Zuwanderung in Duisburg: Fußvolkes Futterneid

_pronrw-3020Wer wollte es den Zukurzgekommenen verdenken, wenn sie sich darüber beklagten, zu kurz gekommen zu sein?! Man muss nicht erst irgendeine x-beliebige Statistik über die Einkommens- oder Vermögensverteilung hierzulande heranziehen. Man weiß es auch so: „Leistungsgesellschaft“ oder gar „Leistungsgerechtigkeit“ – alles ideologisches Gerede. Hier wird beschissen, bis dass die Schwarte kracht. Die Einen verdienen, die Anderen dienen, und diejenigen, denen nicht einmal die Ehre zuteil wird, dienen zu dürfen, machen auf dem Jobcenter einen Streifen mit, der sich gewaschen hat. Ja, es gibt sie, die Zukurzgekommenen, und es werden – trotz günstiger Wirtschaftsdaten – eher mehr als weniger.

 

Doch sie beschweren sich nicht. Sie nehmen – und das macht sie im Grunde recht sympathisch – ihr Schicksal in aller Regel ziemlich klaglos hin. Umgekehrt kommt es immer mal vor, dass über einzelne Zukurzgekommene Geschichten erzählt werden, die dafür herhalten sollen zu zeigen, dass die uns alle allein deshalb auf der Tasche liegen, weil sie zu faul zum Arbeiten seien. Alle. Die Zukurzgekommenen bleiben ruhig. Besser nicht Auffallen. Denn man weiß: es geht nicht immer freundlich zu. Nicht im Fußvolk. Denn auch das Leben derjenigen, und das sind ja die meisten, die einen Job haben, ist ja nicht unbedingt immer das reine Zuckerschlecken. Zehn Jahre lang ist unterm Strich nicht ein Euro hinzugekommen.

 

Dabei möchte man sich doch auch mal etwas leisten können. Ewig diese Schufterei, trotzdem ständig diese Rechnerei! Doch was soll man sich beschweren?! Das bringt ja doch nichts. Und vor allem: bei wem? Also: bei wem sollte man sich beschweren? Und: worüber eigentlich? Also: über wen? Es ist, wie es ist. Unsereins kann sowieso nichts machen. Besser nicht Auffallen. Das Fußvolk ist nicht blöd. Es ist realistisch. Und es hat Würde. Die Zukurzgekommenen wollen sich nicht auch noch von denjenigen, die nicht zu kurz gekommen sind, vorhalten lassen, ja doch nur die Zukurzgekommenen zu sein. Es gibt Grenzen! Wenn sich jeder daran hält, an diese Grenzen, dann ist auch mit dem Fußvolk ganz gut Kirschen Essen. Wenn aber nicht…

 

 

Wenn aber nicht, und wenn dann auch noch irgendwelche Fremden angewackelt kommen, und, wie könnte es anders sein, sich an die ohnehin schon zu kleinen Tischchen setzen, ungebeten dazusetzen und sich dann auch noch an die ohnehin schon zu kleinen Tellerchen machen wollen, um sich das ohnehin schon zu knapp bemessene Futter reinzuziehen, dann… – ja, wie soll man sagen?! Dann ist jedenfalls Schluss mit gut Kirschen Essen. Schluss mit Realismus und mit „besser nicht Auffallen“. Da gerät das Fußvolk in Wallung, da werden die Zukurzgekommenen wach oder, wie es Karl-Heinz S., „38 Jahre alt, Vater zweier Kinder und von Beruf Wachmann“ schon im letzten Oktober so treffend formuliert hatte: „Da könnte ich ausrasten!“

 

Ich hatte Ihnen diesen Prototypen eines Fußvolksvertreters sogleich vorgestellt. Das ist ja auch…, ich meine: da hat es so ein Zukurzgekommener, der Tag um Tag Dinge bewachen darf, die nicht ihm, sondern irgendwelchen Nicht-Zukurzgekommenen gehören, endlich auch einmal zu einem bisschen Was geschafft gekriegt („Einen schöneren Parkblick als Karl-Heinz S. und seine Familie kann man sich in Marxloh schwerlich anmieten“), und dann das! „Seitdem diese rumänischen Roma hier wohnen, geht hier alles den Bach runter“, erzählt Karl-Heinz. Den „modernen, großen Spielplatz im Schwelgernpark … hätten die Roma seit ihrer Ankunft regelrecht okkupiert.“ Leider kein Einzelfall. Wie in Marxloh, also auch in Rheinhausen.

