NRW Traditionsmasters – Der VfL Bochum sichert sich in Mülheim an der Ruhr den „Pott“

nrw masterAm ersten Samstag des neuen Jahres war es traditionell wieder soweit. Die RWE-Sporthalle in Mülheim an der Ruhr verwandelte sich erneut zum „Hexenkessel“. Der Grund lautete: NRW Traditionsmasters, welches ähnlich wie das DFB-Pokalfinale in Berlin, seine Heimat in Mülheim an der Ruhr gefunden hat. Für die nicht allzu sehr mit Sport verwöhnte Stadt Mülheim ein echtes Highlight im Veranstaltungskalender.

Fans freuten sich auf Legenden und Spieler alter Tage

Ein Grund warum die mittlerweile Kult-Veranstaltung wohl zum zweiten mal in Folge mit 2500 Besuchern ausverkauft vermeldet werden konnte ist sicherlich die Nähe der Besucher zu den Stars von gestern. Die Organisatoren haben in den Planungen immer darauf geschaut, dass der Zuschauer ziemlich nah an seine „Helden“ herankommt. Wer hält denn nicht gerne einen kurzen Plausch mit Fußballlegende Klaus Fischer oder greift sich MSV-Legende Carsten „Erle“ Wolters für ein Erinnerungsfoto. In Mülheim sind diese „Wünsche/Träume“ zu realisieren. „Ich finde es toll, dass die Fans die Möglichkeit haben sich mit vielen Spielern auf eine Ebene zu unterhalten, denn in der damaligen Zeit, als sie noch von tausenden Fans und Reportern umzingelt waren, ist das sicherlich nicht so leicht gewesen, als es aktuell der Fall ist.“ so Willi Landgraft (Rekordspieler der 2. Bundesliga).

Veranstalter setzten auf „Ruhrpott-Schlager“

halDerbytime hieß es im „Hexenkessel“, denn so viel Ruhrpott, wie es 2014 der Fall war gab es beim traditionsreichen Turnier in der Vergangenheit noch nie. So traten die Teams: Borussia Dortmund, VfL Bochum, Rot Weiss Essen, MSV Duisburg, FC Schalke 04, SG Wattenscheid 09, Rot Weiß Oberhausen sowie die Mülheimer Allstars die Schlacht um den Titel an. Mannschaften mit Rang und Namen, auch die Aktiven auf dem Feld mussten sich nicht verstecken, denn so sahen die eingefleischten Fußballfans Spieler, wie Oliver Adler (Rot Weiß Oberhausen), Giovanni Federico (Borussia Dortmund), Carsten „Erle“ Wolters (MSV Duisburg), Klaus Fischer (Schalke 04), Aziz Ahanfouf (MSV Duisburg), Souleyman Sané (SG Wattenscheid 09), Willi Landgraf (All Stars Mülheim), Martin Max (FC Schalke 04), Jürgen Luginger (FC Schalke 04), Frank Mill (Borussia Dortmund) und viele, viele andere namhaften Kicker.

Wiedersehen der besonderen Art

ddEin Wiedersehen der besonderen Art erlebten Jürgen Luginger, Oliver Adler und Manfred „Manni“ Behrendt. Gemeinsam bildeten die drei ein erfolgreiches Trainerteam zu Zweitligazeiten bei Rot Weiß Oberhausen, sie diskutierten viel miteinander und kämpften gemeinsam zu besseren Zeiten der Kleeblätter um Punkte in der 2. Bundesliga. Über drei Jahre sahen sich die drei nicht mehr in einer gemeinsamen Konstellation, so war die Freude groß, als man gemeinsam den Tag genießen konnte. „Ich habe mich sehr gefreut, dass ich Manni und Oliver wiedersehen konnte, denn wir hatten eine tolle Zeit bei Rot Weiß Oberhausen, welche ich nicht missen möchte.“ so Jürgen Luginger der damalige Chef-Coach der Kleeblätter, welcher an diesem Samstagnachmittag allerdings für die Königsblauen aus Gelsenkirchen auflief. Adler hütete den Kasten der Oberhausener, während sich Behrendt darum bemühte, dass die „Null“ bei den Gästen von der Lohrheide möglichst lange hielt.

