Tagung in Duisburg „Atomanlagen und Atomwaffen. Zwei dunkle Seiten derselben Medaille“

Die sogenannte zivile und die militärische Nutzung der Atomkraft sind eng miteinander verbunden und stellen zwei dunkle Seiten ein und derselben Medaille dar. Auf der Tagung wird der Zusammenhang dieser beiden Bedrohungen thematisiert. Aktuelle Aktionsansätze der Anti-Atomkraft-Bewegung und der Anti-Atomwaffen-Bewegung werden in den Blick genommen und weiterentwickelt.
Die Kooperation zwischen Antiatom- und Friedensbewegung hat eine lange Tradition. Schon seit den 80er Jahren gibt es immer wieder gemeinsame Ansätze, um atomare Katastrophen sowohl der militärischen als auch der sogenannten zivilen Nutzung wie wir sie seit Hiroshima, Nagasaki, Tschernobyl und Fukushima kennen, zu vermeiden.
Die Veranstalter weisen darauf hin, dass immer noch Atomwaffen in Deutschland lagern. Diese sollen in absehbarer Zukunft mit erheblichem finanziellem Aufwand modernisiert werden. Aber auch der Atomausstieg gilt noch nicht als endgültig besiegelt. Nach wie vor sind in Deutschland Atomkraftwerke am Netz. Die Urananreicherung und damit die Versorgung der Atomkraftwerke mit spaltbarem Material finden im münsterländischen Gronau statt und soll dort unbefristet fortgeführt werden. Die damit verbundenen Risiken stellen ebenso eine Bedrohung dar wie die zahlreichen Atomtransporte und die nach wie vor ungeklärte Frage der Entsorgung von atomaren Abfällen. Und nicht zuletzt bei der Verwendung von abgereichertem Uran in der Waffentechnologie verbinden sich militärische und zivile Nutzung der Atomkraft.
Dies sind für die Veranstalter Gründe genug, die aktuelle Situation gerade nach der Bundestagswahl zu diskutieren. Darauf aufbauend sollen politische Ansätze und Aktionserfahrungen ausgetauscht und nach Möglichkeiten einer engeren
Zusammenarbeit der Initiativen und Organisationen gefragt werden.
Die Tagungsreferentinnen und -referenten sind

• Kazuhiko Kobayashi (Tokyo)

• Günter Wippel, (Freiburg), AG uranium-network.org

• Regina Hagen (Darmstadt), Kampagne „atomwaffenfrei.jetzt“

• Michael Zerkübel, AntiAtom-Bündnis Niederrhein/Duisburg

• Hannelore Tölke (Dortmund), DFG-VK NRW

Eingeladen sind engagierte und interessierte Menschen aus Friedens- und Anti-Atomkraft-Initiativen ebenso wie Menschen aus Menschenrechtsorganisationen, Umweltverbänden, aus kirchlichen und entwicklungspolitischen Zusammenhängen, und Gewerkschaften.

Ort der Veranstaltung ist in Duisburg das Internationale Zentrum, Flachsmarkt 15. Beginn ist um 14.00 Uhr, Ende ca. 19.00 Uhr. Die Teilnahme an der Tagung ist kostenlos.

Kontakt: DFG-VK NRW, Tel. 0231 – 818032; BBU, Tel. 0228 – 214032.

Mit einladende Organisationen sind das Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen, die AKW-nee-Gruppe Aachen, das Anti-Atom-Bündnis Niederrhein, der Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau, die Friedensinitiative Duisburg, die IPPNW-NRW, der Natur- und Umweltschutzverein Gronau (NUG), der Ostermarsch Rhein/Ruhr und die Gruppe Sofortiger Atomausstieg (SOFA) Münster.

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