 

„Wer kümmert sich eigentlich um uns?“ fragt sich das nicht beim Namen genannte Fußvolk rund um das sog. „Problemhaus“ in den Peschen. So stand es gestern in der NRZ und der WAZ, als in der Ausgabe Duisburg-West über einen „Nachmittag in Bergheim“ berichtet wurde – und zwar so: „Viel ist in der Vergangenheit geschrieben worden über die Integrationsversuche diverser Institutionen und Aufräumarbeiten rund um das Hochhaus. Beobachtet haben all das die Nachbarn, viele fragen sich: `Wer kümmert sich eigentlich um uns?“ Viele, zweifellos glaubhaft. Viele, namentlich nicht Genannte. Denn man kennt das ja: wie schnell werden “ganz normale Bürger als Rassisten beschimpft“?! Also doch: besser nicht Auffallen?

 

 

Die Eheleute Reuter, Anwohner aus der Beguinenstraße, melden sich im NRZ/WAZ-Artikel mit Namen und Gesicht(ern) zu Wort. Anständige Leute. Was „Tag für Tag nur wenige Schritte von ihrem Heim entfernt passiert, formulieren sie – im Gegensatz zu einigen anderen Nachbarn – sehr moderat“. So steht es in der Zeitung, wobei man sich „moderat“ nun nicht so vorstellen darf, dass die Reuters im Grunde dasselbe dächten, wie ihre deutschen Nachbarn – nur eben dies „moderater“ formulierten. Nein, Annette Reuter sagt ganz klar: „Sie (die Roma) sollen ja gar nicht so leben wie wir.“ Und: „Es geht nicht darum, dass die hier verschwinden.“ Ich weiß nicht, ob und wenn ja, wie viel Mut es braucht, sich so in der Zeitung zu präsentieren, wenn man dort wohnt.

 

Jedenfalls weiß Frau Reuter, worüber sie spricht, wenn sie sagt: „Die Roma sind nicht aggressiv, trotz der Hitze und der großen Masse an Menschen in den Häusern. Was steigt ist die Aggression bei einigen Nachbarn.“ Etwa bei Marita H., die ihren Namen angegeben hatte, als sie ihren Leserbrief an die NRZ / WAZ – Ausgabe DU-West geschickt hatte, der in der Printausgabe am 23. Juli gedruckt wurde. „Mit Befremden lese ich den großen Bericht um die Säuberungsaktion rund um das Problemhaus“, beginnt Marita, um gleich in den zweiten Satz diese geschmackvolle rhetorische Frage unterzubringen: „Wie krank muss man sein, um den Dreck für diese Zuwanderer weg zu schaffen?“ Ja: „krank“ – so hat sie es geschrieben, die Marita.

 

„Die stehen am Fenster…“, fährt sie fort und weiß selbstverständlich, was in einem Roma-Gehirn so vor sich geht: „…und denken: die blöden Deutschen.“ Nichts fürchtet eine Zukurzgekommene mehr, als von Anderen, die im Zweifel alle in Saus und Braus leben, für blöd gehalten zu werden. Doch gesellt sich erst einmal auch noch der Futterneid hinzu, entwickelt sich diese Furcht des Fußvolkes zu einer allenfalls schwer heilbaren Paranoia.„Die stehen am Fenster und denken: die blöden Deutschen.“ Oder wollen Sie etwa versuchen, der leserbriefschreibenden Marita diese Besessenheit auszureden?! Weiter im Text: „Die pöbeln den ganzen Tag auf der Straße herum, warum gibt man denen keinen Besen in die Hand?“

 

 

Leider kein Einzelfall, diese Marita. Einige Blicke in die einschlägigen Blogs im Internet und schnell ist klar: es handelt sich hier um eine hochgradig ansteckende Krankheit, die sich in Windeseile von der zu kurz gekommenen Population rund um das Romahaus oder anderen Roma-Ansiedlungen in das gesamte Fußvolk ausbreitet. „Wie krank muss man sein“, fragt Marita. „Wie krank kann man sein“, frage ich – ebenfalls rhetorisch. Denn im Grunde wissen wir, welche Ausmaße dieses Krankheitsbild annehmen kann. Ich habe nichtsdestotrotz Screenshots von Gesprächspassagen aus Facebook-Gruppen gespeichert, die einige Zukurzgekommene in Momenten zeigen, in denen sie sich unbeobachtet fühlten. Röntgenbilder des Entsetzlichen.

