Strompreise steigen im kommenden Frühjahr nur leicht

Bild: © Thinkstock Images/Stockbyte

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Die Ökostrom-Förder-Reform sollte weitere Anstiege der Stromtarife in den kommenden Monaten eigentlich verhindern, doch gerade der jüngste Offshore-Pakt ist mit Kosten verbunden, die natürlich auf den Endverbraucher umgewälzt werden. Im Frühjahr 2014 bleiben uns größere Preissprünge jedoch erspart.

 

Versorger halten Stromtarife konstant

Die Nachricht der Woche war wohl der Koalitionsvertrag, der nach langem Hin und Her endlich abgesegnet wurde. Die in besagten Koalitionsverhandlungen erzielte Einigung auf bessere Förderbedingungen für Windparks in Nord- und Ostsee dürften sich wohl auf unseren Stromrechnungen bemerkbar machen. Die Verbraucher kennen das schon und wechseln immer häufiger zu günstigeren Anbietern, die man über Vergleichsrechner, Informationsportale oder die Gelbe Seiten finden kann. Riesige Preissprünge bleiben in der ersten Jahreshälfte 2014 überraschenderweise aber wahrscheinlich aus. Glaubt man nämlich den Prognosen der Vergleichsportale, will das Gros der Anbieter zunächst auf satte Erhöhungen verzichten. Die Preise steigen ab Januar also deutlich moderater als noch im Vorjahr. Durchschnittlich werden es wohl um die drei Prozent sein. Lediglich ein Fünftel der rund 1.000 hiesigen Versorger erhöhten ihre Tarife gleich zu Jahresbeginn.

Was die große Koalition für die Stromtarife bedeutet

Die Solarenergie, das wissen wir mittlerweile, ist aus politischer Sicht in Deutschland weitestgehend abgemeldet. Stattdessen setzt man auch weiterhin vermehrt auf die Windenergie. Die Förderung für Strom aus Wind wurde schon vor der alten Regierung aus der Solarenergie gedeckelt und Offshore-Parks spielen auch weiterhin eine große Rolle. Projektentwickler, die auf Förderungen und gute Geschäfte hoffen, bauen dementsprechend gern Windkraftanlagen. Die große Koalition wird auf diesem Sektor allerdings auch Drosselungen vornehmen. Windstrom bleib zwar weiterhin wichtig, doch wie viel Förderung eine neue Anlage bekommt und wann ein Windpark tatsächlich gebaut wird, soll künftig in erster Linie vom Standort abhängen.

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