Offene Mail von Harald Jochums an der OB der Stadt Duisburg – „Duisburg ist nicht Düsseldorf – Gott sei Dank“

Mit dem Zweiten sieht man besser ...An den Rat der Stadt DU und
OB DU Sören Link – persönlich – Offene Mail


Betr.:
Beabsichtigtes Fällen von Platanen auf und an der Mercatorstraße, Antrag laut §24 GO NRW

Sehr geehrte Damen und Herren vom Rat der Stadt DU,
sehr geehrter Herr Link,

hiermit beantrage ich laut §24 GO NRW
1. die Entscheidung, die obengenannten Platanen zu fällen, umgehend auszusetzen. –
2. die Entscheidung, die Platanen zu fällen, bedingungslos rückgängig zu machen. –

BEGRÜNDUNG

Zu 1.
  Die Platanen sollen gefällt werden, weil die Mercatorstraße umgebaut werden soll. Die Mercatorstraße muß umgebaut werden, weil die Firma Multi Development (MD) ein Büro-und Geschäftshaus plant, das teilweise auf der vorhandenen Mercatorstraße zu stehen kommen soll. –

MD soll aber von dem weltweit agierenden InvesTor „Blackstone“ übernommen werden, was seit langem in der Fachpresse diskutiert wird, den Entscheidern und Verwaltern der Stadt DU also bekannt sein sollte und müßte. –

Da ungewiß ist, was der potentielle neue Eigentümer mit den diversen Projekten und Objekten von MD vorhat, wäre es unverantwortlich, nunmehr Dinge wie das Fällen der Bäume zu tun, die vielleicht garnicht mehr nötig sind, weil das geplante Projekt von dem neuen Inhaber eventuell garnichtmehr weiterverfolgt oder sogar verkauft wird – mit dann völlig ungewissem Ausgang. –

Zu 2.  Darüberhinaus sollen die Platanen für einen städtebaulichen und architektonischen Unfug gefällt werden. –
Wie schon in meinen Einwendungen zu dem B-Plan Nr. 1009 A 1. Änderung und der Entwidmung der Mercatorstraße ausführlich beschrieben, ist das Projekt von MD völlig überflüssig, bzw. würde die Königstraße nun völlig von dem Hbf, einem der Eingangstore von Duisburg, abschneiden. Ein Platz entsteht durch dieses Gebäude nicht. Zudem ist es von so minderwertiger, sinnentleerter Qualität, daß Unsere Stadt sich lächerlich machen würde. –

Weiterhin macht sich die Stadt lächerlich mit immer neuen „Leuchtturmprojekten“, die mit Duisburg nun garnichts zu tun haben, von erschreckend minderer Qualität sind und sehr, sehr viel Geld kosten, das wir nicht haben. –
Mein Kurzfilm „Center in the City – Eine Kehrseite“ zeigt einen Aspekt, wie schädlich sich diese Projekte auf Unsere Stadt auswirken. –
Es reichte also aus, den Mittelstreifen mit den vorhandenen Materialien neu zu gestalten, anstatt großmannssüchtig einen „Bullewar“ bauen zu wollen, was nur noch peinlich ist, weil man/frau ihn z.B. über eine Rampe einer Tiefgarage betreten muß, was betreten macht. –

Zeigen wir, daß wir Duisburger auch preiswert und kreativ können. – Langweiligen, öden Protz überlassen wir doch lieber unserem südlichen Nachbarn.

Duisburg ist nicht Düsseldorf – Gott sei Dank

Zu der Bahnhofsplatte werde ich Ihnen noch eine Ideenskizze zuschicken, weil auch da das Geld nur so aus dem Fenster geworfen werden soll (Kostensteigerung von 2 auf 6,2 Mio. Euro), wobei es mir als Steuerzahler egal ist, ob es sich um städtische, Landes-/ Bundes-/ EU-Mittel handelt oder sonst woher kommt. –

Bitte bestätigen Sie mir umgehend diesen meinen Antrag/Eingabe auch als Mail. –

One thought on “Offene Mail von Harald Jochums an der OB der Stadt Duisburg – „Duisburg ist nicht Düsseldorf – Gott sei Dank“

  1. Guter Kommentar, gute öffentliche Mail. Danke dafür, Harald Jochums.

    MD steht – zumindest offiziell – für den Erhalt der Plananen und heuchelt Unschuld. Wie aber ist die Haltung eines mutmaßlichen Erwerbers der MD namens „blackstone“ in der Sache? Da hat MD sowohl gegenüber der Stadtspitze als auch gegenüber den Bürgern einen erheblichen Erkärungsbedarf.
    Dieser globale Verschiebungsbahnhof Wer-kauft-wen-gerade-mit-welchen-Folgen-für-die-Wohnbevölkerung-auf k*otzt mich an und ist für die Bürger nicht zu überblicken. Wir brauchen als OB einen Kraftmeier und Lenker des Rats, der die Konzerne – zu Gunsten der Bürger – in die Schranken weißt und den Bürgerwillen durchsetzt. Der SPD-Düsseldorf-gesteuerte Link ist dazu – nachweislich – nicht geeignet. Wir brauchen zum Neuanfang einen parteilosen OB und keinen Partei-Schranzen. Wählen wir 2014 einen GANZ neuen Rat. Ohne Schwarz-Gelb-Rot-Rot-Grün, etc., die uns den ganzen Bockmist der letzten Jahre eingebrockt haben. Fangen wir in Duisburg wirklich neu an und wählen demokratische Parteien, die bisher nicht im Rat vertreten waren. Wir leben im Chaos und haben nichts zu verlieren, nur zu gewinnen.