 

“Ganz normale Bürger“, die ihres Erachtens völlig zu Unrecht „als Rassisten beschimpft“ werden, lassen die Sau raus. Wohlbemerkt: die Rede ist nicht von Menschen, die im Wohnzimmer den größten Führer aller Zeiten in Öl hängen haben und die als Bettlektüre vornehmlich in Landserheftchen stöbern. Die Rede ist von – Eigenwahrnehmung – “ganz normalen Bürgern“, von Zukurzgekommenen, die mitansehen müssen, dass Menschen, die ihnen ohnehin lästig sind, geholfen wird, ihnen selbst aber – wieder einmal, wie so oft – nicht. „Wer kümmert sich eigentlich um uns?“ Ein Hilferuf, gewiss. Aber auch die klare Positionierung als Opfer, dem, wenn ihm denn die Hilfe weiter verweigert wird, zuzubilligen ist, das Recht in die eigenen Hände nehmen zu dürfen.

 

Bei Marita H. Liest sich das so: „Immer wird nur über die Zuwanderer berichtet, nur meine ich, dass diese Berichterstattung sehr einseitig ist.“ Klar. „Warum wird nicht mal ein Bericht über die Anwohner geschrieben?“ Gut, NRZ und WAZ haben geliefert, ich hiermit auch. „Über die unerträglichen Zustände auf der Beguinenstraße?“ Nun, das ist aber ein alter Hut. „Wir müssen alles kommentarlos wegstecken und sind noch die Blöden.“ Eine Frage, Marita: kommen Sie sich jetzt, nachdem Sie alles kommentiert haben, nicht mehr ganz so blöde vor? Lassen Sie mich raten, Marita! Ich schätze, der Abdruck Ihres Leserbriefs hat an Ihrem Blödgefühl nichts ändern können. Es ist halt eine Besessenheit. „Wer kümmert sich eigentlich um uns?“ Marita, ich denke: der Staatsschutz. Doch der kann dies verständlicherweise nicht an die große Glocke hängen.

25 thoughts on “Zuwanderung in Duisburg: Fußvolkes Futterneid

  1. Sehr geehrter Herr Dr. Jurga,

    Ihr Hochmut ist mal wieder schwer erträglich. Sie gehören nicht zu den von Ihnen verachteten „Zukurzgekommenen“. Sie wohnen weder in Bergheim, noch in Marxloh, noch in Hochfeld. Nichts desto Trotz erlauben Sie sich ein erhabenes Urteil über die Lebens- und Erlebenswelt der Anwohner in Problemvierteln mit zugereisten Problembewohnern.
    Ich verurteile diese Leute nicht wie Sie, ich kann sie verstehen. Sie haben sich mit bescheidenen Mitteln eine Existenz in den heutigen Problemvierteln aufgebaut und sollen sich heute klaglos mit nächtlichem Dauerlärm, Müllproblemen, in die Gegend ka**enden Kindern und sonstigem asozialen Verhalten abfinden. Das ist eindeutig zuviel verlangt. Auch die lt. Jurga-Jargon „Zukurzgekommenen“ sind Bürger dieser Stadt, um deren Wohlergehen sich die Stadt zu bemühen hat. Erst die Bürger, dann die Zugereisten.

    • Sehr geehrte Frau oder sehr geehrter Herr turnaround,
      auch wenn es für Sie schwer erträglich ist: auch die Bürger in den, wie Sie sich ausdrücken, „heutigen Problemvierteln“ haben sich mit den Realitäten abzufinden. Das ist nicht etwa „eindeutig zuviel verlangt“, sondern das Mindeste, was verlangt werden muss. Es ist nämlich kein Zufall, dass die Alternative, nämlich das Sich-nicht-damit-Abfinden-Wollen in Gewaltphantasien bis hin zu Mord und Totschlag münden. Es ist kein Zufall, sondern folgerichtig, weil sich die von ihnen geschilderten Probleme nicht per Knopfdruck aus der Welt schaffen lassen. Wer die Welt, wie sie ist, nicht wahrhaben will, weil sie ihm nicht schmeckt, stellt über kurz oder lang eine Gefahr für sich und/oder Andere dar.
      Im übrigen, turnaround: Ihre Abschlussparole „Erst die Bürger, dann die Zugereisten“ – ist die von Ihnen? Oder haben Sie die auf irgendeinem Parteiplakat gesehen? Sehr schwer erträglich, turnaround, sehr schwer erträglich…

      • Sehr geehrter Herr Dr. Jurga,

        Ihre Reaktion zeigt einmal mehr deutlich, dass Sie gegenteilige Meinungen nicht akzeptieren können und wollen. Es ist daher künftig müßig, sich mit Ihren Artikeln zu befassen.
        Nur zur Erläuterung: Meine sog. „Parole“ stammt von mir. Ich gehöre keiner Partei an und stehe auch keiner nahe.

