frauen fühlen sich in der räumlichen Unabhängigkeit zum Partner auch immer wohler. Doch was muss man tun, um seinen Partner endlich zum Zusammenziehen zu bewegen? Als Mann könnte man mal wieder zum Valentinstag Blumen bestellen, doch das ist sicherlich nur ein kleiner Schritt in Richtung Zusammenziehen und glückliche Partnerschaft. In jedem Fall sollte keine Überredung des Partners oder der Partnerin stattfinden, denn so wird wenigstens einer in der Beziehung langfristig unglücklich sein.

Je schlauer, desto einsamer?

Bei den Zahlen des Mikrozensus fällt außerdem auf, dass den Akademikern die Partnerwahl scheinbar immer schwerer fällt bzw. dass diese immer lieber alleine leben. So waren 1991 noch 16,2 Prozent der Singles als Akademiker oder mit einem Meister-/Techniker- bzw. Fachhochschulabschluss hoch qualifiziert. 20 Jahre später im Jahre 2011 macht diese Gruppe aber immerhin schon 22,2 Prozent der gesamten Singles in Deutschland aus. Doch ein hoher ist nicht immer ausschlaggebend für den Familienstand. Vielleicht haben Frauen in Deutschland generell zu hohe Ansprüche, wenn sie wie hier beschrieben von George Clooney und Obama träumen. Ähnlich scheinen Großstädte immer mehr zu Hochburgen der Single-Haushalte zu werden. Es bleibt abzuwarten, ob sich diese Trends auch in Zukunft fortsetzen.

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