Duisburgs Traumzeit 2013: Volle Hütte auffe Hütte

Die am Wochenende stattfindende Duisburger Traumzeit glänzt schon jetzt mit guten Vorverkaufszahlen.

Traumzeit neu ediert: Editors auf der Traumzeit

Traumzeit neu ediert: Editors auf der Traumzeit

Leichte Euphorie beim Stadtmarketing der kulturell darbenden Eisenhüttenstadt: Der dritte Konzeptwechsel des einzigen regional relevanten Musikfestivals Duisburgs scheint anzukommen.

So werden jedenfalls die Ticketvorverkäufe interpretiert. Rund 3700 Tickets wären bis zum Anfang der Woche für das dreitägige popkulturelle Spektakel auf dem Areal des Landschaftsparkes Nord über den Tresen gegangen. Gleichwohl gäbe es noch Tickets vor Ort.

Auch die Voranmeldungen für das Festivalcamping sind für die kommunalen Veranstalter ein Grund zur Freude: Aufgrund der unerwartet hohen Nachfrage habe man gar den Campingplatz auf ein grösseres Gelände, auf den Bunkervorplatz des ehemaligen Hüttengeländes, verlegen müssen.

Mit den bis zur letzten Woche avisierten 70 Zelten nebst einigen Wohnmobilen habe man nicht gerechnet.

Der Campingplatz ist bewacht, mit Toiletten und Duschen bestückt, die benachbarte Gastronomie im Hauptschalthaus bietet eine Frühstücksgelegenheit.

Der Busshuttle vom im hohen Duisburger Norden gelegenen Festivalgelände zum Hauptbahnhof in der Innenstadt hat sich schon bei der letzten Traumzeit vor zwei Jahren bewährt. Bis zum letzten Konzert eines jeden Abends, am Sonntagmorgen etwa um 0:30 Uhr, ist der Transfer zugesagt.

Die Duisburger Traumzeit ist Subjet langandauernden konzeptionellen Ringens.

Sie wurde 1997 von dem lokalen Künstler Wilfried Schaus-Sahm als Weltmusik-Festival erfunden, in seiner Schaffensperiode als künstlerischer Leiter bis 2008 vermochte Schaus-Sahm Weltstars wie den Buena Vista Social Club in die Kraftzentrale des Landschaftsparkes zu holen.

Der folgende künstlerische Leiter Tim Isfort wurde schliesslich von Kommunalschranzen weggemobt.

Und aufgrund ihrer Finanzknappheit entschied sich die Kommune für einen zweijährigen Spielmodus. Alternierend zu den Duisburger Akzenten, einem mehrwöchigen interdiziplinären Kulturfestival mit höchstens lokaler Strahlkraft.

Die Traumzeit am Wochende wurde erstmals von einer städtischen Gesellschaft und ohne durchgängige künstlerische Linie organisiert. Man scheint diejenige beliebige Junge-Leute-Musik genommen zu haben, die ins Budget passte und die zum Termin verfügbar war.

Das Programm rangiert zwischen Pop und Indie, es ist auf Mainstream und Publikumserfolg fixiert.

The Editors, den Opener am Freitag, hör‘ ich mir trotzdem an.

Festivalprogramm hier.

 

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