Klüngelclub erfindet sich neu: Bürgerverein in Duisburg-Hochfeld gegründet

Einst war der Hochfelder Klüngelklub ein loser Verband von Immobilienbesitzern im Stadtteil.

Hat viel versprochen: OB Sören Link vor der Heimat Hochfeld. mupflpic

Jetzt ist die Selbsthilfeorganisation zu einem Bürgerverein avanciert, der allen interessierten Bürgern offen steht, die sich für Duisburg-Hochfeld engagieren wollen.

Der Hochfelder Klüngelklub wird jetzt Stadtteilarbeit in Form eines eingetragenen Vereins betreiben.

Angestrebt wird auch eine Zusammenarbeit mit den neuen aus Südost-Europa stammenden Nachbarn im Stadtteil. Die Wohn- und Lebensbedingungen der angestammten Bevölkerung stehen ebenso im Fokus.

Es sei die Idealvorstellung des neuen Klüngelklubs, mit ehrenamtlich arbeitenden Bürgern, nachhaltig unterstützt von Politik und Kommunalverwaltung, an der Verbesserung der Lebensumstände im Stadtteil zu arbeiten.

„Wir stellen fest, dass das Bewusstsein für die zuzugsbedingten Probleme in unserem und auch in anderen vergleichbaren Stadtteilen im Ruhrgebiet innerhalb der Politik in letzter Zeit zugenommen hat“, sagt der Vereinsvorsitzende Thomas Rensing.

Nunmehr sei auch bürgerschaftliches ehrenamtliches Engagement der Anwohner vonnöten.

„Wir packen das an“, sagt Rensing. Und:

„Wir vernetzen uns mit anderen, die in ähnlicher Lage wie wir Hochfelder sind.“

So sei etwa eine gemeinsame Veranstaltungsreihe mit Basisinitiativen aus der Dortmunder Nordstadt in Planung.

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Ausdrücklich begrüsst der Klüngelklub den Besuch des SPD-Vorsitzenden Sigmar Gabriel am morgigen Freitag in der Hochfelder Feuerwache.

Dort will der SPD-Chef gemeinsam mit zuständigen Landesministern und betroffenen Oberbürgermeistern die Bundesregierung zum Handeln in Sachen der Zuzugsproblematik von Süd-Ost-Europäern gemahnen.

„Wir sind gespannt, wie sich das Interventionspotential dieser Elefantenrunde auf die Bundesregierung auswirken wird“, so Rensing.

Hintergrund.

In der Satzung heisst es zu den Zielen des Vereins:

„Der Zweck des Vereins ist die Förderung des bürgerschaftlichen Engagements zugunsten gemeinnütziger und mildtätiger Zwecke.“

„Der Satzungszweck wird insbesondere verwirklicht durch das aktive Engagement des Vereins zur Verbesserung der Wohn- und Lebensbedingungen im Stadtteil Duisburg-Hochfeld. Die Förderung der Stadtteilentwicklung umfasst gleichermaßen baulich-räumliche, kulturelle wie sozialorientierte Fragestellungen. Ziel ist es Projekte und langfristige Maßnahmen zu fördern, zu initiieren oder selbst durchzuführen, die zur Verbesserung der Wohnsituation, des Wohnumfeldes und der Sozialstruktur im Stadtteil beitragen können. Einen hohen Stellenwert besitzt hierbei der nachhaltige Umgang mit Immobilien im Sinne der Förderung einer zeitgemäßen und qualitätsvollen Wohnraumversorgung.“

Während der Gründungsversammlung am Donnerstag abend im Hochfelder Traditionslokal St. Johann wurde der vierköpfige Vereinsvorstand gewählt, die Amtsperiode beträgt vier Jahre.

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