Otto-Versand kauft Neckermann als Spammer in Insolvenz und läßt weiter spammen

BildEs gibt ein paar deutsche Unternehmen, die trotz Verbots immer wieder durch aggressives Spammen unangenehm auffallen. Unister ist so ein Kandidat, aber auch Neckermann. Unister gibt es leider immer noch, aber Neckermann ist glücklicherweise pleite gegangen.

So dachte ich, weil ich glaubte, dann würde es endlich aufhören mit dem Neckerspam!

Aber nein! Auch als Neckermann.de GmbH in Insolvenz hört der Müllmailversand nicht auf. Nur Premiumkundenstatus bei 1&1 hat Neckermann nicht mehr, die Spamfilter wirken nun also wieder. Was natürlich wenig nützt, wenn ständig wechselnde Absender verwendet werden.

Neckermann in Insolvenz spammt nun unter anderem für Klingel, einmalig auch für Pearl (wo man aber nach Protesten und Erkundigungen über den Ruf von Neckermann vernünftigerweise wieder ausstieg – und nach Erscheinen dieses Artikels postwendend wieder einstieg 🙁 ) und vor allem für Otto. Letzteres deshalb, weil Otto die Marken, Domains und Newsletterabonnenten aufgekauft hat.

Daß die „Newsletterabonnenten“ sich nie für einen Newsletter angemeldet haben und schon gar keine Neckermann-Kunden sind, wie der Newsletter frech behauptet, ist Otto egal. Man hat dort ohnehin merkwürdige Rechtsauffassungen. Und auch, wer längst Otto-Kunden in der Familie hat, wird weiter angespammt. Unter Adressen, die nur innerhalb der Familie verwendet werden.

Ich werde jedenfalls nichts mehr bei Otto kaufen bzw. durch meine Familie kaufen lassen. Ich habe nichts gegen Werbung in normalem Maße, aber einen unter allen verfügbaren E-Mail-Adressen mit Junkmails zu nerven, das akzeptiere ich nicht.

6 thoughts on “Otto-Versand kauft Neckermann als Spammer in Insolvenz und läßt weiter spammen

  1. Einfach nicht mehr kaufen macht viel zu wenig Wirbel für die.

    Die Email mit entsprechender Beschwerde an die Wettbewerbszentrale weiterleiten. Insbesondere, wenn hier auch noch das Impressum in der Werbemail fehlt, kann es schnell teuer werden.

    Parallel dazu würde ich knallhart eine Abmahnung auf Unterlassung an den Spammer schicken.

    Natürlich hilft es sich auch bei den beworbenen Firmen zu beschweren.

    • Tja, das Impressum ist natürlich drin. Da stehen Anwälte dahinter, die werden jede Beschwerde niederknüppeln. Die längst bankrotte Phillip Holzmann AG hat ja auch noch über geldgierige Anwälte jemand kurz & klein geklagt, nur weil er auch Holzmann hieß.

      Der Trick ist hier, wenn die tatsächlich wirksam verklagt werden, sagen sie „wir sind ja eh‘ schon pleite, wir haben den Jagdschein“ und heben den Finger. Das Geld für die Spammereien ist längst beiseite geschafft. Schafft man es nicht, kassieren die Anwälte bei einem ab. Die sind nämlich leider nicht bankrott. Und der „Datenschutzbeauftragte“ wird gar nicht erst namentlich benannt…

      Und Otto? Siehe der verlinkte Artikel, für die sind Internetnutzer nur störendes Fußvolk, das kaufen aber ansonsten das Maul halten soll. Pearl hat ja wohl auf seine Kunden gehört, aber bei Otto ist das anders. Und Klingel? Ist wahrscheinlich so am Ende wie Neckermann. Hausfrauenversand, der mit Web eh‘ nix anfangen kann und dem es scheißegal ist, ob man sauer ist.

      Hier das „Impressum“ und meine Meinung dazu:

      Sie erhalten diese E-Mail, weil Sie sich in der Vergangenheit bei der neckermann.de GmbH für den Erhalt des E-Mail-Newsletters registriert haben (Lüge, die durch die Wiederholung seit Jahren nicht wahrer wird). Verantwortliche Stelle für die Nutzung personenbezogener Daten im Zusammenhang mit dieser Empfehlungswerbung ist die neckermann.de [http://neckermann.cust-mta.de/] GmbH i.Ins..

      Impressum

      Über das Vermögen der neckermann.de[http://neckermann.cust-mta.de/] GmbH i.Ins. wurde mit Beschluss des Amtsgerichts Frankfurt am Main vom 01.10.2012 (Az. 810 IN 670/12 N) das Insolvenzverfahren eröffnet.
      Zum Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Dr. Michael C. Frege bestellt.
      Weitere Informationen finden Sie auf http://www.neckgroup-insolvenz.de

      neckermann.de[http://neckermann.cust-mta.de/] GmbH i. Ins.
      Hanauer Landstraße 360
      60386 Frankfurt am Main

      E-Mail: datenschutz@neckgroup-insolvenz.de[mailto:datenschutz@neckgroup-insolvenz.de]
      Geschäftsführer: Henning Koopmann, Henning Bosch, Franz Josef Wurzberger
      Handelsregister: Amtsgericht Frankfurt am Main, HRB 76254 – USt ID-NR: DE 811 168 072

      • Stimmt hatte ich vergessen zu erwähnen. Man kann sich natürlich auch an den Landesdatenschutzbeauftragen wenden. In diesem Fall den von Hessen. Das dürfte schon reichen.

