Bärbel Bas zum Weltdiabetestag 2013

Zum Welt-Diabetes-Tag der Vereinten Nationen am 14.11.2013 erklärt die Duisburger SPD-Bundestagsabgeordnete und Gesundheitspolitikerin Bärbel Bas:

 

Diabetes ist auf dem besten Weg, Volkskrankheit Nr. 1 zu werden. Sechs Millionen Deutsche sind erkrankt. 1,3 Millionen davon wissen es nicht einmal. Mit über 6% stark übergewichtigen Kinder in Deutschland wächst zudem eine neue Risikogruppe heran. Zwar wird die Behandlung besser, verträglicher und günstiger. Trotzdem geben die Krankenkassen jedes Jahr mehr Geld für Diabetes und die Folgen der Erkrankung aus. Es besteht die Gefahr, dass die Diabetes-Epidemie die Erfolge des medizinischen Fortschritts auffrisst. Die SPD unterstützt daher die Forderung der Fachverbände und der Selbsthilfe nach deutlich mehr Anstrengungen bei der Diabetes Prävention und Aufklärung.

 

Neben den etablierten Behandlungsprogrammen gilt es in der Behandlung von Diabetes verstärkt auf interdisziplinäre Versorgungs- und Qualitätsnetzwerke zu setzen. Diese brauchen Förderung und Unterstützung. Damit aber die medizinische Versorgung der Betroffenen gewährleistet bleibt, muss vor allem die Krankheitsvermeidung im Mittelpunkt stehen: Ein gesunder Lebenswandel und eine ausgewogene Ernährung helfen – nicht nur – bei der Prävention von Diabetes. Mehr Gesundheitskompetenz, gerade bei Kindern und deren Eltern, ist der Schlüssel zur Eindämmung der Diabetes-Epidemie.

 

Für die Ansprache schwer erreichbarer Diabetes-Risikogruppen haben sich eine Duisburger Betriebskrankenkasse und ein Arzneimittelhersteller etwas Besonderes überlegt: Konversations-Karten für Migranten oder Menschen mit schlechten Deutschkenntnissen. Damit werden Diabetes-Patienten sowie deren Angehörige mit Bildern und Szenen über die Krankheit und das Risiko zu erkranken unterrichtet. Erklärt wird Ihnen das von speziell geschulten Assistenten mit entsprechenden Sprach- und Kulturkenntnissen. Das ist ein tolles Vorbild-Projekt aus Duisburg – und zur Nachahmung empfohlen.

 

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