Hochfeld: Stadtteilbüro bald nur halbtags, Strassenverbrechen im Normalmass

Duisburg-Hochfeld ist gewöhnlicher als die subjektive Lage scheint.

Bild aus dem Stadtteil Hochfeld

Street: Hochfeld

Auf der 137. Sitzung des Runden Tisches zu Duisburg-Hochfeld trug auch der Dorfsheriff der hiesigen Wache vor.

Vor dem korporatistischen Gremium, besetzt von Wohlfahrtsverbandsrepräsentanten und engagierten Bürgern, gab Rolf Günter, Chef der Hochfelder Wache, einen Einblick in die vorläufige polizeiliche Kriminalstatistik.

Was Hochfeld angeht, dozierte er Zahlen des letzten ersten Halbjahres (II/2013) – im Vergleich zu denen des vorletzten ersten Halbjahres (II/2012):

Demnach habe sich im Bereich der Strassenkriminalität nichts wirklich Spektakuläres getan.

Zu verzeichnen gewesen wäre höchstens ein signifikanter Rückgang an Raubüberfällen in seinem Sprengel (35 letztens / 24 heuer).

Jedoch ein deutlicher Anstieg an Straftaten rund um Kraftfahrzeuge (48 heuer, 36 letztens).

Inspektionsleiter Günter gab zu bedenken, dass in den Abschnitten Duisburg-Altstadt, dort ist das Puffviertel, und Duisburg-Innenstadt, dort ist der Hauptbahnhof, naturgemäss mehr los wäre.

Angesprochen auf die klassisch in jedwedem anomischen Stadtteil mit Immigrantenszene urbane Legende von der Kinderprostitution repetierte er die einschlägige Sprachregelung der hiesigen Polizei: ‚Uns ist davon nichts bekannt.‘

Und sonst so?

Jeder weiss, dass es in Hochfeld mehrere geduldete Coffieshops gibt. Wo man schlechtes Gras teuer kaufen kann.

Gestern abend frugen in einem Laden, der natürlich kein Gras vertickt, sondern nur so zufällig im Raume steht, Gott bewahr, nur ein Einfallstor in den Kiez vielleicht, zwei Leute nacheinander den Türsteher nach den Coffieshops. Auf Englisch, Türkisch und Bulgarisch. Sie wurden in die Irre geschickt.

Dann noch die traurige Nachricht:

Bestätigt von Georg Fobbe. Dem längjährigen verdienten Leiter des Stadtteilbüros.

Sein Laden wird sich einschränken müssen. Ab 2014. Mit weniger Personal. Mit kürzeren Öffnungszeiten. Weil ein staatsalimentiertes Programm ausliefe. Und die Stadt das nicht alleine stemmen können wird, wie’s aussieht.

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