Willkommen im Paradies

Ich melde mich aus Hochfeld, einem kleinen Stadtteil in Europa, der in den letzten Monaten eine gewisse mediale Präsens bekommen hat. Und das ist gut so. Hochfeld ist ein Synonym für das Phänomen der Armutsmigration.

Tagesjournalismus ist nicht der Ort für hintergründig recherchierte Wahrheiten und relativierende Zustandsbeschreibungen. Manches von dem, was wir lesen durften, lässt staunen: So schlimm ist es hier? Wir haben in den letzten Monaten erleben dürfen, wie Kamerateams vor jedem Müllhaufen niederknien, um eine andachtheischende Perspektive ins Bild zu bekommen. Auch wir haben den einen und anderen kompakten Satz gewählt, um Salz in die Suppe zu tun. Es war, es ist und bleibt ein Ziel, virulente Probleme nicht unter den (Hochfelder) Teppich zu kehren und das ist ohne die veröffentlichte Meinung nicht zu erreichen. Ignorieren ist eine Katastrophe, nicht die zugespitzte Berichterstattung.

Im Februar 2010 hat sich der Runde Tisch für Hochfeld mit einem dringenden Appell an den Oberbürgermeister gewandt: „…Wie immer die Gründe für den aktuellen Zuzug von Menschen

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