  2. Dr. Jurga, jetzt gehen Sie eindeutig zu weit. Wir leben hier in unserem Land, für dessen Wiederaufleben nach dem Krieg und für dessen viele Freiheiten turnaround und auch ich hart gearbeitet und gekämpft haben. Da Sie zu jung sind, werden Sie manches gar nicht erst verstehen können, weil sie es nicht erleben und somit nicht begreifen konnten. Nur theoretisch sind Ihre Erkenntnisse so wertvoll wie ein erzähltes Mittagessen, von dem man selten satt wird.

    Wenn Zuwanderer zu uns kommen, können und dürfen wir von Ihnen erwarten, dass sie sich unseren Gesetzen und Regeln anpassen, wie wir dies auch tun müssen. Das ist eine sehr elementare Basis für ein friedliches Miteinander. Man braucht kein abgeschlossenes Studium, um zu kapieren, dass der Müll nicht über den Balkon geworfen wird, sondern in die bereitgestellten Müllgefässe. Damit ist niemand intellektuell überfordert, auch der Schlichteste nicht.

    Die fröhliche Lebensweise mancher Zuwanderer ist an sich positiv. Wenn diese jedoch fröhlich laut bis in die Nacht gelebt wird, kann das schon diejenigen stören, die ihren Schlaf brauchen, weil sie morgens sehr früh wieder arbeiten müssen. Und deshalb gibt es die sinnvolle Vorschrift der Nachtruhe ab 22.00h, die auf unser übliches Arbeitsleben abgestellt ist.

    Es ist perfide und auch dämlich, wenn Sie berechtigten Ärger und auch Sorgen auf die Ebene der von Ihnen so benannten Zukurzgekommenen hinabziehen. Jeder in einer Gesellschaft, auch Zuwanderer mit anderer Lebensart und Weltanschauung hat sich seinem Umfeld anzupassen, denn nur so funktioniert Miteinanderleben, und so könnte theoretisch auch das von Ihnen wahrscheinlich sehr goutierte Multi-Kulti funktionieren. In der Praxis hapert es allerdings am immer wieder demonstrierten Unwillen zur Integration und mangelnder Toleranz. Und das hat nichts, aber auch gar nichts mit Rassismus zu tun. Wenn wir nicht endlich mit dem Selbstbewusstsein, das wir uns erarbeitet haben nach der Katastrophe des letzten Jahrhunderts, unsere berechtigten Forderungen stellen, werden wir über kurz oder lang tatsächlich zu den Zukurzgekommenen mutieren, weil die Intoleranz das Sagen haben wird. In einem solchen Land will ich dann allerdings nicht mehr leben.

    Sie sollten mit Ihrer SPD und deren Politikpartner, den Grünen, noch einmal in Klausur gehen und darüber nachdenken, warum in den klassischen Einwanderungsländern USA, Kanada, Neuseeland viele Probleme gar nicht erst aufkommen und was wir daraus lernen können. Da werden knallharte Forderungen gestellt, und siehe da, es funktioniert. Im übrigen sind schon Kinder glücklich und fühlen sich sicher, wenn man ihnen einen Orientierungsrahmen gibt. Das ist die beste Voraussetzung für eine gute Entwicklung.

  3. Was muss Ihnen im Leben entgangen sein, welche Kränkungen müssen Sie erlebt haben, welche intellektuellen Defizite motivieren Sie, diese Menschen anzugreifen ? Sie müssen dafür ja an der Grenze zum Wahnsinn angelangt sein. Oder schon jenseits davon irrlichtern. Verantwortung für Ihr Land, für unsere Kultur, für eine bisher friedliche Gesellschaft, für Ihre eigene Art? Fehlanzeige.

  4. Jetzt warte ich schon sehr sehr lange auf Ihre Antwort, Herr Jurga. Sie sind doch sonst um keine verlegen und schaffen es selten, einen Einwand zu lesen, ohne gleich pseudoironisches Gift und Galle zu spucken.
    Kommt da noch was?

    Oder grübeln Sie noch darüber nach, wie es kommen konnte, dass gerade einige Fahrräder des „futterneidischen Fußvolkes“ im „Problemhaus“ sicher gestellt und „Neuradler“ als Diebe identifiziert wurden?
    Während es gleichzeitig dort „Fahrräder satt“ zwar nicht vom Himmel, aber von den Balkonen regnete?

