Bäume und Menschen und Überhaupt

Matthias Schneider - Foto Thomas Rodenbücher

Matthias Schneider – Foto Thomas Rodenbücher

Das Tor zur Stadt

 

„Kommse zurück nach Düsburch, wat siehse wenze aussen Bahnhof gucks … ebent, sach ich doch.“ Da haben wir es: Wieder mal alles emotional, unsachlich, Argumente werden nicht gewertet, die „ganze Komplexität der Sachfragen“ nicht verstanden. „Bäume sind ein emotionales Thema, das Gehirn wird ausgeschaltet, das Herz angeworfen und die Leute sind rationalen Argumenten nicht mehr aufgeschlossen“ sagt ein Ratsmitglied einer der größeren Fraktionen, das den komplexen Sachstand zur Gänze erfasst hat? Finde die Fehler!

 

Die Durchführung der Beteiligung zur Bahnhofsplatte, an und für sich ein guter Anfang mit Erfahrungs-Sammel-Charakter für die Stadt, zeigt einen der Fehler. Während nämlich der Sandkasten für das Charette-Verfahren sorgsam auf die Platte begrenzt wurde, lagen das geplante Multi-Development-Gebäude und die Verkehrsführung außen vor. Das wäre ja ein Bebauungsplanverfahren, da gibt es ja einen Investor, da will man ja ein Grundstück verkaufen, da gibt es ja Absprachen, Verträge, Zusagen, ein ganzes Kartenhaus von mühsam vernetzten Abhängigkeiten. Würden da die Menschen, die Sachargumenten gegenüber so verschlossen seien, mit entscheiden dürfen, wäre das Kartenhaus schnell zusammen gefallen. So die Denke.

 

Noch ein Fehler: Auch Bäume könnten Sachargumente vortragen: Nur die großen, alten Bäume erzeugen Sauerstoff, selbst die Platane wächst ‚nur‘ 50 cm im Jahr. Das ist schnell, andere Bäume wachsen langsamer. Dann das Mikroklima. Unter einem großen Baum ist es bis zu 3 Grad Celsius kühler, da ist weniger Feinstaub, das ganze Lebewesen funktioniert als Luftreinigungsmaschine. Übrigens, wenn der Begriff Maschine in einem Satz vorkommt, ist der Satz heutzutage oft eingängiger. Aber das nur am Rande. Jedenfalls können das auch 50 kleine Bäumchen Lesen Sie weiter in unserem Magazin

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