Kunstrasen gegen Asche – Amateurfußball im Umbruch

Besonders im Ruhrgebiet waren Ascheplätze lange Zeit Normalität, doch mittlerweile geht der Trend immer mehr zum Kunstrasen. Früher waren Kunststoffbeläge noch steinhart und die Schürfwunden, die man sich darauf zuzog, noch schlimmer als auf Asche. Doch mit denen ist der moderne Kunstrasen, der seit etwa zehn Jahren verlegt wird, nicht zu vergleichen. Die Verletzungsgefahr ist nicht so hoch, der Belag ist weitgehend wetterunabhängig, und schmutzig macht sich auch niemand mehr. Doch längst nicht jeder kann sich die Umrüstung leisten, immerhin kostet ein Kunstrasenplatz um 650.000 Euro. Vor allem die klammen Städte und Gemeinden im Ruhrgebiet können ihre vielen Sportplätze nur nach und nach sanieren, manche Vereine bleiben auf der Strecke.

 

Vereine betonen, dass Mitgliederzahlen nach unten gehen, wenn der Untergrund nicht = Kunstrasen entspricht.

 

Die Liste der Vereine, welche sich beklagen ist lang. Dennoch wollen die Fußball-Landesverbände Niederrhein (FVN) und Westfalen (FLVW) noch nichts davon gehört haben, dass Mitglieder wegen des Platzbelags den Verein wechseln. „Mit dem Verband gibt es in dieser Sache keine Kommunikation“, sagt Reinhold Klüh. Immerhin bieten sowohl der FVN als auch der FLVW Info-Veranstaltungen über Kunstrasen an.

 

Eine Problematik, welche sich über weite Strecken auch in Duisburg wieder spiegelt, so müssen Vereine, wie z.B. der FSV Duisburg, Taxi Duisburg, aber auch Viktoria Buchholz weiterhin auf dem harten Untergrund kicken.

 

Dem DSV 1900 ist es gelungen aus einer in die Jahre gekommenen Rasenfläche einen Kunstrasen zu wandeln. Ein Hartplatz gibt es dennoch im Schatten der alten Kabinen.

 

Ein Vorhaben, welches sich nicht eben so bei den Vereinen realisieren lässt, denn gerade in Duisburg, wo die Gelder, wie auch überall eng geschnallt sind wird eher in andere Bereiche investiert, statt in moderne Kunstrasen-Anlagen.

 

Meistens müssen die Vereine selber ran, um solche Projekte in dieser Größenordnung gerecht zu werden. Dieses erfordert Ehrenamt, welches aber auch den Bach hinunter geht. Finden sich Ehrenamtliche, so müsse diese über Jahre Spenden  … Weiter lesen im neuen Magazin 

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