  5. Sie warten auf eine Antwort von mir, Frau Müller?! Das ist mir erstens entgangen, und zweitens hatte ich schon vor ziemlich genau vier Jahren Lebewohl gesagt.
    http://archiv.jurga.de/html/liebe_mimi_muller.html

    Dass es einmal so weit kommen würde, dass ich Sie mitten im Mob würde entdecken müssen, hätte ich zwar auch damals noch nicht geahnt. Aber so ist es eben jetzt. Warten Sie nicht auf Antworten von mir, Frau Müller! Schauen Sie in den Spiegel, schauen Sie auf diese Kommentarseite und Sie sehen, wo Sie gelandet sind! Schlimm. Als ich Sie kennengelernt hatte, waren Sie eine Streiterin für die Humanität. Jetzt segeln Sie mit im braunen Wind und hetzen gegen die Topanwärter auf ein Pogrom.
    Ich kann Ihnen nicht helfen. Ich will Ihnen nicht helfen. Sie sind angekommen. Lassen Sie mich bitte in Frieden!

    • Wer Verständnis für die berechtigten Anliegen der Anwohner des Problemhauses äußert, wird von Ihnen, Herr Doktor, ausnahmslos in die braune Ecke gestellt. Das ist falsch und ungerecht. Es ist perfide, ausgerechnet Mimi Müller eine braune Gesinnung zu unterstellen. Sie wissen das und tun es trotzdem. Ich denke, Sie sind heißgelaufen und brauchen Hilfe. Ich kann Sie nicht mehr Ernst nehmen.

  6. Schlimm, der Mann !

    Und so einer hat einen Doktortitel !

    Bei völligem Realitätsverlust !

    Vielleicht muss man erst mal bei ihm in den Vorgarten sch….n

    oder mal am Geldautomaten behilflich sein !!

  7. Das war mir klar, daß Sie sich auf die übliche Art und unverzüglich zu Worte melden würden, wenn mein Posting veröffentlicht würde. Schnappatmung gehabt? Ging ja noch schneller als ich dachte…

    Die Antwort, von der Sie glauben, dass ich sie Ihnen schuldig seie, die habe ich Ihnen damals schlichtweg erspart.
    Wenn ich auf dieses dummdreiste Zeug, das Sie schrieben, gar nicht einging, obwohl Sie doch alles daran setzten, dann, weil mein Schweigen der Höflichkeit geschuldet war. Mein Schweigen der Höflichkeit geschuldet, Herr Jurga, und nicht etwa Ihnen eine Antwort.

    Ich lasse mir nämlich grundsätzlich nicht, nicht durch Taschenspielerricks und auch auf keine noch so erbärmliche andere Art, Antworten abpressen.

    Gerne ließ ich Ihnen auch jetzt wieder „Ihren“ Frieden – wenn Sie denn überhaupt einen hätten.

    Wo bitte sind denn Ihre Beiträge jemals auch nur ansatzweise von Frieden gezeichnet ? Wo, wann haben Sie jemals versucht, eine Eskalation zu verhindern, statt sie nachhaltig zu befördern?
    Sie sind doch unablässig auf dem Kriegspfad! Ihr pseudointellektuelles Geschreibsel ist doch geprägt von stetigen Angriffen und Herabsetzung Andersdenkender und diese Ausbrüche sind genau der gleichen Natur, die Sie bei Anderen anprangern.

    Dass Sie sich selbst mit Ihren Ausbrüchen eine kurzfristige Befriedigung verschaffen, glaube ich gern.
    Sie verwechseln in Ihrer Nicht-Antwort aber Selbstbefriedigung mit Frieden.

    Sie sind um keinen Deut besser als die, die sie zu kritisieren wünschen und Sie sind ebenso blindwütig. „Ihr“ Frieden ist immer dann, wenn Sie sich durchgesetzt haben? Und der Zweck heiligt Ihre Mittel?

    Ist Ihnen jemals der Gedanke gekommen, sich selbst so kritisch unter die Lupe zu nehmen, wie Sie es bei Anderen so gern und übereifrig tun?

    Wenn Sie dazu nicht in der Lage sind ( manch einem fällt es schwer, sich von sich selbst in hinreichender Weise zu distanzieren ) dann lassen Sie doch Ihre eigenen Texte einmal im DISS analysieren.
    Vielleicht nehmen Sie Analysen, die dort getroffen werden, bereitwilliger zur Kenntnis als meine.

    Vielleicht wird Ihnen ja da geholfen.

