Eine erste Bilanz: ‚Rekorde‘ bei der Traumzeit

Das Festivalbüro ist begeistert: Schon vor Öffnung der Tageskasse am letzten Veranstaltungs-Tag (23. Juni 2013) waren für das „Festival am Hochofen“ 5126 Tickets verkauft worden. Damit haben sich die Besucherzahlen im Vergleich zu den letzten Festivals mehr als verdoppelt und auch das Ergebnis aus dem Rekordjahr 2006 wurde weit übertroffen. Insgesamt kamen täglich mehrere Tausend Besucher auf das Festivalgelände, auf dem neben den eintrittspflichtigen Konzerten auch ein kostenloses Open-Air-Programm zu erleben war. Auf dem Campingplatz des Festivals übernachteten rund 160 Gäste, die u.a. aus der Schweiz, Belgien, den Niederlanden, Hamburg und Berlin angereist waren. Begeistert von der Festival-Atmosphäre auf dem ehemaligen Industrie-Gelände zeigten sich auch zahlreiche Musiker wie Lukas Graham, Tina Dico oder die Editors.

Die Traumzeit der vergangenen Jahre, in der Jazz und World-Music im Zentrum standen,  lässt sich jedoch nicht mit der neuen Ausrichtung vergleichen. Die kräftig gedrückte Hupe quäkt, weil ungewiss bleiben konnte, ob die Neuausrichtung bei den Leuten wahr- und angenommen wird, die man inzwischen erreichen wollte. Die Traumzeit neurdings mit Indie-Pop in Verbindung zu bringen, dies hat in der Öffentlichkeit aber offenbar geklappt. Glückwunsch für dieses nicht einfache Unterfangen.

Thomas Krützberg, der neue Duisburger Kulturdezernent, würdigte in einer ersten Stellungnahme das Festival als Markenzeichen für Duisburg, griff damit der Zeit freilich weit voraus, Uwe Gerste, Geschäftsführer der Duisburg Marketing GmbH, wies auf die neu gewonnene Ausstrahlung das Festivals im Ballungsraum an Rhein und Ruhr hin. Offen ist freilich, wie lange es dauern wird, um den für Pop-Events typischen Zuspruch zu erhalten.

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