Duisburger Wohlfahrtsverbände lassen Roma-Gebetsraum schließen

stimmer-der-migranten-9492Wie heute bekannt wurde, hat auf Drängen der „Arbeitsgemeinschaft der Verbände der Freien Wohlfahrtspflege in Duisburg“ (Mitglieder unter anderen AWO, Caritas, Jüdische Gemeinde), der Verein ZOF e.V. die Schlösser für den Gebetraum auf dem Anwesen „In den Peschen 3-5“ austauschen lassen. Damit kann der regelmäßig am Samstag stattfindende Gottesdienst, der von etwa 100 Gläubigen besucht wird, nicht mehr abgehalten werden. Neben dem Gottesdienst wurde der Raum aber auch zur Beschäftigung und Lernaktivitäten jener Kinder benutzt, die zur Zeit noch nicht beschult werden.

 

Der Sozialaktivist und Vorsitzender des Vereins „Bürger für Bürger“ Rolf Karling zeigt sich entsetzt von diesem Vorgehen und will kurzfristig einen Bürocontainer auf dem Privatgrundstück eines Anwohners hinstellen. „Es kann nicht sein, dass hier Eitelkeiten und Machtspielchen der Verbandsfunktionäre auf den Rücken der Roma ausgetragen werden“, sagt ein sichtlich enttäuschter Karling. „Für kommenden Samstag werden wir die Vereinsräumlichkeiten von „Bürger für Bürger“ für den Gottesdienst zur Verfügung stellen.

 

Ebenfalls enttäuscht zeigt sich die Vorsitzende des Vereins „Stimme der Migranten e.V.“, Vasilka Bettzieche, über diesen Vorfall. „Es kann nicht sein, dass unsere positive Arbeit Vorort tagtäglich torpediert wird. Wir werden für die nächste Woche zu einer Demonstration der Duisburger Roma vor dem Rathaus aufrufen, um auf diesen Missstand hinzuweisen“, erklärt die Vorsitzende.

 

Den genauen Termin der Demonstration wird noch bekannt gegeben.

 

2 thoughts on “Duisburger Wohlfahrtsverbände lassen Roma-Gebetsraum schließen

  1. Ein deutliches Mehr an Recherche zu den Hintergründen täte hier gut.Insbesondere,ob beispielsweise außer zu Presseterminen tatsächlich eine entsprechende Beschulung stattfindet,oder wie Anwohner berichten ausschließlich dann Unterricht inszeniert wird,wenn Presse angekündigt ist.Die Frage,wer hier zu „Eitelkeiten“ und Spielen neigt halte ich nicht für beantwortet.

  2. #Frank: „Ein deutliches Mehr an Recherche zu den Hintergründen täte hier gut.“
    Sehe ich auch so. Wer genau hat die Schlösser austauschen lassen und warum? Sollte es einer der – die dortigen Aktivitäten finanzierenden – Wohlfahrtsverbände sein, wird es einen handfesten Grund dafür geben. Den würde ich gerne erfahren. Mögen sich Karling und Bettzieche noch so medienwirksam empören, die Integrationsmaßnahmen vor Ort finanzieren nicht sie, sondern die Wohlfahrtsverbände und die haben ganz sicher einen handfesten Grund für ihre Maßnahme.