  8. Sehr verehrter Herr Dr. Jurga!

    Bin gerade zufällig auf diese Website gestoßen und habe Ihren Beitrag und die Kommentare aufmerksam gelesen. Es beruhigt mich zu erfahren, dass es sich nach Ihren Recherchen bei den Problemschilderungen, speziell der von Ihnen zitierten Anwohnerin „Marita“ nicht etwa um berechtigte und begründete Einwände, sondern nur um Querelen einer „futterneidischen“ (kurz Mob genannten) „Zukurzgekommenen“ unserer Gesellschaft handelt, die sich mangels eigener Sozialkompetenz keinerlei Kritik an den Verhältnissen bzw. der Lebensführung der rumänischen Bewohner besagter – zwischenzeitlich durch einschlägige Medien bundesweit publik gemachter – Duisburger Problemimmobilie anmaßen sollte.

    • Herr Ramirez,

      wie Sie schreiben, sind Sie zufällig auf diese Webseite gestossen, können also nicht wissen, dass Herr Jurga kein Journalist und mithin nicht in der Weise recherchiert, wie Sie es von seriösen Journalisten gewohnt sein mögen.
      In seinem obigen „Artikel“ werden Meinungsäußerungen unterschiedlicher Dritter aus unterschiedlichen medialen Abteilungen ( 1. ein Zeitungsartikel 2. ein Leserbrief 3. div. Facebook – Posts) in einen Topf geworfen geworfen und das, was ich für eine „saubere Trennlinien“ hielte, wird nicht gezogen.
      Dies führt dazu, daß berechtigte und begründete Einwände von Anwohnern der genannten Häuser nicht mehr zur Kenntnis genommen werden und Menschen von Herrn Jurga schneller „dem Mob“ zugeordnet werden, als ich das Wort auch nur tippen kann. Wenn Herr Jurga über die „Marita“s dieser Welt hätte schreiben wollen, dann hätte er sich genau darauf beschränken und das herausarbeiten müssen, statt jeden, der berechtigte Einwände geltend machen wollte, zum Rassisten zu stempeln, oder dem Mob zuzurechnen.
      Wenn man aber jeden, der ein berechtigtes Anliegen hat, auf eine solche Weise diskreditiert, dann trägt man ganz und gar nicht zur Lösung bei. Dann ist eher Teil eines Problems.

  9. Ich bin der Auffassung, dass es sich bei den Problemen, die „In den Peschen“ den derzeitigen Alltag beherrschen, zunächst einmal um Probleme handelt, die überhaupt gar nichts mit der nationalen/ethnischen Herkunft der Bewohner des Hauses 3-5 zu tun haben.

    Ursächlich für die Probleme ist nicht etwa die Frage der Herkunft derer, die dort wohnen, sondern die des nachbarschaftlichen „Miteinanders“, und der Einhaltung von grundlegenden gesellschaftlichen Vereinbarungen.

    Nehmen wir doch einmal an, eine Vielzahl von Bundesbürgern aus einer anderen Ecke Deutschlands oder Duisburger aus einem anderen Viertel wären „In den Peschen“ gezogen und diese „Bundesbürger“ verhielten sich genau so, wie es die derzeitigen Bewohner der „Problemhäuser“ tuen.

    Glaubt irgendjemand ernsthaft die Lage vor Ort, die Stimmung bei den Anwohnern wäre eine andere?

    Es ist doch grundsätzlich nicht hinnehmbar, dass das gesamte Umfeld zugemüllt und zugeschissen wird, es ist auch nicht hinnehmbar, wenn man keine Nachtruhe mehr findet, und es ist ebenfalls nicht hinnehmbar, dass einem die Fahrräder aus der Garage geklaut, das Geld am Automaten von Klaukids abgenommen, dass alles, aus Metall, auch wenn es niet- und nagelfest ist, gestohlen wird – seien es nun Grableuchten oder Kirchendächer.

    Was zu den Problemen führt ist, wie Bandelier es ebenfalls ausführte, die Tatsache, dass Regeln, die für ein gedeihliches Zusammenleben unabdingbar sind, nicht eingehalten werden.
    Und es ist erst einmal völlig egal, wer diese Regeln bricht, welchen Geschlechtes er ist, oder welcher Nationalität er angehört.

    Dies ist eine Feststellung, die zuallererst einmal getroffen werden muss:

    Das Grundproblem ist ein von der Nationalität der Be- und Anwohner völlig unabhängiges.

    Erst wenn man diese Feststellung getroffen hat, kann man weiter betrachten.

    Und auch erst dann kann man „vernünftig“ weiter darüber reden.

