Keine Ahnung von nix oder wenn Octeo übernimmt

Kasse

Kasse (Photo credit: Chris.Jeriko)

Während andere Menschen halt versuchen den MSV zu retten verbringe ich meine Zeit halt lieber in Museen und gucke mir Dinge auf Podesten an. Dabei bin ich auch ab und an mal im Kultur- und Stadthistorischem Museum – das zugegebenermaßen nicht so den Wirbel um sich macht und eigentlich kennt man ja doch die Stadtgeschichte auch als „Zugereister“ ganz gut. Momentan aber überlege ich ernsthaft das Museum gänzlich zu meiden.

Ich meine, ich erwarte als Besucher nun nicht viel, aber eines sollte doch irgendwie drin sein: Dass die Mitarbeiter an der Kasse auch mal Fragen beantworten können, die über die Tarifoptionen hinaus gehen. Dass zumindest auch an der Kasse mir mitgeteilt werden kann wann die nächsten interessanten Ausstellungen sind – und ich nicht mit dem schnöden Hinweis, ich habe doch bestimmt Internet, da könne ich doch selbst mal googlen abgespeist werde. Ich darf als Besucher mit Fug und Recht erwarten auch höflich behandelt zu werden und nicht mit miesepetrigen und schlechtgelaunten Kassenleuten mich herumschlagen zu müssen. Das macht mich frustriert, wütend und führt über kurz oder lang dazu, dass ich dem Museum den Rücken kehren werde denn wo ich nicht erwünscht zu sein scheine, da gehe ich auch nicht hin.

Ja, natürlich haben die Mitarbeiter an der Kasse nicht unbedingt die Schuld daran, dass sie nichts wissen oder nichts wissen können. Denn angesichts der dramatischen Kostensteigerung in der Kultur – hüstel, hüstel – hat man offene Stellen in Museen nicht erneut komplett ersetzt. Dass im Lehmbruck-Museum immer noch niemand für die Pressearbeit zuständig zu sein scheint, merkt man leider höchst deutlich – trotz der sehr bemühten Weiterführung der Social Media Accounts. Aber Pressearbeit ist ja mehr als nur das. Ebenso ist die Tätigkeit an der Kasse eines Museums mehr als nur „Geld nehmen, Schublade auf, Ticket drucken, Wechselgeld rausgeben“. Diese Aufgaben werden im Duisburg allerdings vermehrt von Mitarbeitern der Firma Octeo eingenommen anstatt von ordentlich angestellten und gut bezahltem Fachpersonal. Das kostet natürlich Geld. Aber unfreundliches Personal vergrault in der Regel Besucher ganz gut.

Der erste Eindruck zählt. Und wenn ich als Tourist mich mal in das Stadthistorische Museum verirren sollte werde ich mir natürlich merken wie ich schon an der Kasse behandelt werde – in Zeiten des Social Web erzählt sich dann auch rasch mal eine schlechte Erfahrung schneller weiter als es dem Museum lieb sein kann. Ich mag mir nicht ausmalen was passiert, wenn irgendjemand im Lehmbruck auf die Idee kommt anstelle der kompetenten und freundlichen Damen an der Kasse irgendwelche Octeo-Leute hinzusetzen – aber da das Lehmbruck ja sparen muss ist das durchaus im Rahmen der Möglichkeiten… Jedenfalls: So rüde und unfreundlich wie ich in der letzten Zeit in anderen Museen behandelt werde wo Octeo eingesetzt wird, werde ich mit Sicherheit so schnell keinen Fuß mehr in diese Gebäude setzen. Schließlich bin ich da um Spaß zu haben, nicht um mich anraunzen zu lassen.

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