Quo vadis Hubbrücke Walsum? – Walsumer Grüne fordern Transparenz von Stadtspitze

Duisburg – Am 12.Oktober jährt sich die Schließung der Walsumer Hubbrücke. Ebenso lang wartet die Walsumer Bevölkerung auf ein Zeichen der Steag als Eigentümerin des Bauwerks wie es mit dem eisernen Konstrukt weiter gehen soll. Auch Oberbürgermeister Sören Link (SPD) schweigt sich über den Stand der Planungen aus, obwohl er im Januar diesen Jahres dem Vorstand der Walsumer Grünen im Rahmen der Übergabe der Unterschriftenlisten zum Erhalt der Hubbrücke zugesichert hatte, zeitnah über den Stand der Verhandlungen zwischen Stadt und Steag zu informieren. Seither herrscht Funkstille. Da hilft es auch nicht, dass bei einer Sitzung der Walsumer Bezirksvertretung seitens Stadtverwaltung der schwammige Sachstand berichtet wurde, nach dem Motto „Noch ist nichts entschieden“. Die Verhandlungen zwischen Sören Link als Stadtoberhaupt und der Steag als Eigentümerin finden im engsten Rahmen statt und ein Gegenvorschlag folgt auf den Anderen. Monat um Monat verstreicht ohne das es zählbare Ergebnisse vorzuweisen gibt.
Diese Situation ist für den Vorstand des grünen Ortsverbands nicht weiter hinnehmbar. Die Bürgerinnen und Bürger Walsums haben nach einhelliger Meinung der Walsumer Bündnisgrünen ein Anrecht zu erfahren, wie es mit einem der letzten Wahrzeichen der Geschichte des Ortsteils weiter geht.
„Es kann nicht angehen, dass wir Grünen im Rahmen einer Unterschriftenaktion zum Erhalt der Walsumer Hubbrücke über 6.500 Unterschriften sammeln und somit den Willen der oben genannten 6.500 Bürgerinnen und Bürgern der Stadtspitze übergeben und diese es noch nicht einmal für nötig hält, innerhalb von 12 Monaten nach der Schließung die Bevölkerung über die Zukunft der Hubbrücke zu informieren! Transparenz und Bürgerbeteiligung sieht für uns Grüne anders aus!“ erklärt Markus Laaks, Vorstandsmitglied des Ortsverbands Walsum, erbost.
„Wir sind von Oberbürgermeister Link sehr enttäuscht. Uns wurde zugesichert die Walsumerinnen und Walsumer so bald wie möglich zu informieren. Das war am 29.Januar 2013!“ ergänzt Jürgen Schröder, Sprecher OV Walsum, seinen Vorstandskollegen. Durch die Sperrung der Hubbrücke ist ein wichtiger Verkehrsweg in der Walsumer Rheinaue unpassierbar und z.B. der Betreiber der Fähre Walsum hat seither mit erheblichen Einnahmeeinbußen zu kämpfen.
Das Handlungsbedarf im Fall der Hubbrücke bestand zeichnete sich bereits mehrere Jahre im Vorfeld ab. Leider wurden seitens der Eigentümerin Steag diese Anzeichen ignoriert und kein Handschlag unternommen den Verfall zu stoppen, lieber beauftragte man Sachverständige um zu schauen, wann die Hubbrücke aus Sicherheitsgründen geschlossen werden muss.
Der Grüne Ortsverband setzt sich dafür ein, den Bürgerwillen endlich anzuerkennen und die Walsumer Hubbrücke als Wahrzeichen Walsums zu erhalten und als Verkehrsweg für alle Verkehrsteilnehmer wieder in Stand zu setzen.

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