Die anwesenden Zuschauer sahen besonders spannende Spiele, so wurden viele „Schlachten“ knapp entschieden. Die anwesenden Fans der Traditionsvereine lieferten sich ebenfalls „Stimmungsschlachten“, wie zu alten Zeiten, als alle Vereine noch in den höchsten Spielklassen aktiv mitmischten. „Die Stimmung war ja heute schon auf einem sehr hohen Niveau“, so Bochums Peter Peschel. Auch Dino Toppmöller, Sohn von Trainerlegende Klaus Toppmöller fand für das NRW Traditionamasters lobende Worte: „Die Veranstalter geben hier Vollgas, dass merkt man, denn jedes Jahr ist dieses Turnier sehr professionell organisiert und auch die Zuschauer hier feuern einen richtig an, die Halle ist meiner Meinung nach auch perfekt geeignet.“

Dirk Langerbein wurde bester Torhüter des Turniers

Keine große Überraschung war es, dass MSV-Torhüter Dirk Langerbein erneut zum besten Torwart des Turniers ausgezeichnet wurde, denn der „Kult-Keeper“ der Zebras ist bekannt dafür, dass er gerade in der Halle viele gute Aktionen zeigt und sein Können aus alten Tagen hervorrufen tut.

„Ich mag die Hallenturniere, denn die haben ein tolles Flair, ich bin sehr ehrgeizig.“ Eine Aussage, welche sich leicht bestätigen lässt, denn Langerbein hat allein in den letzten zwei Jahren unzählige Turniere mit dem Status: „Bester Torwart des Turniers“ abschließen können.

Michael „Ata“ Lameck führte den VfL Bochum zum Turniersieg

sDas Finale trugen die Jungs von der Castroper Straße (VfL Bochum) und die Mannschaft von der Westender Straße (MSV Duisburg) aus. Beim VfL Bochum stand Mister VfL an der Bande, denn kein anderer als Michael „Ata“ Lameck betreut die Traditionsmannschaft als Teamchef. Die Partie endete nach der regulären Spielzeit mit einem Remis und wurde anschließend im neun Meter schießen entschieden, welches der VfL Bochum gewann und somit den Platz als Turniersieger verließ.

Bochum holte mit dem Gewinn 2014 den Pott zum dritten mal! Dieses gelang zuvor keiner Traditionsmannschaft. Der MSV Duisburg verpasste es somit den Titel zum dritten mal in Folge zu gewinnen.

Fazit zur Veranstaltung: Alle anwesenden Zuschauer, aber auch die Aktiven auf dem Feld kamen voll auf ihre Kosten, so hatten erneut alle Beteiligten Spaß an diesem tollen Event, welches aus dem Veranstaltungskalender der Stadt Mülheim an der Ruhr mittlerweile kaum wegzudenken ist.

Bereits in Rahmen der Veranstaltung kündigte der Hauptsponsor, nämlich die Sparkasse Mülheim an der Ruhr bei Moderator Ralf Bosse an, dass es auch im kommenden Jahr ein NRW Traditionsmasters geben wird.

Ergebnisse:
Gruppe A:
MSV Duisburg – Wattenscheid 09 3:0
VfL Bochum – FC Schalke 04 3:3
FC Schalke 04 – MSV Duisburg 0:2
VfL Bochum – Wattenscheid 09 2:4
MSV Duisburg – VfL Bochum 1:2
Wattenscheid 09 – FC Schalke 04 2:3

Gruppe B:
Borussia Dortmund – RW Oberhausen 2:1
Mülheim ALL STARS – RW Essen 1:2
RW Essen – Borussia Dortmund 4:1
Mülheim ALL STARS – RW Oberhausen 1:3
Bor. Dortmund – Mülheim ALL STARS 5:2
RW Oberhausen – RW Essen 2:1

Halbfinale:
MSV Duisburg – RW Oberhausen 2:0
VfL Bochum – Rot-Weiss Essen 4:3

Neunmeterschießen um Platz drei:
RW Oberhausen – RW Essen 1:3

Finale:
MSV Duisburg – VfL Bochum 1:2 n. N.

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