Was tun bei Schimmel im Bad

In Zeiten bestens abgedichteter Fenster und Türen lässt sich ein beträchtlicher Teil an Heizkosten sparen, da die durch undichte Fugen eindringende Zugluft auf ein Minimum reduziert wird. Bedauerlicherweise hält diese Verbesserung aber nicht nur die warme Luft, sondern auch Feuchtigkeit, die beim Kochen, Schwitzen und durch den Atem der Bewohner ensteht, in den Räumlichkeiten. Besonders anfällig ist dabei das Badezimmer, in dem durch regelmäßiges Duschen oder Baden oft tropische Bedingungen herrschen. Das führt in vielen Fällen zu Schimmelbefall. Wer diesen beispielsweise in der Dusche entdeckt, sollte schnell handeln, da die dunklen Flecken nicht nur unschön aussehen, sondern gesundheitsschädigend sind. Reizungen der Haut und Atemwege, Allergien und Kopfschmerzen sind die häufigsten Auswirkungen von Schimmelbefall in der Wohnung. Handlungsbedarf besteht auch bei kleinen befallenen Bereichen, da diese lediglich die äußeren Warnzeichen der bereits in der Atemluft schwebenden Sporen sind. Bei der Reinigung sollte deshalb unbedingt ein Atemschutz getragen werden.

Vorsicht ist besser als Nachsicht

Für die Entstehung von Schimmel gibt es vielerlei Gründe. Selbstverständlich gehören immer Feuchtigkeit und Wärme dazu. Häufigster Grund ist jedoch eine unzureichende Belüftung des Badezimmers. Wer dann zusätzlich kräftig heizt, bietet dem Pilz die besten Wachstumsbedingungen. Es ist also unbedingt darauf zu achten, regelmäßig nach dem Duschen oder Baden durchzulüften. Beschlagene Fenster sind das sicherste Zeichen für eine zu hohe Luftfeuchtigkeit im Raum. Wer weder über Fenster noch Lüftungsschächte im Bad verfügt, kann die Zimmertür offen stehen lassen und belüftet dann auch die umliegenden Räume, in die die Feuchtigkeit entweicht. Geschieht das nicht, besteht die Gefahr, dass sich der Wasserdampf an den Wänden der übrigen Räumlichkeiten absetzt und so die Schimmelbildung dort begünstigt. Am besten sorgt man mindestens einmal täglich auch in den anderen Zimmern eine Viertelstunde mit weit geöffneten Fenstern für Durchzug, sodass die gesamte Luft zirkulieren und gänzlich ausgetauscht werden kann.

Bei professioneller Montage hat Schimmel keine Chance

Doch nicht immer ist falsche Lüftung für den Befall verantwortlich. Baumängel wie ungenügend isolierte Wände, ungenau eingepasste oder nur nachlässig abgedichtete Nasszellen können ebenso der Grund sein und lassen sich mitunter am schwierigsten beheben. Dichtungen müssen entfernt und erneuert und die in Mitleidenschaft gezogenen Bereiche gründlich gereinigt werden, nicht selten mit ätzender Chemiekeule. Um diesen Arbeitsaufwand im Vorfeld zu vermeiden, sollte man beim Umbau des Badezimmers immer auf die Dienste von Profis zurückgreifen. Einige Anbieter übernehmen die genaue Aufmessung und Montage der Badmöbel vor Ort, sodass Risiken durch Installationsfehler ausgeschlossen werden können. Im Nachhinein Mängel zu beheben, kostet nämlich nicht nur viel Geld, sondern auch reichlich Nerven. Vor allem, wenn die genaue Ursache nicht auf Anhieb ausgemacht werden kann. Ist das Mauerwerk angegriffen, fallen sogar noch aufwendigere Arbeiten an, die nur von Fachunternehmen übernommen werden können.

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