    • Mimi, das ist eine treffende Anfangsanalyse der Problematik. Das Totschlagargument des braunen Denkens wird von allen Parteien immer wieder gern übelst missbraucht, um sich nötigen und produktiven Diskussionen entziehen zu können. Jurga geht noch einen Schritt weiter, indem er mit seinem Geschwurbel sich vermeintlich intellektuell vom „Mob“ absetzen will, was leider nicht so gut gelingt. Seine an den Haaren herbeigezogenen Argumente sind nicht nur falsch, sie versperren auch den Weg zu einer ergebnisführenden Diskussion und spalten. Das ist ziemlich perfide.

      Es ist beschämend und armselig, dass eine Stadt, in der die Probleme schon seit Jahren virulent sind, nicht in der Lage ist, diese praktisch anzugehen, und es der überforderten Polizei überlässt, hier eine Sonderbaustelle ohne Aussicht auf Beendigung zu bearbeiten. Die Politik in Berlin tut durch weiteres Hinwegschauen das Ihre hinzu und überlässt in der Tat die betroffenen Bürger ihrem Schicksal. Nicht jeder ist ein Gandhi und kann mit den Straftaten von Zuwanderern, die er zu erleiden hat, grossmütig umgehen und diese dann auch noch respektieren.

      Werner Jurga möge zunächst einmal sich selbst praktisch einbringen in die Problemlösung, denn er ist ja vor Ort. Weiterhin könnte er seine Eloquenz sinnvoll nutzen, um seine Partei davon zu überzeugen, dass Handeln angesagt ist, und zwar sinnvolles Handeln, was u.a. beinhaltet, dass man sich mit der Lebensweise der Zuwanderer gründlichst auseinandersetzt, damit ihnen die richtige Brücke zur Integration gebaut werden kann, die sie dann allerdings zwingend beschreiten müssen. Multi-Kulti-Trallala und Rassismusvorwürfen sind so falsch wie dumm.

      • Werner Jurga bringt sich nicht ein, er nöhlt nur und beisst in alle Richtungen, die nicht seiner Meinung sind. Er ist weder hilfreich noch nützlich – für keine Seite, für nix und niemand. Er keift nur agessiv aus dem „Off“, tut selbst nichts und beschädigt das objektive, offene Image von xtranews.

  10. @ Frau Mimi Müller,
    Ihr Beitrag trifft genau den Kern der Sache. Besser kann man es nicht auf dem Punkt bringen. Auf solcher sachlicher Ebene kann man diskutieren und Probleme angehen.

    @Dr. Werner Jurga,
    Meinen Sie wirklich Sie „lösen“ ein derart brisantes Problem vernünftig und friedlich, indem Sie es auf unberechtigte Querelen von „futterneidischem, zu kurz gekommenem Fußvok“ reduzieren und andere Bürger und Anwohner oberlehrerhaft zum Schämen in die rechte Ecke verweisen?

    • Von Mimi
      „“Ich bin der Auffassung, dass es sich bei den Problemen, die „In den Peschen“ den derzeitigen Alltag beherrschen, zunächst einmal um Probleme handelt, die überhaupt gar nichts mit der nationalen/ethnischen Herkunft der Bewohner des Hauses 3-5 zu tun haben.““

      Wie naiv muss frau eigentlich sein um hier ein „“ Alle Menschen sind gleich“ rauszuhauen.

      Wir haben es hier mit einer ethnischen Gruppe von Rotationeuropäern zu tun, die sich unter aller Sau benehmen.

      Da braucht man ja nicht sofort die Nazikeule raus zu
      holen, aber man sollte das Zigeunerschnitzel von der
      Speisekarte holen.

  11. Mimi Müller:
    Brandsätze

    Können Sie sich noch an Mimi Müller erinnern? Wenn nicht, versuche ich Ihnen auf die Sprünge zu helfen. Mimi Müller – der Name ist ein Pseudonym – war in den Nuller Jahren in Duisburg einigermaßen bekannt, weil allwöchentlich im kostenlos an alle Haushalte verteilten Anzeigenblatt “Wochen-Anzeiger” ihre Kolumne erschien, die sie im Ruhrpott-Deutsch verfasste und in der sie sich zu den kleinen Sorgen und Nöten des Alltags bis hin zur ganz großen Politik äußerte. Ihre besondere Aufmerksamkeit galt jedoch der Duisburger Kommunalpolitik.

