Weiße Riesen ohne Perspektive?

Die Piratenpartei Duisburg beschäftigt sich seit einiger Zeit mit den Hochhäusern in Duisburg-Homberg, die als Weiße Riesen bekannt sind. Die Ruine an der Ottostraße 24-30 wurde bereits vor zehn Jahren leergezogen. Seitdem häufen sich kontinuierlich Schulden bei der Stadt Duisburg bzw. ihren Tochtergesellschaften an. Eine Berechnung mit öffentlich zugänglichen Werten unter Annahme einer mittleren Wohnlage führt alleine bei der Grundsteuer für den Gebäudekomplex zu etwa eine Millionen Euro. Dazu kommen noch mehr als 40.000 Euro Gebühren für Regenwasserableitung und Straßenreinigung. Nicht eingerechnet wurden die halbüberflutete Tiefgarage und die Kosten für Sicherungs- und Reinigungsaktionen, welche die Gesamtsumme sicherlich noch einmal beträchtlich erhöhen dürften.

Anstatt die Immobilie an einen Interessenten abzugeben für Abriss und Neunutzung, wächst nun der Schuldenberg ohne Aussicht auf Bezahlung, da die Firma Avidus Epsilon B.V. seit geraumer Zeit nicht mehr existiert. Anstatt das Gebiet ohne eigene Mittel von einem „Schandfleck“ zu befreien, passiert weiterhin nichts. Das kann sich eine klamme Stadt einerseits nicht leisten und bürgerfreundlich ist es erst recht nicht. Wie sollen Visionen von Duisburg 2027 umgesetzt werden, wenn nicht mal solche Gelegenheiten ergriffen werden?

Eine Einwohnerfragestunde im Jahr 2012 bestätigte den Eindruck, dass die Problematik nach Gutsherrenart ausgesessen werden soll und die Steuerzahler wieder einmal die Zeche zahlen dürfen. Die Piratenpartei Duisburg fordert die Stadt Duisburg zur Offenlegung der Schuldenlage auf. Dazu muss ein Konzept für das weitere Verfahren erarbeitet werden, da der Schuldner Avidus Epsilon B.V. nicht mehr existiert. Oder ist die Stadt Duisburg inzwischen selbst Eigentümer der Immobilie?

Der Direktkandidat Kurt Klein zur Sache: „Wenn Milliarden zur Verfügung stehen, um private Banken zu retten, sollte es möglich sein, auf Landes-, Bundes- bzw. Europaebene ausreichende Beihilfen einzuwerben, um dieses leidige Thema endlich zu einem für den Stadtteil befriedigen Ergebnis zu führen.“

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