Wir sind Duisburg, wir können das

IMG_7171Ich lebe gerne in Duisburg. Im Siegerland geboren und in Oberhausen aufgewachsen bin ich 1979 nach Duisburg gekommen. Deutscher Migrationshintergrund also. Warum ich geblieben bin? Bestimmt nicht, weil hier die Luft die sauberste wäre. Auch da gibt es noch einiges zu kämpfen. Ich bin geblieben, weil Duisburg eine Stadt der Vielfalt ist. Weil wir Rheinland und Ruhrpott gleichzeitig sind. Weil wir Zuwanderung haben. Weil wir Produkte in alle Welt liefern. Weil wir eine Willkommenskultur für Menschen haben, die zu uns kommen. Weil Nachbarschaftshilfe und Solidarität hochgehalten werden. Weil wir uns kulturell nach der Decke strecken. Weil es die Philharmoniker und die freie Kulturszene gibt.  Ich denke, ich werde bleiben und ich scheue mich auch nicht, als linker Grüner von meiner Wahl-Heimat zu reden.  Es ist sowieso Zeit, dass der Begriff den Rechten weg genommen wird.

Zu jedem religiösen Fest wird über Mitmenschlichkeit gepredigt. In jeder zweiten Ansprache zur Politik wird etwas zur Gerechtigkeit versprochen. In jeder Analyse zur wirtschaftlichen Entwicklung kommt das Thema Freiheit vor. Wir wissen es. Wir wissen, dass unser Land nicht mehr als abgeschottete Insel existieren kann.  Unsere Stadt kann es auch nicht. Und wir wollen es doch auch nicht mehr. Trotzdem schwanken die Einwohnerinnen und Einwohner auch in dieser Stadt hin und her zwischen Willkommenskultur, geizigem Haushaltsschachern, tatkräftiger Hilfe für die Nachbarn und Angstzuständen. Eine gewisse Panik kommt immer wieder auf und raubt uns zeitweise Teile des Verstandes der Stadtgesellschaft. Die Panik nimmt uns den Kompass für eine Migrations- und Zuwanderungspolitik, die wir in Duisburg entwickelt haben.

„Angst essen Seele auf“

Ursache sind die sozialen Probleme in dieser Stadt. Die Kluft zwischen Arm und Reich in Deutschland, in Europa, zeigt sich ganz besonders auch in Duisburg. Aber das heißt doch, dass genau dies beim Namen genannt werden muss. Es muss beim Namen genannt werden, dass es um eine gerechtere Gesellschaft geht. Zu den religiösen Festen, danach, und überhaupt. Viele Menschen verschiedenster Herkunft leben in Europa, in Deutschland, in Duisburg, am … Weiter lesen im neuen Magazin 

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