    Vollständiger Artikel hier:
    http://www.jurga.de/326.html

    • Nachdem Sie sich an den übrigen Kommentatoren abgearbeitet haben, muss nun Mimi Müller als Ziel Ihrer selbstgerechten Häme herhalten. Ich ging mit ihr auch nicht immer konform, aber solche aggressiven Angriffe dürfen nun wirklich nicht sein.
      Ich schätze Herrn Rodenbücher und die übrigen Autoren von xtranews sehr, aber auf Ihre „Ergüsse“ kann ich künftig verzichten. Ich werde Benachrichtigungen bei neuen Artikel auf xtranews canceln und xtranews nicht mehr nutzen.

    • Herr Jurga

      Mit großem Vergnügen und einigem Erstaunen habe ich den von Ihnen verlinkten „Artikel“ gelesen.

      Gehe ich richtig in der Annahme, daß Sie diesen Beitrag auf Ihren Blog verlinkt haben, weil man eine Veröffentlichung bei xtra-news abgelehnt hat?
      Man ist hier ja doch recht sorgfältig und umsichtig, auch was die „Gerichtsfestigkeit“ von Veröffentlichungen angeht. (Insoweit wäre es schade, wenn „tournaround“ auf xtranews verzichtete, nur weil Sie hier gelegentlich Ihren Dampf ablassen)

      Wenn ich mich irre, dann korrigieren Sie bitte meine Annahme.

      Apropo Korrektur:

      Ich gehe davon aus, daß Sie die nachprüfbar wahrheitswidrigen Aussagen, die sie in Ihrem „Artikel“ hinsichtlich der Einstellung meiner Kolumne durch den Wochenanzeiger gemacht haben, umgehend korrigieren.

      Was Sie über mich denken und meinen verbreiten zu müssen, das ist allein Ihre Sache und kümmert mich nicht.
      Aufmerksame Leser haben längst ihre eigenen Schlüsse zu Ihrer grundlegenden Geisteshaltung aus einer Vielzahl Ihrer Beiträge gezogen.

      Meinungen über mich kommentiere ich nicht, auch die Ihre sei Ihnen unbenommen.

      Was aber Fakten angeht, da bestehe ich dann doch auf deren Richtigkeit. Umso nachdrücklicher immer dann, wenn Unwahrheiten bewußt verbreitet werden.

      „Ich kann nämlich, wenn es drauf ankommt, auch ziemlich humorlos sein.“ , – um es einmal mit Ihren Worten zu schreiben.

      Damals ging es allerdings „nur“ um einen durch Sie einem Kommentator unterstellten „impliziten Vorwurf bewußter Falschdarstellungen“, über den Sie sich dann aber, in Ihrer unvergleichlich generösen Art, „explizit“ hinwegzusehen bereit erklärten.

      Eine solche Generösität haben Sie von mir nicht zu erwarten.

      • Hallo Mimi Müller,
        ein selbstverliebter Dr. Jurga hält mich keineswegs davon ab, xtranews zu lesen und gegebenenfalls auch hier zu kommentieren. Ich wende mich keineswegs seinetwegen von xtranews ab. Ich werde es mir nur zukünftig verkneifen, seine „Veröffentlichungen“ zu kommentieren. Auf derwesten.de gibt es ebenfalls ein paar Kommentatoren, auf die man besser nicht reagiert, wenn man sich nicht sinnlose Diskussionen bis zum Morgengrauen einfangen will. In diese Kategorie gehört auch Dr. Jurga. Diesbezüglich bin ich tiefenentspannt :-).

  12. Sehr geehrter Herr Dr. Jurga,

    offensichtlich fühlten Sie – und gewisse andere Herren – sich durch (scheinbar jahrelang zurückliegende) Artikel oder Kommentare von Frau Müller auf Lebenszeit in I(i)hrer persönlichen Eitelkeit gekränkt. Anders kann ich mir Ihre neuen bissigen Beiträge (auch bei facebook – versehen mit trolligen Kommentaren) nicht erklären. Schade drum, dass auf derart persönlichen Ebene gelenkte Diskussionen am eigentlichen Thema vorbei gehen:-((

  13. Ach ja, so isser eben, der Herr Jurga.

    Jurga: „… man erzählt sich, ich sei nicht nur schriftlich, sondern auch mündlich live on stage durchaus dazu in der Lage, „Schafe zu schlachten“, wie Sie sich ausdrücken. Ich habe sogar oft Bock drauf.“

    Einmal das Beil gezückt geht es dann selbstverständlich auch nicht mehr primär um das ursprüngliche Thema …

    Manch einer sehnt sich eben zwanghaft nach Aufmerksamkeit. Auf Biegen und Brechen …