        Wobei gegen den Telefonterror von Vodafone letztendlich nur eine Abmahnung geholfen hat. Die hatte ich aber selbst erstellt.

        • Das kommt sehr auf den Landesdatenschutzbeauftragten an.
          Gegen Unister habe ich mich an Leipzig gewandt; das wurde soweit ernst genommen. Ob es was bewirkt hat, wage ich zu bezweifeln – zumindest auf einem Kanal bespammt mich Unister bis heute täglich weiter, der verschwindet allerdings wenigstens dauerhaft im Spamfilter. Auf anderen meldete man sich und löschte die Dauermails.
          Ich hatte auch ein Problem mit einer öffentlich-rechtlichen Anstalt. In Bayern gibt es gleich mehrere Datenschutzbeauftragte – der erste verwies mich an den zweiten für die Privatwirtschaft, der wiederum an den für die ÖR-Anstalten. Der wiederum gehört zu ebenselbigen, wird von diesen bezahlt und erklärte dann, er sei nicht zuständig, weil ich kein Mitarbeiter sei 🙁 nur „Kunde“, ob ich will oder nicht, GEZ müssen wir ja alle zahlen, was einem aber keine Rechte gibt 🙁 🙁 . Selbst der berühmte Thilo Weichert wußte da nicht weiter, weil er nur für Niedersachsen zuständig ist.
          Telefonterror hatte ich von 1&1 beim Kündigen des Anschlusses, das endete glücklicherweise nach 6 Monaten, als der endlich wirklich gekündigt war. Vorher war das täglich mehrfach – automatisierte Rückgewinnungsanrufe, die aber immer nur so 2-3x klingelten. Angeblich hätte es aufgehört, wenn ich einmal schnell genug dran gewesen wäre.
          Und von Gaunerbanden, die mir Geräte gegen Werbeanrufe verkaufen wollten und dazu vollautomatisiert alle Minute am Sonntag anriefen, bis selbst die Nachbarn sauer wurden und der AB krepierte. Das habe ich bei der Bundesnetzagentur gemeldet, auch keine Ahnung, ob es etwas bewirkt hat.
          Von daher glaube ich inzwischen nicht mehr an sowas. Man kann nur auf die Methoden hinweisen, wie hier eine dauerhaft in Insolvenz befindliche Trägergesellschaft, die halt den Finger hebt, wenn man gegen sie vorgeht. Sowas dürfte gar nicht erlaubt sein.

          • Bei Vodafone, hat die Abmahnung Ruhe gebracht.

            Die Bundesnetzagentur hat mir bisher erst einmal Rückmeldung gegeben, scheint aber auch da etwas bewegt zu haben.

            Wenn der Datenschutzbeauftragte nicht reagiert oder sich nichts ändert dann schreibe ich halt einfach solang bis es etwas bewirkt oder wenn mich an die nächsthöhere Stelle. Beim Landesdatenschutzbeauftragen halt an den Bundesdatenschutzbeauftragten. Mit Geduld und Hartnäckigkeit kann man da einiges bewirken.

            Die Neckermannsache würde ich konsequent an die Wettbewerbszentrale weiterleiten.

          • Tja, und Pearl hat sich anscheinend über das Lob von mir so geärgert, daß sie nun auch wieder losspammen 🙁

            Es kotzt mich einfach an. Ich habe eine E-Mail-Adresse, mit der ich bei Pearl Kunde bin. Wo ich auch Newsletter bekomme und sie auch vernünftig lesen kann.

            Ich habe aber eine andere E-Mail-Adresse, auf der ich mit meiner Freundin maile. Und zwar nur mit meiner Freundin. Die direkt am Handy landet. Wo ich keine HTML-Newsletter lesen kann und da dann nur so blöde Sprüche stehen wie „Leider unterstützt Ihr Endgerät kein HTML“ angezeigt werden. HTML, bunte Bildchen und viel teuren Mobilfunk-Traffic will und brauche ich auch nicht, um mit meiner Freundin zu kommunizieren. Nur paßt das Neckermann, Klingel, Unister, Pearl & Co halt nicht. Die wollen mir unbedingt auf dieser Adresse ihre HTML-Newsletter schicken, kräftig bei mir Kosten generieren und sagen „Nein, wir wollen Sie ja auch nicht als Kunde ansprechen, sondern ganz privat“…

            Nee, ich hab außer von den Leipzigern und einer Eingangsbestätigung der BNetzA von keinem Datenschutzbeauftragten je etwas zu hören bekommen außer „ich bin da nicht zuständig“ oder Schweigen. Da stecke ich keine Zeit mehr rein.

            Aber die Überschrift und den Artikel ändere ich jetzt. So sehr ich Pearl mag, aber dieses ewige Zuspammen auf der Adresse kotzt mich an! Wobei man nun nicht mehr selbst auftritt, sondern wieder irgendwen dazwischenschaltet (Elettershop.de)

            neckermann.de GmbH i. Ins. empfiehlt: PEARL – Deutschlands großes Versandhaus für Technik und Lifestyle
            Sie erhalten diese Mail als bei der Neckermann.de GmbH i.Ins. registrierter Newsletter-Empfänger.

            [http://t.elettershop.de/e/]

            Zur Online-Version dieser E-Mail klicken Sie hier[http://www.elettershop.de/mailing/vpm/c/]

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