Rainer Bischoff zum Fachkräftemangel: Die Klagen und das Verhalten unserer heimischen Unternehmen sind höchst widersprüchlich!

Rainer Bischoff - Foto Thomas Rodenbücher

Rainer Bischoff – Foto Thomas Rodenbücher

„Die stetigen Klagen der Unternehmer und ihrer Verbände über den bereits bestehenden oder bevorstehenden Fachkräftemangel“,

so der Duisburger SPD-Landtagsabgeordnete Rainer Bischoff, „werden konterkariert durch das tatsächliche Verhalten der Unternehmen. Hier ist ein großer Widerspruch zu erkennen.“

 

Der drohende Fachkräftemangel werde seitens der Wirtschaftsverbände seit Jahren beklagt. Gleichzeitig seien bereits im vergangenen Jahr durch die Duisburger Unternehmen deutlich weniger Ausbildungsplätze bereitgestellt worden. Dies, so der heimische Abgeordnete, zeichne sich auch bereits jetzt für das aktuelle Ausbildungsjahr ab. Darüber hinaus hat das Land Nordrhein-Westfalen auf Drängen auch der Unternehmerverbände eine Fachkräfteinitiative ins Leben gerufen. Hier werden konkrete Hilfestellungen zur Fachkräftesicherung gerade auch für kleinere und mittlere Unternehmen angeboten.

 

„Die Abfrage auch dieses Programms“, so Rainer Bischoff weiter, „läuft gerade durch die Duisburger Unternehmen ausgesprochen schleppend. Da passt bisher etwas Grundlegendes noch nicht zusammen: Viele unserer heimischen Unternehmer klagen laut, aber handeln nicht. Dieser Widerspruch muss aufgelöst werden. Auch in diesem Falle gilt: An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen!“

 

2 thoughts on “Rainer Bischoff zum Fachkräftemangel: Die Klagen und das Verhalten unserer heimischen Unternehmen sind höchst widersprüchlich!

  1. Unternehmen, die nicht bereit sind, selbst Fachkräfte auszubilden, haben kein Recht, über Fachkräftemangel zu klagen. An arbeitslosen Jugendlichen mit brauchbaren Schulabschlüssen mangelt es in Duisburg nicht. Kein Grund, nach fertig ausgebildeten Fachkräften aus dem Ausland zu krähen, die allerdings gegenüber den inländischen Ausbildungswilligen den gravierenden Nachteil fehlender Sprachkenntnisse haben. Seine Fachkräfte kann jeder Betrieb selbst ausbilden. Es muss nur die Bereitschaft dazu bestehen.
    Fachkräfte einfach nur abzuschöpfen, die andere Betriebe kostenträchtig ausgebildet haben, ist Schmarotzertum.

  2. Um sich zu dieser tiefgreifenden Problematik äußern zu können, muss man mindestens mal 10 Jahre erfolgreich selbstständig gewesen sein. Auf Aussagen von Verbänden kann man sich nicht stützen. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen das die Handwerksbetriebe es leid sind nach geeigneten, den Grundrechenarten kennenden Auszubildenden zu suchen.