MSV Duisburg: Untersuchung der Vorfälle vom vergangenen Samstag

Die Vorkommnisse nach dem Spiel gegen den 1.FC Saarbrücken am 19. Oktober 2013 haben uns alle erschüttert. Es ist eine Grenze deutlich überschritten worden, die so nicht akzeptabel ist. Gewalt ist keine Problemlösungsstrategie.

Für den MSV Duisburg stellen wir grundsätzlich fest: Integration, Respekt und Toleranz sind nicht nur Begriffe aus unserem Leitbild, sondern werden bei uns aktiv gelebt. Jeder Mensch – egal welcher Nation, Hautfarbe, sexueller Ausrichtung, ob Frau oder Mann, mit Behinderung oder ohne – soll sich bei uns wohlfühlen. Dies ist keine politische Einstellung, sondern eine Tatsache, über die es keine zwei Meinungen geben darf.

Wir möchten ausdrücklich betonen, dass wir wissen, dass dies von der Mehrheit unserer Fans ebenso gesehen und gelebt wird. Aus diesem Grund ist es uns wichtig, deutlich herauszustellen, dass wir es nicht zulassen können, dass die Gesamtheit unserer Fans in ein Licht gestellt wird, in das sie nicht gehören.

Nach jetzigem Kenntnisstand, aller für die Sicherheit zuständigen Institutionen, sowie der Fanbetreuung und der Polizei können wir nicht bestätigen, dass Anzeigen gestellt wurden oder sich Verletzte der beteiligten Gruppen gemeldet haben. Es liegen lediglich pauschale Beschuldigungen gegen ganze Gruppen, aber nicht gegen einzelne Personen vor. Demnach konnten auch noch keine Täter ermittelt werden.

Bei eindeutig identifizierten Personen, werden wir als Verein entsprechend hart und kompromisslos reagieren.

Bisher sind diverse Gespräche mit beteiligten Personen und Vertretern verschiedener Gruppen geführt worden. In dieser Dialogphase befinden wir uns aktuell noch immer. Sowohl die Intensität der Ausschreitungen, als auch die Hintergründe werden sehr unterschiedlich dargestellt. Eine politische Motivation scheint in diesem Fall nicht vorrangig vorzuliegen.

In den Wochen des Lizenzentzuges haben wir durch einzigartige Aktionen im ganzen Land auf uns aufmerksam gemacht. Friedlich haben die MSV- Fans ihre Unterstützung für den Verein gezeigt und damit überall Sympathien gesammelt. All diese Aktionen sollen nicht umsonst gewesen sein.

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