Stadt und Arbeitsagentur sorgen gemeinsam für Verbesserungen im jobcenter

Wegen der zuletzt in der Öffentlichkeit vielfach diskutierten Personalsituation im jobcenter Duisburg möchten die beiden Träger des jobcenters, Stadt Duisburg und Agentur für Arbeit, in dieser Frage für mehr Transparenz und mehr Sachlichkeit sorgen. Beide Träger sind sich dabei einig: „Es wird viel unternommen, um für die Kunden eine gute Dienstleistung zu erbringen und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des jobcenters angemessene Arbeitsbedingungen zu gewährleisten“.
Für fast 25.000 arbeitslos gemeldete Duisburgerinnen und Duisburger erfüllt das jobcenter Duisburg eine wichtige sozialpolitische Aufgabe in dieser Stadt. Über 800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten tagtäglich daran, die Aufgaben zur Zufriedenheit aller Kundinnen und Kunden zu erledigen.
Stadtdirektor Reinhold Spaniel, und der Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit, Ulrich Käser, sind sich einig, dass es erforderlich ist „bei der Vielzahl der zu bewältigenden Aufgaben und der großen Zahl der zu betreuenden Personen alle Anstrengungen zur Verbesserung der Personalsituation im jobcenter Duisburg durch beide Träger weiter voranzutreiben.“
Dabei ist auf dem Weg dahin schon vieles erreicht worden. Damit dies ein wenig transparenter wird, hier eine Darstellung der Fakten, getrennt nach Trägern:
Agentur für Arbeit Duisburg:
  • Der Anteil der Beschäftigten der Bundesagentur für Arbeit ist seit 2005 deutlich angestiegen (2005 = 43 Prozent fest angestellte Mitarbeiter und 7 Prozent befristete Mitarbeiter; Dezember 2013: 54 Prozent fest angestellte Mitarbeiter und 14 Prozent befristete Mitarbeiter – mit diesem Befristungsanteil befindet sich das jobcenter Duisburg auf dem Niveau vergleichbarer jobcenter);
  • seit einigen Jahren gehen fast alle fertig ausgebildeten Fachkräfte in das  jobcenter;
  • gut qualifiziertes Personal der Agentur für Arbeit wechselt in das jobcenter Duisburg;
  • zusätzliches Personal wird aus der befristeten Beschäftigung häufig in unbefristete Beschäftigung übernommen.
Stadt Duisburg:
  • Einstellung und Qualifizierung zum „Verwaltungsfachwirt/in“ von 25 Beschäftigten für das jobcenter Duisburg im Frühjahr 2014,
  • spezielle Qualifizierungsmaßnahmen für Beschäftigte des jobcenters am Studieninstitut der Stadt Duisburg und
  • Entlastung des jobcenters durch die Erbringung der  Bildung und Teilhabe-Leistungen auch für SGB II-Empfänger zentral durch den kommunalen Träger ab 2014 – geplant.
Wobei nicht vergessen werden darf, dass die Stadt Duisburg den Restriktionen eines Haushaltssanierungsplanes und des Stärkungspaktes Stadtfinanzen unterliegt und externe Einstellungen zurzeit wegen der dadurch entstehenden Personalkosten nur bedingt möglich sind.
Daneben ist schon folgendes in Angriff genommen worden:
Beschlüsse der Trägerversammlung:
  • Mitte 2013 ist ein Beschluss zur Verbesserung des Personalschlüssels im Leistungsbereich für 2014 durch 32,5 zusätzliche Beschäftigte ergangen;
Jobcenter:
  • Das jobcenter erstellt einen tragfähigen Plan, um die aufgelaufenen Bearbeitungsrückstände abzubauen.
Erste Maßnahmen sind bereits umgesetzt:
Reduzierung von Publikumszeiten zugunsten von mehr Sachbearbeitung,
Straffung der Einarbeitung neuer befristeter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sowie Überprüfung und Straffung interner Ablaufprozesse.
„Die Personalsituation im jobcenter Duisburg ist schwierig. Als Träger stehen wir hier in der Verantwortung. Unsere schon auf den Weg gebrachten Maßnahmen zeigen aber, dass wir gemeinsam intensiv an Verbesserungen arbeiten. Beide Träger befinden sich zudem in Gesprächen, um eine Lösung hinsichtlich der Entfristung von Beschäftigungsverhältnissen zu erzielen. Eine für alle Seiten befriedigende Lösung ist dabei möglich“, so Spaniel und Käser unisono. „Eines muss aber auch betont  werden“, so Spaniel, „für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt Duisburg, die im jobcenter tätig sind, ist natürlich der Weg auf ausgeschriebene Stellen bei der Stadt Duisburg nicht verschlossen.“
 

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